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Die Workload im Bachelor: Zeitbudget und Studierverhalten. Eine empirische Studie

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2011
  • Verlag: Waxmann Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Die Workload im Bachelor: Zeitbudget und Studierverhalten.

Ausgehend von drastisch gestiegenen Abbrecherquoten und einer verstärkten Nachfrage nach Studien- und psychologischer Beratung stellt sich die Frage nach den Ursachen für diese Entwicklung, die in der Studie ZEITLast beleuchtet werden sollen. Der Diskurs über den Bachelor ist von widersprüchlichen Behauptungen bestimmt, deren Geltung erst durch empirische Forschung aufgeklärt werden kann. In Zeitbudget-Analysen, Befragungen, Interviews und Zeitmanagement-Seminaren wurde festgestellt, dass die Zeit, die Studierende in das Studium investieren, im Mittel viel geringer ist, als in früheren Befragungen ermittelt wurde, und weit unter den von Bologna geforderten Werten liegt. Studierenden, die über eine zu hohe Belastung klagen, ist in der Regel nicht bewusst, wie wenig Zeit sie für das Lernen aufgewendet haben: Subjektive Wahrnehmung von Lernzeit und tatsächlich investierter Lernaufwand fallen auseinander. Die Studie hat sich auch zu einer Methodenkritik an Befragungen entwickelt, da Befragungen offenbar Ergebnisse erbringen, die durch das Merkmal sozialer Erwünschtheit stark beeinflusst werden. Berücksichtigt wird außerdem der aktuelle Stand im US-amerikanischen Bildungssystem, wo hohe Abbrecherquoten und ein mangelndes "academic engagement" ebenfalls an der Tagesordnung sind. Impulse gibt die Studie für alle im Bildungsbereich Tätigen, die sich nicht mit der vorurteilsbehafteten Kritik am Bachelor-Studium begnügen möchten, sondern die die dahinter stehenden Probleme erkennen und konstruktive Lösungen wie das von den Verfassern vorgeschlagene Modell einer Lehrorganisation mit geblockten Modulen und einem aktiven Selbststudium weiterentwickeln möchten.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 361
    Erscheinungsdatum: 01.01.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830975168
    Verlag: Waxmann Verlag GmbH
    Größe: 5757 kBytes
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Die Workload im Bachelor: Zeitbudget und Studierverhalten.

Beschreibung der untersuchten Studiengänge an der Universität Mainz (S. 279-280)

Lena Groß

Im Wintersemester 2008/09 wurde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Institut für Erziehungswissenschaft das Bachelorstudium eingeführt. Seit diesem Zeitpunkt ist nur noch eine Einschreibung in den Bachelorstudiengang möglich. Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2008/09 begonnen haben, studieren weiterhin im Diplomstudiengang. Daher werden derzeit der Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft und der Bachelorstudiengang Erziehungswissenschaft parallel angeboten. Im Folgenden soll die Struktur beider Studiengänge dargestellt werden:

1. Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft

Die folgenden Ausführungen bezüglich des Diplomstudiengangs Erziehungswissenschaft sind im Wesentlichen, sofern nicht anders gekennzeichnet und abgesehen von den als solchen gekennzeichneten Ergebnissen der ZEITLast-Studie, dem Internetauftritt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz , dem Internetauftritt des Studienbüros Erziehungswissenschaft und der Ordnung für Diplomprüfung in Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Stand vom 28. August 1998, i.d.F. vom 31. März 2006) entnommen.

Allgemeine Informationen zum Studiengang

Der Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft wird an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz seit 1971 angeboten. Das Institut für Erziehungswissenschaft stellt mit insgesamt 1.709 Studierenden in Erziehungswissenschaft und 3.796 Studierenden in den Bildungswissenschaften (Daten aus dem Wintersemester 2009/10, vgl. verwaltung.uni-mainz.de) den zahlenmäßig größten Studierendenanteil am Fachbereich 02 dar. Im Wintersemester 2010/11 sind 1.197 Studierende in einem Studium der Erziehungswissenschaft eingeschrieben, davon studieren 516 im Diplomstudiengang, 187 streben einen Magisterabschluss an und 434 Studierende sind im Bachelorstudiengang immatrikuliert. Weitere 4.979 Studierende sind im Rahmen des Lehramtsstudiums für das Fach Bildungswissenschaften am Institut für Erziehungswissenschaft eingeschrieben.

Studienziele

Das Diplomstudium teilt sich in Grund- und Hauptstudium. In Vorlesungen, Übungen und Seminare werden die Studierenden im Grundstudium in die grundlegenden Theorien und Methoden der Pädagogik eingeführt. Das Hauptstudium soll dazu dienen, die Kenntnisse und Fertigkeit in einem gewählten Schwerpunkt zu vertiefen. Des Weiteren ist im Diplomstudiengang ein erweiterter Praxisbezug durch Exkursionen, Projekte und Praktika vorgesehen (vgl. Die Studierenden sollen befähigt werden, in der pädagogischen Praxis selbstständig Lösungswege für spezifische Einzelfälle zu entwerfen und umzusetzen. Daher wird im universitären Studium der Erziehungswissenschaft an der Universität Mainz ein Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit theoretischen Inhalten und der erziehungswissenschaftlichen Forschung gelegt. Dahingegen ist beispielsweise das Studium der sozialen Arbeit an der Fachhochschule praktischer ausgerichtet und der Fokus liegt eher auf der Vermittlung von Handlungsoptionen für die Praxis.

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