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Bilingualer Geschichtsunterricht Didaktik und Praxis von Maset, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.06.2015
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (ePUB)
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Bilingualer Geschichtsunterricht

Der Bilinguale Geschichtsunterricht findet an immer mehr Schulen in ganz Deutschland statt. Dass Geschichte zumindest zeitweise auf Englisch unterrichtet wird ist also ein Erfolgsmodell, dessen Ergebnisse allerdings aus fachdidaktischer Sicht kaum untersucht und teils fragwürdig sind. Dieses Buch zeigt anhand von Unterrichtsbeispielen wie moderner bilingualer Geschichtsunterricht auf Grundlage der historischen Fachdidaktik gelingen kann, welche Vor-, aber auch welche Nachteile diese Unterrichtsform mit sich bringt, und wie Lehrende die unterschiedlichen Methoden im Stile eines Method Guide effizient nutzen können.

Dr. Michael Maset ist Gymnasiallehrer in Kassel und war Fortbildner für kompetenzorientierten Unterricht in Hessen sowie Regionalkoordinator der Lehrerfortbildung in Nordhessen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 17.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170292567
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 6204kBytes
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Bilingualer Geschichtsunterricht

2 Was ist guter bilingualer Geschichtsunterricht?

Ist guter bilingualer Geschichtsunterricht eine Kombination von gutem Geschichts- und gutem Fremdsprachenunterricht? Ein Blick auf die in den Kerncurricula und Bildungsstandards der Länder ausgewiesenen Kompetenzbereiche ergibt wenige Berührungspunkte. Die Kompetenzbereiche der modernen Fremdsprachen und des Fachs Geschichte haben erst einmal wenig miteinander zu tun. Verknüpfungen fach- und fremdsprachenspezifischer Kompetenzen sind eher auf der Ebene der übergeordneten Bildungsziele ersichtlich: Weiterhin sind Fremdverstehen und Perspektivenübernahme wichtige Bestandteile im legitimatorischen Diskurs beider Fächer. Das mittlerweile transkulturelle Lernen wird im Kerncurriculum der modernen Fremdsprachen als eigener Kompetenzbereich ausgewiesen. Wenn man davon ausgeht, dass die Fremdsprache und die Schulsprache Deutsch nur die Lernmedien darstellen, sollten Vorstellungen von gutem Geschichtsunterricht auch für bilingualen Geschichtsunterricht Gültigkeit besitzen.
2.1 Was ist guter Geschichtsunterricht?

Die Frage nach der Qualität von Geschichtsunterricht wird in den letzten Jahren und in Verbindung mit der Kompetenzmodelldebatte wieder stärker in der deutschen Geschichtsdidaktik diskutiert (Meyer-Hamme/Thünemann/Zülsdorf-Kersting 2012). Aus schulischer Sicht ist eine Rückbesinnung auf dieses Kerngeschäft sehr zu begrüßen. Ausschlaggebend dafür war die Analyse von videografierten Unterrichtslektionen aus der Schweiz, die im Rahmen eines empirischen Forschungsprojektes entstanden (Gautschi u. a. 2007). Guter Geschichtsunterricht kann viele Ausprägungen haben (Gautschi 2009), er ist laut Gautschi, Bernhardt und Mayer (2012, S. 328) dann gut, wenn Schüler/innen "anhand von fachspezifisch bedeutsamen Inhalten und Themen mittels eines Unterrichtsprozesses, der den Ansprüchen der Bezugswissenschaften entspricht, relevantes geschichtliches Wissen und für historisches Lernen grundlegende Kompetenzen sowie Überzeugungen erwerben und ausdifferenzieren". Wenn sich Gütekriterien identifizieren lassen, die es erlauben, die spezifische fachliche Qualität des Unterrichts zu identifizieren, zu beschreiben und zu beurteilen, dann kann auch die Frage der Besonderheit des Geschichtsunterrichts beantwortet werden (Gautschi 2009, S. 88). Gautschi, Bernhardt und Mayer haben 18 Prinzipien guten Geschichtsunterrichts identifiziert. Diese stellen keinen Maßnahmenkatalog dar, der in jeder Unterrichtsstunde oder -einheit umgesetzt werden kann und soll. Sie bilden einen orientierenden Rahmen und sollen dabei helfen, die tägliche Praxis zu verbessern, indem sie das Wesentliche von gutem Geschichtsunterricht benennen. Für Gautschi manifestiert sich das Fachspezifische des Geschichtsunterrichts in spezifischen Themen und Inhalten sowie darin, dass in ihm historisches Denken gelernt wird. Dementsprechend sieht er im Lerngegenstand und in der Nutzung, also im Umgang der Schüler/innen mit dem Lerngegenstand das eigentlich Fachspezifische, während die Prozessstruktur des Geschichtsunterrichts zwar fachspezifische Eigenheiten aufweise, sich aber insgesamt nicht grundlegend von vielen anderen Schulfächern unterscheide (Gautschi 2009, S. 96). Kristina Lange hat darauf hingewiesen, dass sich das 18. Prinzip guten Geschichtsunterrichts, das Strukturiertheit und Klarheit als fachunspezifisches Qualitätsmerkmal ausweist, durchaus in eine fachbezogene Kategorie zur Beschreibung von Geschichtsunterricht transformieren lässt, wenn fachbezogene Strukturierungskonzepte hinzugezogen werden (Lange 2012). Neben inhaltsbezogenen Strukturierungskonzepten (Darstellungsprinzipien: chronologisches Verfahren, Längsschnitt, Querschnitt, Fallanalyse) und unterrichtsmethodischen Strukturierungskonzepten (Zugriffe: problemorientierter und handlungsorientierter Geschichtsunterricht) sp

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