text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Effektives Lehren an der Hochschule Ein Handbuch zur Hochschuldidaktik von Zumbach, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.10.2016
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
39,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Effektives Lehren an der Hochschule

Mit dem Anspruch der effektiven Gestaltung von Lehr-Lernprozessen werden an die didaktischen Kompetenzen des Lehrpersonals seit 'Bologna' ganz neue Anforderungen gestellt. Das Buch bietet einen kompakten Einstieg in die Grundlagen und Methoden guter Hochschullehre. Es verknüpft dabei die praktische Handlungsorientierung mit den theoretischen und empirischen Einsichten moderner Hochschuldidaktik und Instruktionsforschung. Von diesen Grundlagen aus werden konkrete Handlungsempfehlungen zu den spezifischen Lehrformen entwickelt und anhand von Best-Practice-Beispielen in ihrer Umsetzung anschaulich gemacht. Das Buch vermittelt praxisorientiert das didaktische Grundlagenwissen, das zur Verbesserung der Lehre und Lehrkompetenz hilfreich ist. Univ.-Prof. Dr. Jörg Zumbach leitet die Arbeitsgruppe Fachdidaktische Lehr-Lernforschung und neue Medien an der Universität Salzburg. Ao. Univ.-Prof. Dr. Hermann Astleitner ist dort am Fachbereich Erziehungswissenschaft in den Bereichen Lernen und Entwicklung sowie Forschungsmethoden tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 270
    Erscheinungsdatum: 05.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170250932
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 4331 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Effektives Lehren an der Hochschule

1 Einführung: Internationale Trends in der Hochschuldidaktik

1.1 Aktuelle Entwicklungsziele und -maßnahmen in der Lehre an Hochschulen

Entwicklungen im Bildungswesen und Konsequenzen für die Hochschuldidaktik

Hochschulen sind weltweit mit einem Trend zur Globalisierung, Technisierung und Ökonomisierung konfrontiert, der zu verstärkten Qualitätsentwicklungs- und Standardisierungsbemühungen (z. B. Lehrevaluationen, Etablierung von E-Learning oder einheitliche Rahmen für Curricula) geführt hat. Lee (2012, S. 55 ff.) fasst die dabei zentralen politischen Konzepte der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) zu zwei allgemeinen Haupttrends zusammen, die zentrale Orientierungspunkte für Lehre an Hochschulen und damit auch für eine Hochschuldidaktik darstellen:

- Lebenslanges Lernen meint die Notwendigkeit der Etablierung von Formen informeller, individualisierter, bedarfsorientierter, spontaner und selbst generierter Lernkulturen, die über die formelle Bildung hinausgehen und auch als "vierter Sektor" bezeichnet werden.

- Internationalisierung bedeutet nicht nur eine interkulturelle Ausrichtung von Themen und Perspektiven einer Ausbildung, sondern auch Interesse und Neugier anderen kulturellen Erfahrungen gegenüber zu erzeugen. Außerdem geht es darum, nationale und internationale Lernende häufiger als bisher gemeinsam zu unterrichten, was bewirkt, dass zudem verstärkt interdisziplinär, interaktiv und Theorie-Praxis-integrierend gearbeitet wird.
1.1.1 Lebenslanges Lernen und Schlüsselkompetenzen in den Fokus der Hochschuldidaktik

Lebenslanges Lernen, d. h. ein Lernen, das sich über alle Lebensphasen erstreckt, gelingt dann, wenn die Lernenden selbstgesteuert diese Aufgabe übernehmen und zwar auch dann, wenn sie nicht unmittelbar in Aus- oder Weiterbildungskontexten eingebunden sind. Damit das gelingen kann, wird als notwendig angesehen, dass praktisch gut anwendbare Schlüsselkompetenzen vermittelt werden. Diese sind in allen Fachrichtungen an Hochschulen zu berücksichtigen und umfassen (Murdoch-Eaton & Whittle, 2012):

- Fertigkeiten im Umgang mit Zahlen (z. B. Daten grafisch darstellen können),

- Fertigkeiten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (z. B. synchrone und asynchrone Kommunikationstools nutzen können),

- Fertigkeiten zur Verbesserung des Lernens und Handelns (z. B. Lernstrategienoptimieren können),

- Problemlösefertigkeiten (z. B. kritisch denken, planen und evaluieren können) und

- Fertigkeiten zur Kooperation (z. B. mit anderen in Teams zusammenarbeiten können).

Auffällig bei solchen Auflistungen ist, dass es sich um sehr allgemeine Fertigkeiten handelt, die zwar in vielen Studienrichtungen gefördert werden, allerdings meist ohne explizit genannt zu werden. Vielfach werden diese Fertigkeiten implizit mitvermittelt, wenn es darum geht, Fachwissen oder Fachexpertise zu erwerben. Damit ist der Nachteil verbunden, dass sie als allgemeine bzw. fachübergreifende Kompetenzen weder genau geprüft noch gezielt gefördert werden. Noch offensichtlicher wird dieser problematische Umstand bei nicht primär kognitiven Persönlichkeitsmerkmalen. Barnett (2004) sieht z. B. die Notwendigkeit, sich für eine unbekannte Zukunft vorzubereiten, und schlägt deshalb vor, den Erwerb von Weisheit in die Schlüsselkompetenzen für Studierende aufzunehmen. Sternberg et al. (2012) sehen in diesem Zusammenhang in ihrer WICS (Wisdom Intelligence Creativity Synthesized)-Theorie vier zentrale Elemente, wenn es um zukunftsrelevante Schlüsselkompetenzen geht:

- Kreativität, um neue Id

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen