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Rückenschule für Kinder im Grundschulalter von Binder, Petra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2015
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
34,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Rückenschule für Kinder im Grundschulalter

In der heutigen Zeit leiden vermehrt Kinder und Jugendliche unter Fehlhaltungen und Rückenproblemen. Daher muss die Primärprävention bereits im Kindesalter, mit fünf bis sechs Jahren, beginnen. Es ist anzunehmen, dass durch die gezielte Kräftigung und Vermittlung rückenfreundlicher Verhaltensweisen Fehlhaltungen und daraus resultierende zukünftige körperliche Leiden verhindert werden können. Ein wissenschaftlicher Nachweis steht jedoch noch aus. Diese Arbeit beschäftigt sich mit verstärkt mit den folgenden Fragen: Wie kann im Hinblick auf Rückenleiden vorgebeugt werden, wenn gesunde Erwachsene nicht bereit sind, ihre Freizeit für Prävention zu opfern? Und zu welchem Zeitpunkt der menschlichen Entwicklung muss angesetzt werden, um Rückenleiden und -schmerzen gar nicht erst entstehen zu lassen? Kinder nehmen in ihrem angeborenen Wissensdurst die Thematik 'rund um ihre Wirbelsäule' gern an, wenn es ihnen kindgerecht vermittelt wird. Ziel dieser Arbeit ist es zu zeigen, dass Kinder in der Lage sind rückenfreundliches Verhalten anzunehmen, auch wenn sie nach erfolgter Wissens- und Verhaltensvermittlung über einen längeren Zeitraum nicht weiter dazu angesprochen werden. Verhaltensmuster können aufgenommen und in den Alltag übernommen werden. Kinder haben demnach die Möglichkeit, mit Hilfe der Prävention für ihre gesundheitliche Zukunft vorzusorgen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 92
    Erscheinungsdatum: 01.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959340922
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 1768kBytes
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Rückenschule für Kinder im Grundschulalter

Textprobe: Kapitel 3, Bewegungsalltag bei Grundschulkindern: Das Verhaltensprofil von Kindern und Jugendlichen hat sich zunehmend verändert. Kinder bewegen sich immer weniger und sitzen immer mehr (vgl. BREITHECKER, 2000, 27). Diese weit verbreitete Aussage wird durchaus auch kritisch betrachtet und steht nicht immer im Konsens mit den nachfolgenden Fakten zum heutigen Alltagsverhalten von Kindern im Grundschulalter. 3.1, Allgemeines Bewegungsverhalten: Obgleich Untersuchungen zeigen, dass in den letzten Jahrzehnten ein deutlicher Anstieg bewegungs- und verhaltensauffälliger Kinder zu verzeichnen ist (vgl. DORDEL, 1993 in WEBER, 1999, 5), haben die traditionellen Freizeitbeschäftigungen noch immer ein starkes Gewicht. Immerhin gehören 'mit Freunden spielen' bei 59,6 Prozent und 'Sport treiben' bei 49,9 Prozent der sechs- bis achtjährigen zu den häufigsten Beschäftigungen. Die neun- bis zehnjährigen favorisieren mit 63,4 Prozent 'im Freien spielen', 'Spiele spielen' (59,7 Prozent) und 'Sport treiben' (49,4 %) (vgl. GLOGAUER, 1993, 92). Dabei sind geschlechtsspezifische Unterschiede erkennbar. So werden die mehr bewegungsorientierten Aktivitäten, wie 'im Freien spielen' und 'Sport treiben' eher von Jungen bevorzugt und die 'ruhigen' Aktivitäten wie 'Musik hören' eher von Mädchen (vgl. REEG, 2004, 11). KIPHARD bemängelt, dass Kinder mit ein bis zwei Stunden täglich zu wenig Bewegungsspiele draußen spielen (vgl. KIPHARD, 1997 in GASCHLER, 1999, 5). Ganz allgemein ist die Bewegungserfahrung nicht nur eine sinnliche; sondern auch eine Erfahrung mit dem eigenen Körper, mit der gegenständlichen, räumlichen wie auch sozialen Umwelt. Vor allem bei jüngeren Kindern können positive Bewegungserfahrungen zur Bildung eines realistischen und leistungszuversichtlichen Selbstbildnisses beitragen (vgl. GASCHLER, 1999, 6 ff). Bewegung bedeutet gleichermaßen die Stabilisierung des vegetativen Nervensystems, die Förderung der Bewegungskoordination, die Kräftigung des Haltungs- und Bewegungsapparates und die Anregung des Herz-Kreislauf-Atmungs-Systems sowie des Stoffwechsels (DORDEL, 1987 in GASCHLER, 1999, 8). Inwieweit Mädchen und Jungen Bewegungserfahrungen sammeln, im Freien spielen, oder andere Einrichtungen nutzen und nutzen können, ist vom individuellen Umfeld abhängig (vgl. GASCHLER, 1999, 8). 3.2, Bewegungsverhalten in Familie und Freizeit: Familiensituation: Die familiäre Lebenswelt hat sich hinsichtlich der Anzahl der Kinder in den Familien und den vielfältigen Formen des Zusammenlebens von Kindern und Erwachsenen verändert. Der am weitesten verbreitete Familientyp ist die Ein-Kind-Familie (53 Prozent aller Haushalte mit Kindern). Daneben gibt es eine Zunahme der Ein-Elternteil-Familien (12, 5 bis 20 Prozent, je nach Bundesland) und nichtehelicher Lebensabschnitts-Gemeinschaften. Ca. eine Million Kinder (alte Bundesländer) wachsen in Scheidungsfamilien auf (vgl. SCHMIDT, 1997, 144). Die abnehmende Kinderdichte führt jedoch nicht zwangsläufig zur sozialen Vereinzelung. ' ...- nach repräsentativen Untersuchungen spielen Kinder meist zu zweit oder zu dritt, nur knapp ein Viertel unternimmt am Nachmittag etwas in größeren Gruppen' (HEIM, 2002, 292). Allerdings spielen noch 11 Prozent der Acht- bis Zwölfjährigen meist allein (vgl. HEIM, 2002, 292). Im Vergleich von Ein-Eltern- zu Zwei-Eltern-Familien erleben die Kinder in einigen Bereichen des Wohnumfeldes gravierende Unterschiede. So gibt es für sie weniger Wohnungseigentum, mehr Verkehrs- und Nachbarschaftslärm und eine erhöhte Mutter-Erwerbstätigkeit. Die Auswirkungen dazu stehen im signifikanten Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten und psychosomatische Beschwerden bei Kindern. Die motorische Entwicklung der Kinder weist demgegenüber bei beiden Erziehungsformen keine Unterschiede auf (vgl. GASCHLER, 1999, 8). REEG stellte fest, dass die unterschiedlichen Startbedingungen für die sportmotorische Fitness und die orthopädische Gesundheit durch

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