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Der Vielfalt Raum geben: Möglichkeiten zum Umgang mit individuellen Ressourcen im Unterricht von Stenz, Mario (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2015
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Der Vielfalt Raum geben: Möglichkeiten zum Umgang mit individuellen Ressourcen im Unterricht

In weiten Teilen des Bildungssystems werden traditionsbedingt die sprachlichen sowie mathematisch-logischen Fähigkeiten als herausragende Merkmale der Menschen favorisiert und das Handeln der darin tätigen Akteure nach diesem monopolistischen Modell ausgerichtet. - Dieser vom Autor als verbesserungswürdig erachtete Befund der pädagogischen Vereinseitigung, hat den Anstoß für die vorliegende Untersuchung gegeben. In ihr wird ein Unterrichtsentwurf theoretisch begründet, geplant, durchgeführt und kritisch reflektiert, der darauf abzielt, die vielfältigen Fähigkeiten und menschlichen Ressourcen wahrzunehmen, wertzuschätzen und im Unterrichtsgeschehen zur Geltung zu bringen. Die Studie stützt sich in ihrer didaktischen Unterrichtsplanung auf die 'Theorie der multiplen Intelligenzen' nach Howard Gardner und versucht ihre pädagogischen Implikationen praktisch auszuloten. Den Leser erwartete dabei nicht nur eine alternative Sicht- und Herangehensweise auf die Gestaltung von Unterricht, sondern vielleicht auch einen anderer Blick auf die Menschen und ihre 'verborgenen' Fähigkeiten im Alltag.

Mario Stenz (Dipl-Päd.) wurde 1978 in Koblenz geboren. Sein Studium der Bildungswissenschaften an der Universität Koblenz-Landau beendete er 2009 erfolgreich. Inhaltlicher Schwerpunkt seines Studiums war, neben der Fachrichtung Erwachsenenbildung und Sport, die bildungstheoretische Denktradition seit der Antike bis in die Postmoderne und das Fach Philosophie. Sein anschließendes Zweitstudium für das Lehramt für die Realschule Plus mit den Fächern Wirtschaft und Geschichte, beendete er nach vier Semestern aus Gründen der Neuorientierung zugunsten des Quereinstiegs für das Lehramt an berufsbildenden Schulen, wo er seit 2011 die Fächer Ethik und Pädagogik unterrichtet. Die vorliegende Studie ist aus den persönlichen Unterrichtserfahrungen entstanden.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 116
    Erscheinungsdatum: 01.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842839007
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 7372kBytes
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Der Vielfalt Raum geben: Möglichkeiten zum Umgang mit individuellen Ressourcen im Unterricht

Textprobe: Kapitel 2.3.1, Didaktisch-methodische Folgerungen aus der MI-Theorie: A: Intelligenzen kennenlernen: Eine erste Konsequenz aus der MI-Theorie ist, das die Lerner Informationen über die Intelligenzen erhalten und in einem Testverfahren herausfinden können, welche Potentiale es gibt bzw. welche Stärken sie haben und wie diese eingesetzt werden können. D. h., die Lerner werden über ihre Fähigkeiten 'aufgeklärt' und gewinnen so metakognitiv eine neue Sichtweise auf sich und ihre vorhandenen und möglichen Potentiale im Sinne eines 'Intelligenzprofils.' Wichtig ist dabei zu betonten, dass den Lernern auch dargelegt werden soll, dass keine Intelligenz statisch ist und gefördert werden kann und jeder ein einmaliges, aber veränderbares Intelligenzprofil besitzt, um mögliche Intelligenz-Etikettierungen und ein fixes Selbstverständnis zu umgehen. B. Lernerzentrierung: Aufgrund der verschiedenen Potentiale der Lerner stehen diese und ihre Fähigkeiten im Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens. Aus der MI-Theorie folgt also aufgrund der Intelligenzorientierung eine 'Schülerzentrierung' durch die die Lernwege und Interessen der Lerner mitentscheidend für die Unterrichtsgestaltung werden. Das Individuum und dessen Lernerfolg stehen im Zentrum. Dieser neue Blick der Schülerzentrierung ist auch eine Konsequenz, die von der konstruktivistischen Didaktik in Form der Lern- und Lernerzentrierung didaktisch befürwortet wird. C. Lerninhalte vielfältig aufbereiten: Aus der MI-Theorie folgt für die Lehrerperson, will man den Intelligenzen gerecht werden, dass in der Unterrichtsvorbereitung der 'Lernstoff methodisch vielfältig' aufbereitet wird, um auf diesem methodisch mehrperspektivischem Wege die einzelnen Intelligenzen anzusprechen und die Kompetenzen zu fördern. Ferner können, da bei vielen Tätigkeiten auch mehrere Intelligenzen beteiligt sind, die Lerninhalte so aufbereitet werden, dass gleichzeitig eine Kombination von Intelligenzen angesprochen wird. Es ist aber zu betonen, dass sich nicht jeder Inhaltsaspekt methodisch für alle Intelligenzen darstellen lässt. D. Inhaltsreduktion: Diese Konsequenz aus der MI kann mit dem Slogan 'Weniger ist mehr' umschrieben werden. D. h., es geht beim Inhaltsaspekt des Lernens nicht so sehr um die epische Breite, sondern um die praktische Vertiefung der sorgfältig ausgewählten Inhalte. Oder wie es Reich sagt: 'Weniger Stoff vertiefend erarbeiten, als vielen Stoff oberflächlich handhaben,' da Studien belegen, dass die Verstehens- und Lernleistungen absinken, wenn man pauschal zu viel Unterrichtsmaterial anbietet. E. Handlungsorientierung, Komplexität und Exemplarizität: Mit der Stoffreduktion eng verbunden ist die Handlungsorientierung, die Komplexität bzw. Exemplarizität des Dargebotenen. Die Lerner sollen durch handlungsorientierte Methoden zur Selbsttätigkeit und zum verstehenden Anwendungsbezug animiert werden, um die Intelligenzen zu fordern. Ferner darf die Aufgabestellung aber insgesamt nicht zu einfach gewählt sein. Sie muss komplex, d.h. so problemhaltig sein, dass die Intelligenzen als Problemlösefähigkeiten aktiviert werden. Des Weiteren, da man nicht alle alles lehren kann, muss die Unterrichtsreihe exemplarisches Lernen ermöglichen, sodass die Lerner über das Lernen am konkreten Beispiel ihre Kompetenzen entwickeln und auf andere Bereiche und Situationen übertragen können. D. Komplexe Testverfahren: Aufbauend auf handlungsorientiertem, komplexem und exemplarischem Unterricht ist es logisch, Lernkontrollen nicht ein leicht auf 'handhabbare Aufgabebögen' zu beschränken, da diese die eingeübte Komplexitätsbewältigung unnötig reduzieren. Vielmehr sollten Tests sich stärker an der Komplexität des lebensweltlichen/beruflichen Lebens orientieren, um es in seinen weitreichenden Problem- und Verweisungszusammenhängen zu simulieren. Denn Verstehen heißt für Gardner: Anwenden können. Dass dies die Bewertungssituation ebenfalls schwieriger werden lä

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