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Leitkonzepte der Hochschuldidaktik Theorie - Praxis - Empirie

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2016
  • Verlag: wbv Media
eBook (PDF)
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Leitkonzepte der Hochschuldidaktik

Der Sammelband bietet einen aktuellen Überblick zum Stand der Hochschuldidaktik, der sich über vier Themenbereiche spannt: didaktische Weiterbildung für Lehrende, didaktische Lernkonzepte, fachbezogene Anforderungen an die Didaktik und organisationale Implementierung der Hochschuldidaktik. Viele Artikel stellen die praxisorientierte Umsetzung von Projekten und Ergebnissen in den Mittelpunkt. Außerdem werden projektbezogene Forschungen vorgestellt, die nach dem Einfluss der Didaktik auf den Lernerfolg der Studierenden fragen. Stefanie Hartz ist Leiterin des Instituts für Medien und Weiterbildung der TU Braunschweig. Sabine Marx ist Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Hochschuldidaktik für Niedersachsen und hochschuldidaktische Trainerin und Beraterin.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 193
    Erscheinungsdatum: 20.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783763956142
    Verlag: wbv Media
    Größe: 2778 kBytes
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Leitkonzepte der Hochschuldidaktik

Das Theorie-Modell von Paul Ramsden als Reflexionsansatz zur Einschätzung von Lehre, Lernwirksamkeit und hochschuldidaktischer Arbeit

Kathrin Gläser/Kathrin Munt
Zusammenfassung

Professor Paul Ramsden, ehemaliger Pro-Vice Chancellor (Teaching and Learning) an der Universität von Sydney und heute Key Associate of PhillipsKPA, hat auf der Basis verschiedener Lehr-/Lerntheorien ein Modell entwickelt, das die Einstellung der Lehrenden und Studierenden zum Lernen und Lehren beschreibt. Er stellt mit Hilfe seines Modells effektive Wege für erfolgreiche Lehre dar, gemessen anhand der Learning Outcomes (des Lernzuwachses) der Studierenden. Gute Lehre bedeutet gemäß seines Modells, dass der Lehrende aufdecken will, was bei Studierenden zum Verstehen des Stoffes führt, um darauf aufbauend den Lehr-/Lernprozess zu gestalten. Diese Perspektive eröffnet die Möglichkeit, erfolgreiche Lehre unabhängig von Methodenwahl und Vortragsstil, losgelöst von der Persönlichkeit des Lehrenden und den Rahmenbedingungen wie Gruppengröße oder Räumlichkeiten u. a. zu reflektieren.

Das Modell erweist sich in unserer Arbeit als zutreffende Erklärungsgrundlage einzelner Beobachtungen und Phänomene aus der Lehre und ordnet diese in einen größeren Zusammenhang ein. Darüber hinaus ist es für die hochschuldidaktische Arbeit nützlich, das Modell von Paul Ramsden auf das Verhältnis von HochschuldidaktikerInnen und Lehrenden zu übertragen und die Wechselwirkungen zwischen diesen Gruppen zu analysieren.
Gliederung

1 Lehren und Lernen nach dem Theorie-Modell von Paul Ramsden

2 Welche Erkenntnisse bringt die Übertragung des Modells auf HochschuldidaktikerInnen und Lehrende?

3 Fazit
1 Lehren und Lernen nach dem Theorie-Modell von Paul Ramsden

Das Zusammenspiel von Lehren und Lernen ist ein wesentlicher Punkt bei der Betrachtung von Lernwirksamkeit und den Prinzipien guter Lehre. Gute Lehre kann am effektiven Lernzuwachs der Studierenden gemessen werden. Aus neueren Forschungsergebnissen kann geschlossen werden, dass der Lernzuwachs deutlich größer ist, wenn Interactive Engagement genutzt wird. Unter Interactive Engagement versteht Hake, dass die Studierenden sich aktiv (heads on, hands on) mit den verschiedenen Lehrinhalten befassen und dabei direkt durch Diskussion mit anderen Studierenden und dem Lehrenden in der Lehrveranstaltung Feedback erhalten (Hake 1998). Ebenfalls wird es für ein effektives Lernen als hilfreich angesehen, dass Studierende nicht nur Muster oder Verfahren auswendig lernen, sondern das zugrunde liegende Konzept verstehen (McDermott 1991). Diese Erkenntnisse erfahren aber nur geringe Unterstützung durch das reine Vermitteln in der Lehrveranstaltung (Trigwell & Prosser 2004). Die Vermittlung von Inhalten stellt ein häufiges Lehrbild dar. Lehrbilder sind im Allgemeinen geprägt durch die eigenen Erfahrungen als Studierende und durch die Nachahmung der Lehrpersonen, die man selbst erlebt hat (Feiman-Nemser, McDiarmid, Melnick & Parker 1989).

Während es bei Trigwell und Prosser (2004) um eine Zustandsbeschreibung von Lehre geht, beschreibt Paul Ramsden mit seinem Theorie-Modell (Ramsden 2003) ein Entwicklungskonzept. Das Konzept erklärt, wie sich der Fokus der Lehrpersonen in der Lehre wandeln kann. Außerdem ermöglicht Ramsden mit seinem Modell die unterschiedlichen Einstellungen und Überzeugungen der Lehrenden zur Lehre differenziert zu betrachten.

Durch das Erkennen der unterschiedlichen Einstellungen von Lehrenden kann die Hochschuldidaktik gezielt Fragen entwickeln, die die Lehrpersonen zur Reflexion ihres eigenen Handelns anregen. Hierbei können Rückschlüsse auf die Überzeugungen von guter Lehre gezogen werden. In Lehrberatungen und Workshops hören wir häufig von Schwierigkeiten und Aktivitäten in Lehrveranstaltungen. Mit Hil

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