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Oberösterreichs Lehrkräfte und mobile Medien Eine empirische Analyse der Medienkompetenzausrichtung von Lehrenden an oberösterreichischen Schulen hinsichtlich mobiler Medien, wie Smartphones und Tablet-PCs von Murauer, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2013
  • Verlag: GRIN Verlag
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Oberösterreichs Lehrkräfte und mobile Medien

Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Pädagogik - Medienpädagogik, Note: 1,2, Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (Fort- und Weiterbildung), Sprache: Deutsch, Abstract: Smartphones und Tablet-PCs sind Dank der technischen Entwicklungen in den letzten Jahren zu universellen medialen Werkzeugen und zu unverzichtbaren, ständigen Begleitern geworden, die auch immer öfter im schulischen Alltag Einzug finden. Das Lernen mit Smartphones und Tablet-PCs stellt eine Steigerungsstufe des CBL (computer based learning) dar und wird immer mehr auf kleineren und leistungsfähigeren Endgeräten möglich. Mobiles Lernen soll auf keinen Fall den klassischen Unterricht ersetzen, sondern ihn viel mehr sinnvoll unterstützen und erweitern. Mobilität beim Lernen ist mit Zeitersparnis und erhöhter Flexibilität durch Loslösung von Ort und Zeit gleichzusetzen. Um die Vorteile, Möglichkeiten und Chancen des mobilen Lernens nutzen zu können, ist seitens der Lehrerinnen und Lehrer eine entsprechende Medienkompetenz, bezüglich Smartphones und Tablet-PCs, gefragt. Welche Einteilung, bezüglich der Medienkompetenz von mobilen Medien, wie Smartphones und Tablet-PCs, kann bei den oberösterreichischen Lehrkräften getroffen werden? Fühlen sich die Lehrpersonen für die neuen Geräte kundig oder fehlen ihnen die nötigen Kompetenzen? Haben sie schon Pläne und Ideen für den zukünftigen didaktischen Einsatz dieser mobilen Medien oder ist die digitale Kluft zu ihren Schülerinnen und Schülern doch unüberwindbar? Im Rahmen dieser Masterthesis werden zunächst die Begriffe der Medienpädagogik und Mediendidaktik, im Zusammenhang mit mobilen Medien, näher betrachtet. Dabei wird auch der geschichtlichen Entwicklung und den zukünftigen Perspektiven dieser Technologien Rechnung getragen. In weiterer Folge erfolgt die theoretische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Definitionen von Medienkompetenz. Motivation hierfür war die uneinheitliche Interpretation dieses Begriffes. Der theoretische Teil schließt mit einer Studien- und Projekterhebung für Österreich ab. Für die Forschung wurden verschiedene Clusteranalyseverfahren in mehreren Stufen eingesetzt, um zu den Ergebnissen zu gelangen. Aufgrund dieses Datenmaterials wurden entsprechende Analysen mit deskriptiven Verfahren und Interpretationen ausgeführt. Dies ermöglichte eine Aussage betreffend der Medienkompetenzausrichtung oberösterreichischer Lehrkräfte. Abschließend erfolgte ein zusammenfassender Rückblick auf die gewonnenen Erkenntnisse dieser Arbeit.

Dipl. Päd. Ing. Dr. Robert Murauer, MSc BEd ist am 28.07.1966 in Schenefeld bei Hamburg geboren, verheiratet mit einer Psychologin und Vater einer Tochter (2001) und eines Sohnes (2004). BERUFLICHER WERDEGANG: 1987 Abschluss der Höheren Technische Bundeslehranstalt Braunau am Inn 1988 stellvertretender Leiter einer ortsfesten Radarstation beim BMLV 1991 Techniker am Institut für Maschinenbau der JKU 1994 EDV-Techniker an einer neurologischen Abteilung 1998 EDV-Techniker bei einem österreichischen Medizinproduktevertrieb 2000 Lehrer an der Berufsschule Attnang (bis dato) 2004 Abschluss zum Diplom-Pädagogen für das Lehramt 'Mechatronik' 2010 Studium an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz 2013 Promotionsstudium an der Universität Hamburg 2017 Promotion zum Dr. phil. SONSTIGES: 1994 Ausbilderprüfung (Berechtigung zur Lehrlingsausbildung) 2007 Entwicklung des Unterrichtsmodells 'Geführtes Lernen' 2012 Referent am Kongress Learntec 2012 in Karlsruhe 2012 Referent auf der eDidaktik Fachtagung in Wien mehrjährige, berufsbegleitende Tätigkeit in der Erwachsenenbildung AUSZEICHNUNGEN: 2009 Verleihung des eLearning Awards 'Lörnie 2009' (bm:ukk) 2010 Verleihung des eLearning Awards 'Lörnie 2010' als Sonderpreis (bm:ukk) 2010 Verleihung des IMST-Awards (bm:ukk)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 143
    Erscheinungsdatum: 14.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656445920
    Verlag: GRIN Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V229447
    Größe: 5910kBytes
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Oberösterreichs Lehrkräfte und mobile Medien

