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Pädagogisches Controlling Grundlagen - Notwendigkeiten - Anwendungen von Reimer, Markus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2009
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
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Pädagogisches Controlling

Markus Reimer ist promovierter Diplom-Pädagoge. Er ist Inhaber eines Beratungsinstituts für Controlling und Qualitätsmanagement in sozialen Organisationen und Geschäftsführer eines Weiterbildungsunternehmens.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 255
    Erscheinungsdatum: 05.02.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783531913988
    Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
    Größe: 1921 kBytes
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Pädagogisches Controlling

1 Controlling ad rem (S. 21 - 22)

"Ich bin der Controller, aber das weiß bei uns niemand."

Dieses Zitat stammt von einem Mann, der in seinem Haus die Controller- Funktion ausübt, es aber vermeidet, seinen Bereich auch so zu nennen. Weil es beim Begriff des Controllers heute eben noch zu viele Missverständnisse gibt! (vgl. Deyhle 1998b, S. 103). Controlling hat bei davon "Betroffenen" einen Prozess ausgelöst, der zunächst von Angst getragen war, dann in Überdrüssigkeit überging und bis heute in der Normalisierung endete oder endet.

Die Angst war begründet in der Furcht vor übersteigerter Merkantilisierung und entsprechend einschneidenden Rationalisierungen in allen Bereichen der Arbeitnehmerwelten. Controlling wurde mit Kontrolle über- und gleichgesetzt. Die Überdrüssigkeit schloss sich an als Resultat auf die umfangreiche, subjektiv oftmals sinnlos erscheinende und wiederum subjektiv antizipierte immerwährende Datenerhebung und -sammlung, ohne auf Anhieb Ergebnisse und Folgen dieser Erhebung erkennen zu können. Normalisierung ist bei dem Begriff, dem Wesen und der Praxis des Controllings zwischenzeitlich in vielen Wirtschaftsunternehmen eingetreten: es gehört dazu.

Auch wenn es vielerorts vielleicht noch immer falsch oder zumindest nur teiloptimiert verstanden und durchgeführt wird. Bücherwandweise könnte man Definitionen sammeln, die mehr oder minder relevant den Begriff "Controlling" fixieren. Es ist nicht abwegig, mit Berechtigung einen inflationären Gebrauch des Controlling-Begriffs zu konstatieren. Es wird sozusagen alles "controlled" und Vieles wird unter dem All-Begriff "Controlling" subsumiert. Als Ausgangspunkt der hier anzustellenden Überlegungen und Theorieentwicklungen gilt es eine relativ einfache und allgemeine Definition zu finden. Controlling und Pädagogik passen auf den ersten, vielleicht auch auf den zweiten Blick nicht zusammen.

Und doch soll hier der Versuch unternommen werden, diese scheinbare Kontradiktion "Pädagogisches Controlling" aufzulösen und sogar zu konzeptualisieren. Die Behauptung, Controlling sei nicht gleichzusetzen mit Kontrolle, ist mittlerweile ein Allgemeinplatz. Darauf wird in den folgenden Kapiteln auch nur kurz eingegangen. Die wirtschaftswissenschaftliche Literatur gibt hierzu ausrei chend Antworten. Controlling meint "Steuerung". Dies ist eine in sich einfache Festlegung, die zunächst leicht hinnehmbar erscheint. Jedoch werden durch diese Einfachheit viele näher zu erläuternde Fragen aufgeworfen. Die ersten sich anschließenden und aufdrängenden Fragen lauten:

- Was heißt Steuerung?
- Wer oder was wird gesteuert?
- Durch wen wird dieses "wer oder was" gesteuert?
- Wohin soll gesteuert werden?
- Von wo aus wird gesteuert?
- Wird nur temporär oder andauernd gesteuert?
- Mündet die Steuerung in ein Ziel, in eine Finalität?
- Wie wird gesteuert?

Diese Fragen werden auf der Basis der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur in diesem Kapitel präzisiert, aufgearbeitet und möglichst genau für die dieser Arbeit anstehenden Zwecke beantwortet.

1.1 Was ist und was will Controlling?

Auf die Frage, was Controlling sei, wird berechtigterweise eine eineindeutige definitorische Antwort erwartet. Dies ist in der Theorie keine Schwierigkeit, im Gegensatz zur Praxis: Controlling wurde und wird massenweise definiert, teilweise mit minimalen Nuancen, teilweise mit erheblichen inhaltlichen Unterschieden. Diese begrifflichen Bestimmungen können aber hier nicht umfassend dargestellt und erläutert werden.

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