text.skipToContent text.skipToNavigation

Le Parkour & Freerunning Basisbuch für Schule und Verein von Schmidt-Sinns, Jürgen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.01.2014
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (ePUB)
17,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Le Parkour & Freerunning

Parkour und Freerunning, die aktuellen Spiel- und Sportformen der kreativen, kunstvollen Überwindung, sind für Kinder und Jugendliche ein spannendes und attraktives Bewegungsangebot, das im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Schulsport und in den Turn- und Sportvereinen hervorragend entwicklungsfördernde Bewegungserlebnisse bieten kann. Die Herausforderung, die die geschickte Eroberung von Bewegungsräumen bedeutet, das Können, effizient und schnell Barrieren zu überwinden, die Fähigkeit, den eigenen Körper auch in schwierigen Situationen sicher zu beherrschen, brauchen Gelegenheit, Anleitung und Hinführung. Aus diesem Grund wird mit diesem Fachbuch zum ersten Mal ein vielfältiges und praxiserprobtes Basisprogramm vorgelegt, das sich mit pädagogischen Aspekten von Parkour und Freerunning auseinandersetzt. 28 Grundtechniken werden mit vielen Variationen aufbauend entwickelt und mit beispielhaften, zielgruppenorientierten Impulsen und Stundenvorschlägen untermauert. Mit über 600 Abbildungen werden den Lehrkräften, Übungsleitern und Coaches gute Einblicke in die Bewegungsausführung geliefert und unterstützende Geräteaufbauten gezeigt, sodass die vorbereitende Planung für spannende, erfolgreiche Stunden leicht-fällt. Insbesondere die Helfer- und Sicherheitsmaßnahmen nehmen hierbei breiten Raum ein, um Bewegungswagnisse verantwortungsvoll vermitteln und ungefährdet auch mit Schulklassen und Breitensportgruppen ausüben zu können.

Jürgen Schmidt-Sinns unterrichtete als Diplom-Sportlehrer an einem Gymnasium mit Sport als Leistungsabiturfach. Als Beauftragter im Schulsport war er im Bereich der Lehrerfortbildung für das Gerät- und Trampolinturnen zuständig. Als Bundesmännerturnwart des DTB entwickelte ein Expertenausschuss unter seiner Leitung das Freie Turnen. Heute arbeitet er als Schulsportbeauftragter im RTB und als Referent in der Lehrerfortbildung, publiziert in verschiedenen Fachzeitschriften und ist Autor von mehreren Fachbüchern. Saskia Scholl unterrichtet nach einem abgeschlossenen Sport- und Germanistikstudium an der Universität zu Köln und der Deutschen Sporthochschule an einem Gymnasium. Im Anschluss an ihre langjährige aktive Laufbahn im Tanz und Kunstturnen arbeitete sie im Nachwuchsbereich als Trainerin des Turnteam Toyota Köln. Vor einigen Jahren entdeckte sie Parkour und Freerunning für sich. Aus der Verbindung ihrer eigenen Erfahrungen im Training und der Arbeit mit Schülern und Kollegen entwickelte sie Konzepte für eine sinn-gemäße Umsetzung in Schule und Verein. Als Referen-tin und Ausbilderin mit dem Schwerpunkt Schule ist sie damit in der Fort- und Weiterbildung tätig. Alexander Pach ist ehem. Turner der Ersten Bundesliga mit nationalen Titeln und internationaler Erfahrung und zählt zu Deutschlands Vorreitern im Parkour und Freerunning. Er unterrichtete als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule in Köln und absolviert dort auch sein Sportstudium zum Diplom-Sportökonom. Er ist Gründer von 'Move Artistic?, Deutschlands größter Plattform für Parkour, Freerunning und Tricking, und leitet eines der größten Trai-ningszentren in Europa. Gemeinsam mit seinen Partnern der World Freerunning und Parkour Federation (WFPF) arbeitet er auch international mit den besten Akteuren der Szene.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 27.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840334979
    Verlag: Meyer & Meyer
    Serie: Edition Schulsport Bd.12
    Größe: 38733kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Le Parkour & Freerunning

3 Handlungsfähigkeit bei Parkour und Freerunning - orientiert an pädagogischen Perspektiven und an der Vermittlung von Kompetenzen

Seit Bewegung, Spiel und Sport als Gymnastik, Leibesübungen, Turnen, Leibeserziehung, Körperkultur und heute als Sport mehr oder weniger umfangreich und gleichberechtigt in den Fächerkanon der Schulen aufgenommen worden sind, unterliegt dieses Fach dem Rechfertigungsdruck, sich als förderlich und unersetzlich für die Bildung, Entwicklung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu legitimieren und als gleichwertig zu anderen Fächern anerkannt zu werden.

