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Die Dynamik der Kreativität

  • Erscheinungsdatum: 25.09.2015
  • Verlag: Verlag Anton Pustet
eBook (ePUB)
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Die Dynamik der Kreativität

Im Bildungsbereich wird an vielen Stellen Kreativität eingefordert. Dabei steht fest: Kreativität verlangt handwerkliches Können, Anstrengungsbereitschaft und Risikofreude. Kreativität ist ein komplexes Phänomen: Es geht um originelle Problemlösungen, um das Finden neuer Ideen oder das Herstellen neuer Produkte. Expertinnen und Experten aus Erziehungswissenschaft, Psychologie, Neurowissenschaft, Entwicklungspsychologie, Therapie und Philosophie diskutieren neue Forschungen zur Kreativität und geben Anregungen zur Kreativitätsförderung im pädagogischen Kontext. Mit Beiträgen von: Markus Hengstschläger Klaus K. Urban Eva Dreher Andreas Fink Rainer M. Holm-Hadulla Donata Elschenbroich Margret Rasfeld Ute Lauterbach Anton A. Bucher Mag. Dr. Anna Maria Kalcher, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Mozarteum Salzburg, Lehrende an der Abteilung für Musikpädagogik sowie Mitarbeit im Bereich Evaluierung; Planung und Organisation der Internationalen Pädagogischen Werktagung Salzburg. Prof. Mag. Dr. Karin Lauermann, Direktorin des Bundesinstituts für Sozialpädagogik in Baden; Lehrbeauftragte an den Universitäten Klagenfurt, Graz und Wien; Chefredakteurin von 'Sozialpädagogische Impulse' Baden; Vizepräsidentin der Internationalen Pädagogischen Werktagung Salzburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 136
    Erscheinungsdatum: 25.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783702580230
    Verlag: Verlag Anton Pustet
    Größe: 3537 kBytes
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Die Dynamik der Kreativität

Markus Hengstschläger

Individualität als Erfolgsmotor

Zusammenfassung

Einerseits ist der Mensch nicht auf seine Gene reduzierbar. Er ist das Produkt der Wechselwirkung zwischen Genetik und Umwelt. Andererseits werden zwei Menschen, die genau gleich viel üben, dennoch nicht das gleiche Niveau erreichen. Umgangssprachlich hört man dazu stets: "So etwas hat man eben oder eben nicht!" Für jeden Erfolg gibt es eine besondere Leistungsvoraussetzung - ein oder mehrere Talente. Aber Talent allein ist noch keinerlei Erfolgsgarantie. Vielmehr ist harte Arbeit erforderlich und es gilt, die entdeckten Talente in eine besondere Leistung, in Erfolg umzusetzen.

In diesem Beitrag wird thematisiert, warum Individualität als höchstes Gut anzustreben ist und welchen Beitrag Bildungsinstitutionen zur Förderung individueller Talente leisten können. Frei nach dem Motto: Gene sind nur Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst. Jede Geschichte ist es wert, geschrieben zu werden! Wir brauchen Peaks und Freaks!

Das aktuell Erstrebenswerteste, was man offensichtlich über die (seine eigene) nächste Generation sagen möchte, scheint eher eine Beschreibung idealisierter Unsichtbarkeit zu sein. "Wie geht es dir mit deinem Sohn?", fragt der eine Vater den anderen. Die immer öfter gegebene, weil auch immer öfter gewünschte Antwort darauf: "Meiner? Herrlich, großartig ... so angenehm. Weißt du, wir haben keinerlei Probleme mit ihm ... so angenehm ... der fällt überhaupt nicht auf, immer schön im Durchschnitt. Der ist noch nie unangenehm aufgefallen. Bitte, er ist auch noch nicht besonders angenehm aufgefallen. Hauptsache ist aber doch - nicht auffallen. Das macht doch nur Probleme - für ihn und für uns. Nein, so etwas macht meiner mir nicht!" (Un)auffällig unauffällig - der Traum aller Erziehungsberechtigten, Erziehungsverpflichteten.

Was mich daran stört? Dass diese beiden Väter das größte Kapital für die Zukunft unseres Planeten verschleudern. Sie meinen: Ach was, das größte Kapital sind Rohstoffe und billige Arbeitskräfte? Zugegeben, höre ich auch des Öfteren. Aber wir wissen doch alle, die gehen uns schneller aus, als uns lieb ist. Das größte und einzige Kapital, auf das sich verlässlich und nachhaltig bauen lässt, ist die Individualität unseres Humankapitals.

Ein System, in dem alle Teile möglichst nah an einem gemeinsamen Durchschnitt sind, ist für die Zukunft in keinerlei Weise gerüstet. Selbst wenn man denkt, einen hohen Wert anzustreben. Das Problem ist die fehlende Varianz, fehlende Individualität. Wenn in der Zukunft ein Problem auftaucht, das das System nicht kennt oder eben noch nicht kennt, so wird der Durchschnitt - und in diesem Fall damit alle (weil ja schließlich alle nah am Durchschnitt und daher sehr ähnlich wären) - keinerlei Antwort darauf bieten. Wenn das System aber eine höchstmögliche Streuung aufweist, also von Verschiedenartigkeit und Individualität nur so strotzt, wird vielleicht eine bzw. einer oder auch eine zweite bzw. ein zweiter, mit ihrem bzw. seinem individuellen Ansatz, mit ihren bzw. seinen ganz eigenen Denkmustern eine Antwort finden können. Fragen, die aus der Zukunft auf uns zukommen, die wir heute (logischerweise) noch nicht kennen, werden dann von einem durchschnittsorientierten System beantwortet oder gelöst werden können, wenn sie möglichst nah am Vorstellbaren, Kalkulierbaren, Einschätzbaren und Voraussehbaren sind. Aber was an der Zukunft ist schon wirklich vorstellbar, kalkulierbar, einschätzbar und voraussehbar? Eben.

Sie werden sagen, was soll's? Wer macht das schon? Wer orientiert sich denn schon am Durchschnitt? Das könnte doch nur eine oder einer tun, die bzw. der dumm genug wäre zu glauben, die Fragen der Zukunft heute schon zu kennen. Das könnte doch nur eine oder einer tun, die bzw. der dumm genug wäre zu meinen, heute schon wissen zu können, was wir morgen wirklich brauchen, was

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