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Gewaltprävention und soziale Kompetenzen in der Schule von Büchner, Roland (eBook)

  • Verlag: Kohlhammer
eBook (ePUB)
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Gewaltprävention und soziale Kompetenzen in der Schule

Immer wieder werden Kinder und Jugendliche als 'schwierig' und auch gewaltbereit erlebt. Pädagoginnen und Pädagogen wie Eltern geraten an ihre Grenzen, fühlen sich unsicher, wie darauf gewaltfrei zu reagieren ist. Das Buch erläutert dazu neue Handlungsstrategien und innovative Praxismodelle der Gewaltprävention statt Strafen und Beschämungen und zeigt, wie durch frühzeitiges und gezieltes Handeln, durch Respekt, Wertschätzung und transparente Konsequenz soziale Kompetenzen und Gewaltprävention gefördert werden können. So werden neue und zugleich erfolgreich erprobte Handlungskompetenzen erlangt. Die Konzepte werden jeweils durch vielfältige praxisnahe Beispiele, Übungen und Arbeitsmaterialien erläutert und ergänzt. Roland Büchner ist Politologe und Sozialarbeiter und war Jahrzehnte an einer Schule in Berlin-Kreuzberg tätig. Dr. Heinz Cornel ist als Sozialpädagoge, Jurist und Kriminologe Professor für Jugendrecht, Strafrecht und Kriminologie an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Stefan Fischer ist Sozialpädagoge und arbeitet in einer Schule in Berlin-Wedding.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170327139
    Verlag: Kohlhammer
    Originaltitel: Violence prevention and social competences at school
    Größe: 4390 kBytes
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Gewaltprävention und soziale Kompetenzen in der Schule

1 Einleitung oder zum Anlass dieses Buches

Immer wieder werden Kinder und Jugendliche von LehrerInnen sowie Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe als "schwierig", "auffällig" und auch gewaltbereit erlebt. Dabei handelt es sich vor allem um als "auffällig" erlebtes Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten, das einen Unterricht lahmlegen und das soziale Klima einer ganzen Schule belasten kann. Manche Kinder und Jugendlichen mit diesen Verhaltensweisen, entlang der verschiedenen Schulformen, geraten in eine Spirale von Schulschwänzen, Schulverweigerung, psychischen Problemen, Ausbildungsabbruch, Integrations- und Selbstausgrenzungsproblemen sowie Gewalt und Kriminalität. Diese jungen Menschen fordern nicht nur LehrerInnen, sondern auch die Fachkräfte der Schulsozialarbeit in ihrer fachlichen Kompetenz und oft genug der ganzen Persönlichkeit heraus und machen sie immer wieder ratlos. Sie fühlen sich überfordert und sind unsicher, wie auf die komplexen Erscheinungsformen von abweichendem Verhalten zu reagieren ist. Die Erfahrung zeigt, dass einerseits entgegen mancher Erwartungen viele dieser Kinder und Jugendlichen trotz zeitweiliger Probleme und dem Ausprobieren von Grenzen letztlich doch so viele Ressourcen entwickeln und mobilisieren, dass sie gut integriert in das Erwachsenenleben starten, andererseits aber auch bei einigen wenigen allein mit "herkömmlichen" Mitteln im Sinne von schulischen "Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen" sowie polizeilichem Eingreifen und juristischen Sanktionen heute keine dauerhaften pro-sozialen Verhaltensänderungen erreicht werden. Diese wenigen dürfen aber nicht aufgegeben werden - um ihrer selbst willen nicht, weil sie die Arbeits- und Lernbedingungen anderer stören und auch um späteren Gewalteskalationen vorzubeugen. Die Institution Schule und ihre LehrerInnen selbst müssen lernen, dass sich ihre Rolle insbesondere im Verhältnis zu den Eltern geändert hat.

In der Fachliteratur gibt es dazu viele Klagen, Vorschläge, Konzepte und Programme für alle Zielgruppen in der Schule, doch wenige sind erprobt. Der Informationsstand und die Kompetenzen der Nutzung dieser Konzepte und Programme sind aber insbesondere bei den Lehrkräften gering, weil sie wenig Hoffnung haben, dass sich an ihrer Alltagssituation etwas ändern wird.

Wenn die Schule ihre Rolle und Aufgabe als Ort der Förderung von sozialer und interkultureller Kompetenz sowie Gewaltprävention wahrnehmen soll, dann darf die Zielgruppe der Maßnahmen und Programme nicht mehr nur die Schülerschaft sein - wie bei der ganz überwiegenden Zahl der auf dem Markt vorhandenen Konzepte und Modelle -, sondern dann müssen auch die anderen in der und für die Schule Verantwortlichen zu Zielgruppen werden, insbesondere die Lehrkräfte, Schulleitung und Schulaufsicht, aber auch die Eltern, die jeweiligen Gemeinden ("Unterstützungssysteme") und nicht zuletzt die Schulpolitik. 1

In diesem Buch geht es nicht um eine Skandalisierung von Gewalt in der Schule, sondern um neue Handlungsstrategien und innovative Praxismodelle sowie eine sachliche Verständigung darüber, wie durch frühzeitiges und gezieltes Handeln ein kompetentes "Fallverständnis" und abgestimmte Interventionen zur Förderung der sozialen Kompetenz, Verhinderung und Reduzierung von Gewalt, schwierige Schulkarrieren sowie 'Opfer' vermieden werden können und nicht am Ende das "Warten auf die Jugendhilfe, Polizei oder Justiz" steht. Mit "Strategien" sind innovative Handlungskonzepte und Praxismodelle gemeint, die in der Praxis der Schule erfolgreich erprobt wurden und von den Lehrpersonen mit Unterstützung der Fachkräfte der Schulsozialarbeit überwiegend selbst realisiert werden können. Damit können sie - unabhängig von möglichen wünschenswerten Kooperationen - den Lernort Schule positiv verändern und sind dabei nicht vorrangig auf externe Hilfen von Fachk

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