Schon zu Beginn der modernen Leibeserziehung suchten die Philanthropen ihre "gymnastischen Übungen", die bezüglich ihrer Brauchbarkeits-, Nützlichkeits- und Gesundheitsaspekte ausgewählt wurden, als notwendige Erziehungsmittel zu begründen.

Auch in den folgenden zwei Jahrhunderten wurden immer wieder mit unterschiedlichen Schwerpunkten die Erziehungsziele, -inhalte und -methoden der schulischen Leibesübungen diskutiert, wobei die gesundheitlichen Aspekte immer eine Rolle spielten.

Diese notwendige didaktische Begründung manifestiert sich in den letzten Jahrzehnten verstärkt in den Reformbestrebungen der Sportlehrpläne, die den Erziehungs- und Bildungsauftrag sowie die Zielsetzungen des Schulsports präzisieren. Sie bieten eine Orientierung für Lehrende, mit welchen Bewegungsinhalten "wozu" und "wie" sie den Schulsport anbieten können.

Trotz weiterer Konzepte - wie das "Sportartenkonzept" von Söll oder das der "Körpererfahrung" von Funke-Wieneke - hat sich die Qualifizierung zur Handlungsfähigkeit im Sport und durch Sport von Kurz als Leitidee in vielen Bundesländern durchgesetzt.

In diesem "pragmatischen" Konzept, das die Ausrichtung auf normierte Sportarten aufbricht und sich gegenüber der Lebenswelt öffnet, sollen die Schüler zum selbstbestimmten Sporttreiben qualifiziert werden, sodass sie Bewegung, Spiel und Sport vernünftig und sinnvoll in ihr Leben einbinden können.

Hier sind neben den selbsttätigen, mehrperspektivisch mit Sinn unterlegten sportlichen Bewegungshandlungen, -erfahrungen und -erlebnissen auch die Erkenntnisse von Bedeutung, die über kommunizierende Reflexion dieser Tätigkeiten gewonnen werden können.

Die Erziehung zur Handlungsfähigkeit ist umso notwendiger, da der "selbstorganisierte informelle Freizeitsport" mit zunehmendem Alter der Jugendlichen eine immer größere Bedeutung genießt (vgl. DSB-Sprint-Studie, 2006, S. 110).

Die Förderung der Handlungsfähigkeit wird in den Rahmenvorgaben für den Schulsport NRW als Doppelauftrag so formuliert:

- Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und

- Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur
3.1 Pädagogische Perspektiven im Sportunterricht

In diesem Sinne soll Unterricht so konzipiert werden, dass die Inhalte, unter pädagogischen Leitperspektiven akzentuiert, dem pädagogischen Anspruch der Lehrenden entsprechen und deren Sinnhaftigkeit für die Ausübenden erfahrbar wird.

Abb. 29: Die Sinnzuweisungen des Sports und die daraus entstandenen pädagogischen Perspektiven, wie sie in den Sportlehrplänen für den Schulsport in NRW formuliert sind (nach Kurz).

Die pädagogischen Perspektiven in den NRW-Lehrplänen, "als Prototyp einer neuen Lehrplangeneration" (vgl. DSB-SPRINT-Studie, 2006, S. 13), an denen sich Unterricht orientieren soll, präzisieren die frühere Zielsetzung "Handlungsfähigkeit". Sie entstanden aus den von Kurz formulierten "Sinnperspektiven des Sports", wobei Kurz ursprünglich von der Leistung "als zentralem Sinn des Sports" ausging (vgl. Kurz, 2000, S. 9ff.).

Die Bezeichnung pädagogische Perspektiven erläutert Kurz damit, dass neben der Sinnbelegung zusätzlich der erzieherische Ansatz

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen