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Das Berufsbildungssytem in Deutschland Aktuelle Entwicklungen und Standpunkte

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2010
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
eBook (PDF)
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Das Berufsbildungssytem in Deutschland

Die Zahl junger Menschen, die eine traditionelle Lehre beginnen, sinkt. Demgegenüber nimmt die Zahl derjenigen, die eine schulische Berufsausbildung wählen, zu - insbesondere wächst die Gruppe der Jugendlichen, die zunächst im Übergangssystem versorgt werden. Trotz einer positiven Tendenz auf dem Ausbildungsmarkt fehlt es weiterhin an Ausbildungsstellen, was den Zugang für Jugendliche ohne bzw. mit niedrigem Schulabschluss und sogenannte Alt-Bewerber extrem erschwert. Der Band beschäftigt sich mit zentralen Problemlagen, kontroversen Standpunkten sowie innovativen Konzepten in der aktuellen Debatte um die notwendigen Veränderungen des Berufsbildungssystems in Deutschland. Prof. Dr. Gerhard Bosch ist geschäftsführender Direktor des Instituts Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen. Dr. Sirikit Krone ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung 'Bildung und Erziehung im Strukturwandel' (BEST) am Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen. Dirk Langer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung 'Bildung und Erziehung im Strukturwandel' (BEST) am Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 264
    Erscheinungsdatum: 28.06.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783531923918
    Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
    Größe: 5798 kBytes
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Das Berufsbildungssytem in Deutschland

Übergangssystem in der beruflichen Bildung: Wahrnehmung einer zweiten Chance oder Risiken des Ausstiegs? (S. 159-160)

Tilly Lex und Boris Geier

Der im Juni 2006 veröffentlichte erste nationale Bildungsbericht (Konsortium Bildungsberichterstattung 2006) hat die Aufmerksamkeit der Bildungspolitik auf eine Thematik gelenkt, die im Prinzip zwar bekannt war, durch die Abhandlung an dieser prominenten Stelle jedoch verstärkt in die öffentliche Debatte gekommen ist: Es sind die wachsenden Probleme, mit denen Jugendliche beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine Berufsausbildung konfrontiert sind.

Statt in eine reguläre Berufsausbildung münden viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger in teilqualifizierende Bildungsgänge, so genannte Maßnahmen des Übergangssystems ein. Um das strukturelle Ausmaß der Verschiebungen in der beruflichen Ausbildung unterhalb der Hochschulebene deutlich zu machen, hat der nationale Bildungsbericht diesen Begriff des Übergangssystems eingeführt. Neben dem dualen System der betrieblichen und außerbetrieblichen Berufsausbildung und dem Schulberufssystem der vollzeitschulischen Ausbildung in anerkannten Berufen werden nun Bildungsgänge, die zu keinem anerkannten Ausbildungsabschluss führen, einem dritten Sektor, dem "Übergangssystem" zugordnet. Bezogen auf die Zahl der jährlichen Eintritte – hat das Übergangssystem mit dem dualen System der Berufsausbildung fast gleichgezogen (Konsortium Bildungsberichterstattung 2006, 80).

Während die Ausbildung im "dualen System" Gegenstand vielfältiger Forschungsaktivitäten ist, die hauptsächlich vom Bundesinstitut für Berufsbildung und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung initiiert wurden, sind die Maßnahmen, die unter dem Begriff des Übergangssystems gefasst werden, trotz der ihnen zugeschriebenen Größenordnung, bisher wenig erforscht worden.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Probleme, die insbesondere bildungsbenachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Arbeit haben, hat das Deutsche Jugendinstitut eine Längsschnittuntersuchung (das DJIÜbergangspanel) durchgeführt, die die Bildungs- und Ausbildungswege junger Hauptschulabsolventinnen und Hauptschulabsolventen prospektiv erfasst. Anhand dieser Daten soll gezeigt werden, welche Wege diese Jugendlichen nach der Schule gehen und wie für sie die Übergänge in die Berufsausbildung verlaufen. Der Beitrag zielt darauf ab, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie der Übergang von bildungsbenachteiligten Jungendlichen in Ausbildung und Arbeit verläuft und welche Rolle das Übergangssystem für die berufliche Integration spielt.

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