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Freiheit für die Kinder - Freiheit für die Schule von Eichelberger, Harald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2015
  • Verlag: Studienverlag
eBook (ePUB)
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Freiheit für die Kinder - Freiheit für die Schule

PISA hat bewiesen: Unsere Schulen bedürfen einer Reform. Um unsere Schulen im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig und erfolgreich werden zu lassen, braucht es innovative Entwicklungsstrategien. In einer erfolgreichen Schule müssen sich Schülerinnen und Schüler frei entfalten können, um gefestigte und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten zu werden. Individuelle Begabungen müssen stärker gefördert werden. Dafür ist es notwendig, neue Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich der Pädagogik in die moderne Unterrichtsgestaltung mit einzubeziehen. 'Freiheit für die Kinder - Freiheit für die Schule' gibt praktische Hinweise für einen zeitgemäßen Unterricht mit dem Ziel, eine konstruktive und richtungsweisende Schulentwicklung zu ermöglichen.

Der Autor: Harald Eichelberger, Dr., ist als Koordinator des europäischen Masterstudiums 'Bildungsmanagement und Schulentwicklung' an der Pädagogischen Akademie des Bundes in Wien und als Dozent am Pädagogischen Institut der deutschen Sprachgruppe in Bozen für Unterrichts- und Schulentwicklung tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 19.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783706558044
    Verlag: Studienverlag
    Größe: 2100 kBytes
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Freiheit für die Kinder - Freiheit für die Schule

Daniela M. I. Pichler-Bogner
Freiheit zur Entwicklung in der frühen Kindheit

"Es ist die Qualität des Zusammenspiels zwischen den Erwachsenen, die einen bestimmten Ton setzt und über die Atmosphäre (...) entscheidet." 1

Jesper Juul

Die Bedeutung geeigneter Bedingungen für die Entwicklung von Säuglingen und kleinen Kindern bis zum Alter von drei Jahren wird uns seit vielen Jahren von unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen nachweislich belegt. Die Auswirkungen der frühkindlichen Erfahrungen für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung und nachhaltige Zufriedenheit auf psychischer, physischer, sozialer wie infolgedessen auch ökonomischer Ebene sind offensichtlich. Voraussetzend darf angenommen werden, dass alle Kinder mit einem Entwicklungspotential auf die Welt kommen, aus dem sie schöpfen, das sie unter geeigneten Bedingungen und in ihrem Zeitmass Wachstums fördernd zur Entfaltung bringen können.

Spezifische Entwicklungsschritte entsprechen den sensomotorischen Bedürfnissen, d.h. durch ausreichende Gelegenheiten, in einer entsprechend anregenden Umgebung aus eigener Initiative sensorisch und motorisch tätig werden zu können, entfalten sich die für diese Zeit zum Reifen angelegten Gehirnstrukturen bestmöglich. Durch eigenständige Aktivität ist es dem kindlichen Organismus möglich, sein äußeres und inneres Gleichgewicht zu bewahren, sich Herausforderungen selbständig zu suchen, sich dabei weder zu unter- noch zu überfordern und dadurch Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Die Erkenntnisse der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler - Gründerin und Leiterin des Säuglingsheims Lóczy, dem Pikler-Institut in Budapest - bieten eine Grundlage, um in der Praxis geeignete Möglichkeiten für die Entwicklungsbedürfnisse von Kindern in den ersten drei Lebensjahren anzubieten. Denn diese Entwicklungsphase unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von derjenigen von Kindern zwischen drei und sechs Jahren.
Autonome Bewegungsentwicklung

Emmi Pikler hat durch jahrzehntelange Beobachtungen feststellen können, dass jedes gesunde Kind die Fähigkeit in sich trägt, seine Bewegungsentwicklung selbständig zu steuern. Das heißt, dass es nicht notwendig ist, ein Kind in Positionen zu bringen, damit es diese erlernt. Im Gegenteil: All diese 'Hilfen' vermitteln dem Kind die Erfahrung, dass etwas nicht überein stimmt mit seinem eigenen Gefühl. Denn jede dieser vom Erwachsenen vorweg genommen Positionen führen beim Kind zu einem physischen und - in weiterer Folge - oft zu einem psychischen Ungleichgewicht. Kinder lernen von selbst sich auf den Bauch drehen, sitzen, stehen oder gehen.

In der Rückenlage hat das Neugeborene die besten Möglichkeiten, sich und die Umgebung zu entdecken, ohne dabei vorzeitig zu ermüden. Der Kopf lässt sich in der Rückenlage mühelos nach links und rechts drehen, die Bewegungsfreiheit der Beine ist gewährleistet und es lernt seine Hände kennen - ein Prozess, der drei, vier Monate in Anspruch nimmt: Zu erfahren, dass diese Hände zu mir gehören, bedeutet auch, zu wissen, wie ich sie dann einsetzen kann - die Voraussetzung, um Gegenstände ergreifen, berühren, mit ihnen hantieren zu können.

Aus der Rückenlage entwickelt das Kind jede weitere Bewegung - die Beine aufstellen, sich auf die Seite drehen, nach links, nach rechts und von da in die Bauchlage. Viele der wichtigen Übergangspositionen werden auf diese Art und Weise von den Kindern erarbeitet - jeder Positionswechsel wird so lange vorbereitet und geübt, um dann z.B. im seitlichen Ellbogenstütz oder im abgestützten Seitsitz sicher und im Gleichgewicht zu spielen.

Aufgrund all dieser Zwischenpositionen erwirbt das Kleinkind Vertrauen in seine motorischen Fähigkeiten, Sicherheit und Geschmeidigkeit in der Bewegung. Noch bevor es zum freien Sitzen kommt, erfährt es die vielfältigsten Fortbewegungsmöglichkeiten auf dem Bauch und auf dem Rücken. Ein selbständig zum Sitze

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