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Authentische Aufgaben im theoretischen Bereich von Instruktions- und Lehr-Lern-Forschung von Kuhn, Jochen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.05.2010
  • Verlag: Vieweg+Teubner (GWV)
eBook (PDF)
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Authentische Aufgaben im theoretischen Bereich von Instruktions- und Lehr-Lern-Forschung

Jochen Kuhn stellt einen Ansatz zum aufgabenorientierten Lernen mit kontextorientierten Aufgabenstellungen zu Zeitungsartikeln im Physikunterricht vor. Die empirischen Ergebnisse zeigen neben der schulartübergreifenden Effektivität sowie einer zeitlichen Nachhaltigkeit von 'Zeitungsaufgaben' auch Optimierungsmöglichkeiten dieser Lernmedien. PD Dr. habil. Jochen Kuhn wurde vom Fachbereich Natur- und Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau im Fachgebiet Didaktik der Physik habilitiert. Seine Arbeitsgebiete in der Physikdidaktik sind die Entwicklung einer neuen Aufgabenkultur und fachübergreifender Unterrichtskonzeptionen zum Physikunterricht sowie die theoriegeleitete empirische Lehr-Lern-Forschung in Schule und Hochschule.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 378
    Erscheinungsdatum: 30.05.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834896575
    Verlag: Vieweg+Teubner (GWV)
    Größe: 9317 kBytes
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Authentische Aufgaben im theoretischen Bereich von Instruktions- und Lehr-Lern-Forschung

Kapitel 5: Nachhaltige Dissemination - Ein regionales LehrerBildungs-Netzwerk (S. 277-278)

In den vorangehenden Kapiteln standen zunächst die Entwicklung des MAI-Ansatzes als Rahmentheorie sowie die Implementation und differenzierte Analyse von Zeitungsaufgaben als ein praktikables und flexibles MAI-Lernmedium im Zentrum dieser Arbeit. Die dabei analysierten positiven Effekte geben Grund zum Optimismus hinsichtlich eines erfolgreichen Einsatzes von MAI und einer damit verbundenen Verbesserung des Physikunterrichts. Allerdings werden die daraus resultierenden Chancen nur dann zur Erhöhung der Lernwirksamkeit und Lernmotivation im alltäglichen Physikunterricht beitragen, wenn es gelingt, das Lernmedium auch wirklich nachhaltig in die Unterrichtspraxis zu verankern.

Dieser Aspekt wurde bis vor kurzem in der fachdidaktischen und pädagogisch-psychologischen Lehr-Lern-Forschung stark vernachlässigt, sodass bis in jüngster Vergangenheit kaum eine nachhaltige Implementation erfolgreicher Konzepte aus der fachdidaktischen Unterrichtsforschung in die Unterrichtspraxis gelungen ist (Eilks et al., 2005, Fischer &Wecker, 2006). Dies bedeutet für den vorliegenden Fall dieser Arbeit einerseits, dass Effektivität und Chancen des MAI-Ansatzes den für die Gestaltung des Unterrichtsalltags Verantwortlichen, nämlich den Lehrern, kommuniziert und einsichtig gemacht werden müssen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits durch die symbiotisch-partizipative Implementationsstrategie gelungen.

Für eine nachhaltige Dissemination ist dieser Schritt infolge der Dynamik von Unterrichtspraxis und Unterrichtsforschung allerdings nicht ausreichend. Den Entwicklungen in beiden Bereichen muss durch deren kontinuierliche, wechselseitige Vernetzung Rechnung getragen werden. Über die Realisierung einer solchen dynamischen Vernetzungsstruktur in Form eines lernenden und forschenden LerhrerBildungs-Netzwerk (LeBi-Net) auf regionaler Ebene wird in diesem Kapitel ausgehend von der in Kapitel 4 dargestellten Forschungsorientierung berichtet. Nach den verschiedenen Abstimmungsmaßnahmen sowie deren Integration im Rahmen von LeBi-Net werden zudem ein zur Analyse einer spezifischen Maßnahme entwickeltes Evaluationsinstrument vorgestellt sowie bisher daraus resultierende, aktuelle Ergebnisse präsentiert.

5.1 Ausgangspunkt 'Forschungsorientierung': Von empirischer Unterrichtsforschung zu einem regionalen LehrerBildungs-Netzwerk

Die Implementation von MAI in Kapitel 3 orientierte sich an einer symbiotischpartizipativen Implementationsstrategie. Diese Vorgehensweise erfüllt sowohl die aus der Lernpsychologie heraus gestellte Forderung nach einem integrativen Forschungsansatz (Stark, 2004, Stark & Mandl, 2007) als auch den Ruf nach einer stärkeren Forschungsorientierung resultierend aus Analysen der federführenden Stellungnahmen zur Lehrerbildung:

Die Gutachten und Expertisen der Hochschulrektorenkonferenz (s. Fußnote 2), der Kultusministerkonferenz (Terhart, 2000), des Wissenschaftsrates (s. Fußnote 3), mehrerer Bundesländer (s. Fußnote 4) und Verbände (z.B. DPG, 2006, DMV, GDM & MNU, 2007) stellen als gemeinsame und zentrale Forderung eine verstärkte Forschungsorientierung als essentiellen Bestandteil der Lehrerbildung in allen Phasen heraus. Diese Forderung wurde zudem in dem KMK-Beschluss über die Standards in der Lehrerbildung für die Bildungswissenschaften explizit als Kompetenz verankert (KMK, 2004).

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