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Schule sind WIR Bessermachen statt Schlechtreden von Rauscher, Erwin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.08.2012
  • Verlag: Residenz Verlag
eBook (ePUB)
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Schule sind WIR

Schluss mit dem Schlechtreden: Schule geht uns alle an! Schule braucht nicht Besserwisserei von außen, sondern Reform durch Mitgestaltung von innen: SchülerInnen wollen in Augenhöhe lernen; Eltern sind unbezahlte, doch unbezahlbare Mitverantwortliche; LehrerInnen brauchen Wertschätzung für ihren Beruf als Berufung. Aus seiner langjährigen Praxis als Pädagoge und innovativer Schulentwickler zeigt Erwin Rauscher, wie Leben und Lernen in und aus der Schule funktionieren können: Wie sich Lernkultur gestalten lässt - schülernah, vielgestaltig, anspruchsvoll. Wie die Fächer neu gedacht und neu gemacht werden können. Wie Schulautonomie durch Mitverantwortung gelebt und erlebt werden kann. Wie Schuldemokratie durch Vereinbarungskultur wirksam wird. Was es bedeutet, gut leben zu lernen statt nur viel haben zu wollen. Warum Kinder darin gleich sind, verschieden zu sein. Wie Lerngesundheit als Gewaltprävention wirkt. Warum wir kein Entweder-oder von Gesamtschule oder Gymnasium brauchen, sondern zwei Schienen für einen gemeinsamen Weg der Vielfalt. Wie neue Lehrerbildung zum Orientierungsrahmen für Schulreform werden kann. So wird Schule vom Ort, in den man geht, zum Ereignis, das man schafft.

Erwin Rauscher Univ.-Prof. HR MMag. DDr., geboren 1950 in Mauthausen, studierte Mathematik, Philosophie, Psychologie, Pädogogik und Theologie. Als Lehrer, Lehrerbildner, Schuldirektor und Universitätsprofessor initiiert und begleitet er Projekte zu Schulinnovation, Schulentwicklung, Schulmanagement - Themenbereiche, über die er lehrt, forscht und publiziert. 'Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig' (2 Kor 3,6) - jener Leitsatz, der sein pädagogisches Leben bestimmt. Seit 2006 ist er Rektor der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich. Zahlreiche Vorträge im In- und Ausland. Auszüge seiner Reden erschienen in: 'Zwischenrufer. Festschrift für Erwin Rauscher' (Residenz Verlag, 2011). www.ph-noe.ac.at/rauscher

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 14.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783701742943
    Verlag: Residenz Verlag
    Größe: 1582 kBytes
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Schule sind WIR

Zu diesem Buch

Noch ein Buch über die Schule? Nein. Eines für die Schule. Eines gegen das kollektive Raunzen über die Schule. Eines für die wichtigste Ursache von Bildung, das Lernen. Denn Schule sind WIR: Schule geht uns alle an. Sie wird nicht besser durch Strukturreform, nicht durch Polemisieren und Polarisieren, nicht durch Volksbegehren, nicht durch Teacher Bashing. Sie wird besser, indem wir ihr Wert zuschreiben, uns für sie mitverantwortlich fühlen. Ich glaube an die Schule als einen Ort der Bildung für jene Menschen, auf die wir hoffen.
BILDUNG BEGEHRT, WER BILDUNG VEREHRT

Das Ergebnis des österreichischen Bildungsvolksbegehrens 1 ruft weder nach Schadenfreude noch nach Strukturreform. Vielmehr fordert es eine Reform des Bewusstseins und der Akzeptanz für Bildung in einer Schule ein, die Übungsfeld für Mitmenschlichkeit und für Wahrscheinlichkeitsrechnung ist. Die aber auch Ort sozialer Chancengleichheit und begabungsorientierter Chancengerechtigkeit sein muss. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, den Erziehenden Mitverantwortung zu gewähren, die Lernenden neugierig zu machen auf Wissen und Werte und den Lehrenden jene Wertschätzung zu bezeugen, die sie für ihr Tätigsein heute brauchen. Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens und Lebens, vielmehr auch ein Geschehen, in dem Menschen einander bestärken, die Welt zu begreifen, um sie besser zu machen. Dazu braucht es Stimulation, Ethos, Motivation, Geist, "Pädagogische Liebe".
WIE GEHEN WIR MITEINANDER UM?

Im ersten Abschnitt dieses Buches will ich über Leben und Lernen in der Schule schreiben: Sie ist nicht nur ein Ort, in den man geht, sondern ein Ereignis, das man schafft: In seinem UNESCO-Bericht zur Bildung für das 21. Jahrhundert hat Jacques Delors, wohl einer der politisch einflussreichsten Gründungsväter des modernen Europa, die Lernfähigkeit als unseren größten verborgenen Schatz und Reichtum benannt. 2 Erziehen und Bilden heißt, junge Menschen mündig zu machen für ein Leben innerhalb der Gesellschaft und ihrer Normen, gleichzeitig für ein positives Einflussnehmen auf den Ist-Zustand gesellschaftlicher Verhältnisse mit dem Ziel, diese zu verbessern, also das überlieferte Wissen der Welt kennen und wertschätzen zu lernen und es zum Guten weiterzuführen. Schule hat den Auftrag, diese Freiheit aktiv zu "entbergen" durch Erkennen von Tradition und Schaffen von Innovation, um den Schatz dieses Weltwissens zu hüten und zu vermehren.
WIE, WO, WAS, WOFÜR UND WANN LERNEN WIR?

"Wo lernen wir"?, fragt Erich Fried, "Wo lernen wir leben und wo lernen wir lernen und wo vergessen um nicht nur Erlerntes zu leben"? 3 Niemand lernt umsonst, niemand lernt etwas umsonst. Manche aber tun es falsch, auch abseits psychologischer Lernhilfen. Lernte man früher für das Leben, so ist heute das ganze Leben ein ständiges Lernen geworden, das seinerseits gelernt sein will. Wurde noch dem "alten Fritz" das Wort in den Mund gelegt: "Lernen sie zuviel, so laufen sie in die Städte und wollen Sekretäre und so'n Zeugs werden. Der Sohn eines Spritzenmeisters soll nicht studieren, sondern spritzen!" 4 , so wissen wir heute, dass Lernfähigkeit eine hohe Gabe darstellt und Lernwilligkeit zu einer großen Aufgabe geworden ist, die es im Geschehen der Schule zu vermitteln und zu erwerben gilt. Lehren und Lernen heißt, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln und anzueignen, um sie anzuwenden zum Sinn und zum Nutzen des Lebens und Tuns. Schule "entbirgt" diese Freiheit durch variable und dialogische Formen einer neuen Lernkultur, um den Schatz unserer österreichischen Kultur und der Kulturen der Welt zu erwerben und zu vergrößern.

"Wo lernen wir klug genug sein die Fragen zu meiden die unsere

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