2. Die Rolle der Medienkompetenz in Bezug auf das Kompetenzprofil

2.1. Kompetenzprofil Lehrender

Heutzutage werden an die Lehrkräfte verschiedenste Erwartungshaltungen gestellt, die von ihnen entsprechende Qualifikationen und Kompetenzen erfordern. Die OECD (2005) definiert den Begriff Kompetenz als die Fähigkeit komplexe Anforderungen, durch den Einsatz von psychosozialen Ressourcen, bewältigen zu können
(vgl. Gapski 2006, S. 16).

Das Aufgabengebiet von Lehrkräften geht weit über die bloße Vermittlung von Wissen hinaus. Dass es dabei verschiedene Betrachtungen des Kompetenzprofils von Lehrenden, wie jene von Bauer, Arning oder Lipowsky, gibt, wird von Gräbner (2006, S. 8) aufgezeigt. Gräbner beschreibt die von Bauer (2002) geforderte Kompetenz als die Fähigkeit des Steuerns und Moderierens des Lernprozesses und das Verfügen über ein implizites professionelles Wissen und über ein ausgeprägtes pädagogisches Handlungsrepertoire. Zum Tätigkeitsfeld von Lehrerinnen und Lehrern gehören nach Nieke (2002, S. 16) auch das Beurteilen von Leistungen, die Durchführung von Erziehungsaufgaben sowie die Beratungen und das Setzen von Innovationen dazu - und dies alles sachgerecht, situationsangemessen und verantwortungsvoll.

Arning (2000) zählt, wie Gräbner (2006, S. 8) im Weiteren anführt, ähnliche Kompetenzen wie Bauer auf, die er jedoch anders bezeichnet. Für Arning sind die berufstypischen Kompetenzen von Lehrkräften, die Selbstverantwortungskompetenz (die kritische Reflexion des eigenen Denken und Handelns), die fachliche Kompetenz, die Organisationskompetenz und im Wesentlichen die spezielle pädagogische Handlungskompetenz wichtig.

Petko (2012, S. 37) führt an, dass sich die didaktische Kompetenz, nach einen Vorschlag von Shulman (1986), aus einer Verknüpfung von fachlichem Inhaltswissen und einem allgemeinen pädagogisch-didaktischen Wissen zusammensetzt, welches Shulman als pädagogisches Inhaltswissen bezeichnet. Für Dubs (1995, S. 19) hingegen sind Lehrkräfte kompetent, wenn eine genügend fachwissenschaftliche Basis, ein breites pädagogisches Wissen, ein Wissen über die Abhängigkeiten der Schule zu ihrer Umwelt sowie Kenntnisse über die jeweils zu unterrichteten Schülerinnen und Schüler gegeben sind. Dubs spricht von einer guten unterrichtlichen Basis, wenn eine Lehrkraft diese vier Wissensbereiche sinnvoll miteinander verknüpfen kann.

Bezugnehmend auf Erpenbeck und Sauter (2007) führt Moser (2010b, S. 47) an, dass es bezüglich der Begriffe Qualifikation und Kompetenz Unterschiede gibt die zu beachten sind. Anhand von Tab. 9 stellt Moser die Wesensmerkmale der jeweiligen Ausdrücke gegenüber:

Tabelle 9: Wesensmerkmale Qualifikation versus Kompetenz nach Moser

Dass eine Festlegung der Definition von Kompetenz schwierig ist, hat auch Gapski (2006, S. 15) angemerkt, indem er Erpenbeck (2004) zitierte:

"Wer auf die Kompetenzdefinition hofft, hofft vergeblich" .

Im Weiteren bezieht sich Gapski auch auf einen Ausspruch von Sydow (2003), welcher der Ansicht war, dass ein "...kaum noch zu übersehendes Sammelsurium an unterschiedlichen Begrifflichkeiten, Verständnisweisen, Analyseebenen usw. in den unterschiedlichen Fachrichtungen" vorhanden ist.

Schlussendlich ist aus der Sicht von Gapski Kompetenz bzw. Medienkompetenz ein Komplexbegriff und die scheinbare Griffigkeit steht im umgekehrten Verhältnis zur Operationalisierung und Messbarkeit.

Die Rolle der Medien blieb jedoch bei all diesen Betrachtungen unberücksichtigt bzw. wurde nicht expliziert angeführt.

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