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Lehrer unter Druck Arbeitsplatz Schule: zwischen Sokrates und Sozialarbeit

  • Erscheinungsdatum: 23.07.2010
  • Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
eBook (ePUB)
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Lehrer unter Druck

Das Buch 'Lehrer unter Druck' beschreibt differenziert und praxisnah die Situation eines ganzen Berufsstandes: der Lehrer. In einer reformbedürftigen Umgebung setzen sie den Bildungsauftrag von Schule tagtäglich um. Die Erwartungen, was sie dabei zu leisten haben, sind ebenso vielfältig wie hoch. Im Fokus von Medien, Öffentlichkeit und Politik sollen Lehrer ihre Schüler für eine multikulturelle, globale und mobile Gesellschaft befähigen. Mitten im System Schule sind sie dabei die am leichtesten fassbaren Adressaten für Kritik von außen. Druck auf die Schule bedeutet deshalb immer auch Druck auf die Lehrer. In der vorliegenden Publikation berichten Lehrer und Schulleiter von ihren Erfahrungen innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers. Bildungsexperten aus dem In- und Ausland zeigen mögliche Lösungsansätze für schulische Entwicklung in einer sich immer schneller wandelnden Gesellschaft. Schüler-, Eltern- und Gewerkschaftsvertreter formulieren ihre Sicht auf den gesamten Bildungssektor, in dem Unterrichtsmethoden ebenso wie Lehreraus- und -fortbildung schon lange nicht mehr den veränderten Anforderungen genügen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 276
    Erscheinungsdatum: 23.07.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867931960
    Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
    Größe: 336 kBytes
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Lehrer unter Druck

Vom Versagen zum Erfolg: Die Rolle der Schulinspektionen bei der Verbesserung von Schulen Timothy Key Überblick

Einer der wesentlichen Erfolge der englischen Behörde für Bildungsstandards (Ofsted - Office for Standards in Education) innerhalb der letzten zehn Jahre war die Identifizierung und Verbesserung von Problemschulen ("Failing Schools") im eigenen Land. Dieser Beitrag, geschrieben von einem Schulinspektor, beschreibt die Kriterien, nach denen englische Schulen bewertet werden, nennt die kennzeichnenden Merkmale "schlechter" Schulen und arbeitet heraus, was diesen Schulen bei ihrer Verbesserung und Fortentwicklung helfen kann. Einleitung

Auch noch die schwächsten Schulen eines Landes verbessern zu wollen ist eine wichtige, aber auch schwierige Aufgabe, die in einigen Fällen zudem ein langwieriges Unterfangen bedeutet. In England hat man erkannt, dass die schulischen Leistungen aller Schüler verbessert werden müssen, wenn das Niveau des eigenen Bildungssystems im internationalen Vergleich verbessert werden soll. Ebenso deutlich war auch die Erkenntnis, dass die Schülerleistungen an Englands schwächsten Schulen einen ernsten Grund zur Sorge bedeuten. Seit September 1993 müssen alle Schulinspektoren melden, wenn sie im Rahmen ihrer Inspektionen feststellen, dass eine Schule den notwendigen Anforderungen nicht mehr genügt und für diese Schule "besondere Maßnahmen" ergriffen werden müssen. Der Status "besondere Maßnahmen erforderlich" bedeutet zunächst nur, dass für eine Schule die höchste Dringlichkeitsstufe in Sachen Verbesserungsbedarf besteht. Er umfasst inhaltlich noch keine konkreten Maßnahmen, da diese von Schule zu Schule verschieden sind. Eine genauere Erläuterung zur Einstufung in diese Kategorie erfolgt etwas später. Die Kriterien dafür, dass eine Schule nicht in der Lage ist, ihren Schülern akzeptable Bildungsstandards zu bieten, sind seitdem klar definiert. Auch der Begriff "Failing" ist mittlerweile als Terminus in der Gesetzgebung verankert. Er bezieht sich jedoch ausschließlich auf die Schulen und Colleges, nicht aber auf Lehrer oder Dozenten - denn die Verantwortung für die Lehrer liegt bei den Schulen und nicht bei Ofsted. Die Entscheidung, ob im Fall einer Schule besondere Maßnahmen erforderlich sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst einmal führt in der Regel nicht nur ein Faktor zu einer solchen Entscheidung. Es gibt jedoch typische Merkmale in Bezug auf die erreichten Bildungsstandards, die die Durchführung gesonderter Maßnahmen indizieren. Dazu gehören u. a. ein grundsätzlich geringes Leistungsniveau, geringe Lernfortschritte, auf breiter Ebene nicht zufrieden stellender Unterricht, schlechtes Benehmen der Schüler und auch schwache Managementleistungen von Seiten der Schulleitung. Wird eine Schule als schlecht eingestuft, hat sie 40 Arbeitstage für die Vorbereitung eines Aktionsplans, in welchem sie darlegt, wie sie den im Inspektionsbericht aufgeführten Schwachstellen und Defiziten begegnen will. Der Aktionsplan muss dem Staatssekretär und der Schulinspektion vorgelegt werden. Die Kommunalbehörde hat dann weitere zehn Tage Zeit, innerhalb derer sie den Aktionsplan kommentieren und ihre eigene Vorgehensweise erläutern kann. Sie muss u. a. angeben, inwieweit von Behördenseite aus Handlungsbedarf besteht und welche zusätzlichen Anstrengungen die Behörde hinsichtlich der Problemschule unternehmen muss. Die Führungseigenschaften und Managementqualitäten des Schulleiters haben entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit einer Schule. Müssen im Fall einer Schule besondere Maßnahmen ergriffen werden, ist häufig mangelnde Führung einer der Gründe, die maßgeblich dazu beigetragen haben. Werden wirklich Führungsdefizite festgestellt, hat das in der Regel zur Folge, dass der Schulleiter abwägt, ob er über die notwendigen Fähigkeiten zur Verbesserung

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