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Lerncoaching in der Schule von Keller, Gustav (eBook)

  • Erschienen: 17.08.2015
  • Verlag: Hogrefe Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Lerncoaching in der Schule

Lerncoaching ist eine spezielle Form der Lernförderung, bei der Motivations- und Lernstrategien vermittelt werden. Der Ratgeber erklärt, wie Lerncoaching funktioniert und gibt Anleitungen, wie Schülerinnen und Schüler individuell über die Wissensvermittlung hinaus beim Lernen unterstützt und gefördert werden können. Zunächst wird das pädagogisch-psychologische Grundkonzept des Lerncoachings vorgestellt. Es wird erläutert, wie der Lerncoaching-Prozess gestaltet wird, welche Grundhaltung beim Lerncoach erforderlich ist und welche Förderprinzipien zu beachten sind. Darauf aufbauend vermittelt der Band das Know-How des Lerncoachings und leitet dazu an, Schülerinnen und Schüler durch das Einüben motivationaler, fachübergreifender und fachbezogener Lernstrategien zu unterstützen. Abschließend wird die häufig gestellte Frage nach der Wirksamkeit des Lerncoachings beantwortet und es werden die Grenzen dieses Beratungsansatzes aufgezeigt. Der Band enthält zahlreiche Hilfsmaterialien, wie Checklisten und Übungen, die beim Lerncoaching eingesetzt werden können.

Produktinformationen

    Größe: 3233kBytes
    Herausgeber: Hogrefe Verlag
    Untertitel: Praxishilfen für Lehrkräfte.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 137
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783844426380
    Erschienen: 17.08.2015
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Lerncoaching in der Schule

20 4 Struktur und Ablauf des Lerncoachings

Lerncoaching ist eine zeitlich begrenzte, individuelle Förderung des Lern- und Arbeitsverhaltens. Ziel ist es, dass der Lernende sich selbst steuert, Vertrauen zu sich selbst gewinnt und den Lernstoff wirksamer verarbeitet. Auf dem Weg dorthin ist der Lerncoach Ansprechpartner und Begleiter. Die Lernexpertise, die der Schüler dadurch erwirbt, soll ihn auch zur selbstständigen Bewältigung von Lernschwierigkeiten befähigen.

Um dem einzelnen Schüler wirksam zu helfen, müssen im Schulalltag Lerncoaching-Angebote geschaffen werden. Optimal wären Förderstunden, die im Stundenplan offiziell ausgewiesen sind. Bei der Organisation dieses Förderservice ist darauf zu achten, dass für den Start in ein Lerncoaching 1 bis 2 Schulstunden zur Verfügung stehen. Man spricht von einer initiierenden Intensivberatung. Folgekontakte erfordern erfahrungsgemäß nicht mehr denselben Aufwand wie die Erstberatung. Sie können oft in Form von Kurzberatungen stattfinden.

Vor dem Beginn des Lerncoachings ist dafür zu sorgen, dass dieses in einer störungsfreien Umgebung stattfindet. Möchte man mit dem Schüler ins Gespräch kommen, ist eine Aufwärmphase vonnöten. Man begrüßt ihn freundlich und schafft eine emotionale Atmosphäre, die einen angstfreien Ausdruck von Gedanken und Gefühlen ermöglicht.

Der nächste Schritt ist die Erfassung des aktuellen Leistungsbildes. Der Schüler berichtet ehrlich, wo er in den einzelnen Fächern notenmäßig steht und wie die Leistungsentwicklung seit dem Schuljahresbeginn verlaufen ist. In der Regel wissen die Schüler ihre Noten und kennen ihre Stärken und Schwächen, weshalb nur in Zweifelsfällen eine Validierung durch eine Kollegenbefragung notwendig wird. Außerdem wird danach gefragt, ob der Leistungsstand den Eltern bekannt ist, in welcher Form sie am Lernprozess des Schülers Anteil nehmen und wie sie Lernschwierigkeiten und schlechte Noten kommentieren.

Wenn der Leistungsstand erhoben ist, folgt die Lerndiagnose. Im Kontext eines pädagogischen Lerncoachings besteht ihr Hauptziel darin, 21 die Lernmotivation und die Lernstrategien des Schülers zu erfassen. Ohne Analyse dieser wichtigen Lernvoraussetzungen ist die "Erarbeitung geeigneter Interventions- bzw. Fördermaßnahmen" kaum möglich ( Hesse & Latzko 2011 , S. 12).

Um genaueren Aufschluss über die Lernmotivation und Lernstrategien zu erhalten, wird eine Lernbefragung durchgeführt. Da für die coachende Lehrperson nur begrenzte Beratungszeit zur Verfügung steht, ist eine rationelle und strukturierte Vorgehensweise angebracht. Hierfür eignet sich entweder die Lerncheckliste oder das Lerninterview (siehe S. 30ff. und S. 32). Um Zeit zu sparen, kann man dem Ratsuchenden die Lerncheckliste vor dem Ersttermin aushändigen und ihn darum bitten, diese in die Coaching-Sitzung ausgefüllt mitzubringen.

Die Lerncheckliste ist ein Selbsteinschätzungsbogen, der 25 motivations- und lernstrategische Aussagen enthält. Man kann sie auch als Zielverhaltensweisen bezeichnen. Das Selbsteinschätzungsverfahren liefert diagnostische Informationen zu folgenden Bereichen:

Strategien der Lernmotivation,

allgemeine Lernstrategien,

fachbezogene Lernstrategien.

Der Schüler muss auf der fünfstufigen Antwortskala ankreuzen, wie häufig die jeweilige Aussage auf ihn zutrifft (1 = nie, 2 = selten, 3 = manchmal, 4 = häufig, 5 = immer). Aus der angekreuzten Zahl lässt sich somit ersehen, wie weit der Schüler von der jeweiligen Zielverhaltensweise entfernt ist. Um besser zu erkennen, wo die Stärken und Schwächen liegen, kann man die einzelnen Ankreuzungen miteinander zu einer Linie verbinden. Diese Darstellung nennt man Lernstrategieprofil.

Vor der Anwendung dieser Checkliste wird der Schüler gebeten, sein Lern- und Arbeitsverhalten ehrlich zu beurteilen. Das heißt, er muss es so einsc

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