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Kosmische Erziehung in der Montessori-Pädagogik Die Entstehung des Konzepts der Kosmischen Erziehung - Die Geschichte des Universums und unserer Erde von Schaub, Horst (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2015
  • Verlag: Verlag Herder GmbH
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Kosmische Erziehung in der Montessori-Pädagogik

"Kosmische Erziehung' - dieser zentrale Begriff der Pädagogik Maria Montessoris ist manchen Missverständnissen ausgesetzt. Für Montessori selbst bündelt sich in diesem Ausdruck der Grundgedanke des Bildungsprogramms für Kinder von 6 bis 12 Jahren. In der vorliegenden Darstellung führt einer der besten Kenner erstmals in dieser umfassenden Form in das Konzept der Kosmischen Erziehung ein. In diesem ersten Band zeichnet er die Entstehung des Konzepts bei Maria Montessori und ihrem Sohn Mario nach und behandelt dann ein erstes großes thematisches Feld, die Geschichte des Universums und unserer Erde. Dabei stehen nicht allein die kognitiven, sondern auch die ethisch-praktischen Lernziele gleichwertig im Mittelpunkt. Dr. Horst Schaub war 1973 bis 1993 Professor für Schulpädagogik im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Göttingen und von 1993 bis 2002 Professor im Fachbereich Erziehungs- und Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim. Internationales Montessori-Diplom, Mitglied der Deutschen Montessori Gesellschaft und Dozent der Montessori-Vereinigung mit Sitz in Aachen.

Produktinformationen

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Kosmische Erziehung in der Montessori-Pädagogik

Erster Teil

Grundlagen der "Kosmischen Erziehung"

1. Was bedeutet "Kosmische Erziehung" in der Montessori-Pädagogik? - Eine erste Orientierung

"Kosmische Erziehung"- dieser Begriff stößt oft auf Unverständnis und ist auch manchen Missverständnissen ausgesetzt. Das erste Kapitel skizziert in einem ersten Anlauf die Bedeutung und die Herkunft dieses pädagogischen Konzepts.


Schwierigkeiten mit dem Begriff

"Kosmische Erziehung"- was verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung? Der Begriff ist in der allgemeinen pädagogischen Fachsprache wenig verbreitet und außerhalb der Fachkreise erst recht weitgehend unbekannt. Eltern, die ihr Kind in einer Montessori-Schule anmelden wollen, fragen sich deshalb nicht selten, was mit der "Kosmischen Erziehung" auf ihre Kinder zukommt. Aber auch Lehrerinnen und Lehrer anderer Schulen wissen häufig wenig damit anzufangen, und wenn überhaupt, dann sind es oft mehr oder weniger esoterische Assoziationen, die sie damit verbinden - oder es herrscht bei ihnen das Missverständnis, dass die "Kosmische Erziehung" in der Montessori-Schule einfach eine andere Bezeichnung für das Fach sei, das in der Regelschule "Sachunterricht" heißt. We gen der Gefahr solcher Missverständnisse bei Eltern, Kollegen und in der Öffentlichkeit ist es notwendig, den von Maria Montessori (1870 - 1952) zusammen mit ihrem Sohn Mario Montessori (1898 - 1982) entwickelten Begriff "Kosmische Erziehung" und seine konzeptionelle Bedeutung in der Montessori-Pädagogik zu erläutern und ihn in seiner Entwicklung nachvollziehbar und verstehbar zu machen.

"Kosmische Erzie hung " als Bildungsprogramm

Der Begriff und die Konzeption der "Kosmische Erziehung" beziehen sich nicht auf ein einzelnes Schulfach, sondern auf Maria und Mario Montessoris umfassendes Bildungsprogramm als "Grundstein der Schulerziehung" für die 6- bis 1 2-jährigen Kinder (Montessori 1988 : 42). Dieses grundlegende "Bildungsprogramm" ist nicht auf einen inhaltlichen Teilbereich schulbezogenen Lernens eingeschränkt, sondern umfasst in kindgemäßer Weise alle Bereiche unserer natürlichen und kulturellen Welt auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Kinder werden in die vielfältigen Zusammenhänge dieser Welt eingeführt und erwerben Wissen und Erkenntnisse über die Beziehungen unter den Dingen und die Welt als ein Ganzes. Ihr interessegeleitetes Arbeiten (Lernen) führt zum Stau nen über die Vielfalt des Lebens von Pflanzen, Tieren und Menschen auf der Erde und die prachtvolle Größe des Universums. Die Kinder erwerben dadurch gerade in diesem Alter grundlegende Einstellungen im Sinne eines verantwortungsvollen Handelns in ihrer Umwelt und für den Frieden unter den Menschen in der Welt.

Erste Ansätze

In den 1930er Jahren kommt Maria Montessoris globale und universale Sicht der Welt in ihren Friedensvorträgen aus den Jahren 1932 - 1939 und in ihren ersten Vorträgen zur "Kosmischen Erziehung" im Januar 1936 zum Ausdruck. Die inzwischen 6 5-Jährige hatte im Anschluss an einen Kurs zur Erziehung 3- bis 6-jähriger Kinder in London zum ersten Mal in sechs Vorträgen ihre Vorstellungen von der Konzeption einer "Kosmischen Erzie hung " für die 6- bis 1 2-Jährigen dargestellt (Montessori 2007, 2008, 2009). In diesen Vorträgen geht Montessori von den "kosmischen Gesetzen" (Naturgesetzen) im Universum und auf der Erde aus, geht dann auf die Wechselwirkungen und Kreisläufe in der Natur ein und kommt in den beiden letzten Vorträgen zur Frage nach der Stellung des Menschen in der

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