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Fitness im Schulsport von Lange, Harald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2013
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (ePUB)
19,99 €
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Fitness im Schulsport

Die Vielfalt möglicher Unterrichtsideen zum Thema Fitness wird in fünf Kapiteln thematisch geordnet und in 16 Beiträgen von einschlägigen Experten entfaltet. Neben zahlreichen Praxisideen werden sowohl exemplarische Unterrichtsstunden als auch konkrete Unterrichtsvorhaben im Lichte des erziehenden Sportunterrichts vorgestellt. Dabei wird der trainingstechnologische Charakter typischer Fitnesssequenzen und Übungsprogramme überwunden. Die Orientierung an pädagogischen Normen garantiert, dass die Autoren in ihren Beiträgen Wege aufzeigen, die es Schülern im Sportunterricht erlauben, die Ziele, Inhalte und Methoden der jeweiligen Fitnessstunde zu ihrem eigenen, persönlichen Thema zu machen. Das Buch geht also von einem pädagogischen Zugang aus, der in eine trainingspädagogische Konzeption überführt wird. In den fünf Kapiteln werden verschiedene Schwerpunkte des Fitnessthemas bearbeitet. Neben Beiträgen zum klassischen Konditionstraining (Kraft, Ausdauer und Gerätetraining) werden in einem zweiten Kapitel verschiedene Formen des Anspannens und Entspannens thematisiert (Yoga, Dehnen und Koordinieren). Im dritten Kapitel rückt ein Trendsportaspekt in den Vordergrund: Da zusehends mehr Kinder und Jugendliche Gefallen an verschiedenen Variationen des Tanzens finden, wurde hier ein entsprechender Schwerpunkt gesetzt (Aerobic und Zumba®), ebenso im vierten Kapitel, das sich dem Thema Wasser, Strand und Aquatraining widmet. Abgeschlossen wird das Buch mit einem Kapitel, in dem der Hand- und Spielgeräteeinsatz (Medizinball, Rope Skipping, Gymnastikball und Propriozeption) das jeweilige Fitnessthema bestimmen. Prof. Dr. Harald Lange ist Professor für Sportwissenschaft an der Universität Würzburg und Dozent für Sportpädagogik an der Trainerakademie des DOSB in Köln. Zuvor war er Professor für Sportpädagogik an einer Pädagogischen Hochschule und Studienrat an einem Gymnasium. Neben der Beschäftigung mit sportpädagogischen und sportdidaktischen Grundfragen zählen vor allem konzeptionelle Frage- und Problemstellungen des Sportunterrichts (v. a. Lehrkunstdidaktik im Sport) sowie trainings- und bewegungspädagogische Themen zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Dr. Martin Baschta ist Fachmoderator für Sport und Freizeit in Niedersachsen. Er berät Gesamtschulen zu sämtlichen Fragen rund um die Themen Schulsport, Sportunterricht und Ganztagsschule. Zuvor war er als Fachbereichsleiter für Sport und Freizeit an der Kooperativen Gesamtschule Waldschule in Schwanewede, als Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Sportwissenschaft der Universität Hannover tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 25.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840334245
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 7988 kBytes
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Fitness im Schulsport

Fitness im Schulsport

Harald Lange
Zum Spannungsfeld zwischen Bodybuilding und Körperbildung 1

Während Fitness offensichtlich ein moderner Begriff unserer Zeit ist, haftet dem Bildungsbegriff im alltäglichen Sprachgebrauch durchaus etwas Verstaubtes und Antiquarisches an. Trotzdem rangiert die Bildungsidee im Zusammenhang mit der Formulierung von Leitvorstellungen zur Ausgestaltung des Schulsports und des Bewegungsunterrichts immer noch an vorderster Stelle. Ähnlich verhält es sich mit dem Fitnessbegriff, der in der pädagogischen Diskussion zwar noch über keinerlei Tradition verfügt, sich aber während der zurückliegenden Jahre klammheimlich immer mehr zu einer leitenden Orientierung gemausert und dabei gewissermaßen die pädagogische Hintertür benutzt hat. Aus diesem Grund mag der Untertitel dieses Beitrags ein wenig irritieren und tatsächlich auch auf ein spannungsgeladenes und konkurrierendes Verhältnis zwischen Fitness und Bildung verweisen. Diese Spannung ist durchaus reizvoll und soll im Folgenden im Zuge von vier Schritten aufgearbeitet werden.

Dabei wird es im ersten Schritt darum gehen, den schillernden Fitnessbegriff aus pädagogischer Sicht hinsichtlich seiner Bedeutungsweite einzugrenzen, bevor in einem zweiten Schritt unter der Überschrift "Veränderte Kindheit" diejenigen in den Blick genommen werden, für die die Fitnesskonzepte gedacht sind. Im dritten Abschnitt wird der Fitnessbegriff im Sinne der Metapher des Bodybuildings in trainingstechnologischer Hinsicht vertieft, bevor zum Abschluss des Beitrags trainingspädagogische Anhaltspunkte für die Modellierung eines pädagogisch tragfähigen Fitnesskonzepts für die Schule und den Sportunterricht vorgeschlagen werden. Der in diesem Kontext erforderlichen Analyse stehen Fragen wie die folgenden voran:

- Was hat Fitness mit Bildung zu tun? Liegen in dieser Beziehung Gegensätze und Widersprüche?

- Lassen sich diese reduzieren und auflösen?

- Wie gelangt man zur Begründung eines Fitnesskonzepts, das auch den Bildungsansprüchen gerecht werden kann?
Annäherung an einen schillernden Begriff

In der ersten Annäherung symbolisiert der Fitnessbegriff vieles von dem, wonach sich Menschen in unserer Gesellschaft sehnen: Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Wohlbefinden, Jugendlichkeit, Erfolg und Schönheit. In vielen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Feldern wird davon ausgegangen, dass fitte Menschen die auf sie zukommenden Beanspruchungen souverän zu meistern verstehen. Fitte Mitarbeiter gelten als belastbar, weshalb Fitness auch im Berufsleben und in der Wirtschaft als überaus positiv besetzte Eigenschaft gilt. Angesichts der Vielzahl positiver Assoziationen liegt es nahe, den Fitnessbegriff auch in die Diskussion um die Ausrichtung, Konzeption und Qualitätssicherung von Schule und Schulsport als Leitbegriff zu etablieren.

Solche Forderungen werden vor allem im Zusammenhang mit Daten und Befürchtungen vorgetragen, die ein Bild zur nachlassenden körperlichen Leistungsfähigkeit und den damit einhergehenden Auffälligkeiten im Bereich der sogenannten Zivilisationskrankheiten (z. B. Adipositas) vermitteln. In diesem Zusammenhang mehren sich gerade in jüngster Zeit Stimmen, die aus einer entsprechenden Sorge heraus die Entwicklung von körperlicher Leistungsfähigkeit und Fitness im Zentrum des Sportunterrichts sehen möchten (vgl. u. a. Brettschneider, 2006; Hummel, 2005; Mechling, 2005). So attraktiv das Bild fitter Schüler auch sein mag, so wenig sagt diese Forderung zum Wie? des am Fitnessdenken orientierten Sportunterrichts aus. Dabei käme es genau darauf an, also auf die Entwicklung und Begründung einer fachdidaktisch tragfähigen Fitnesskonzeption. Ansonsten verbleiben Forderungen nach gesünderen, leistungsfähigeren und fitteren Schülern in der allgemeinen Sphäre des Papiertigertums. Neb

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