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Elternkurse - Der Führerschein zur entspannten Erziehung: Wie Elternbildung unsere Gesellschaft stark macht von Daniel-Tonn, Britta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2015
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Elternkurse - Der Führerschein zur entspannten Erziehung: Wie Elternbildung unsere Gesellschaft stark macht

Elternkurse, 'Elternführerscheine', Super Nanny... es gibt viele Wege, auf denen sich unsere Gesellschaft dem Thema 'Richtig Kindererziehen' nährt. Die Autorin zitiert fachlich anhand von Gesetzestexten, wissenschaftlicher Literatur, Lehrmaterialien und vergleicht mit Hilfe wissenschaftlicher Studienergebnisse die Qualität und Wirkung von Elternkursen. Warum ist Erziehung eine politische Angelegenheit? Warum brauchen wir eine neue Erziehung? Die Rechte des Kindes, entwicklungsförderndes und entwicklungshemmendes Erziehungsverhalten, die Auswirkungen gewalttätigen Erziehungsverhaltens mit körperlicher und psychischer Gewalt sind zentrale Aspekte ihrer Untersuchungen. Sie belegt den historischen Wandel von Erziehungsberatung und den Trend zu Elternkursen und Elternführerscheinen. Sie vergleicht die Qualität und Wirkung von besonders bekannten, weit verbreiteten Elternkursprogrammen: 'Starke Eltern - Starke Kinder', 'Triple P', 'HIPPY' und Elternbildungsangeboten in den Neuen Medien. Sie beschreibt die Chancen und Grenzen von Elternkursen. Die Autorin geht auf die Chancen und Grenzen von Elternbildung via Neuen Medien und auf das TV-Format 'Super Nanny' ein. Sie erkennt eine Chance für öffentliche und private Fernsehsender, ihre mediale Macht als Erziehungsberater zukünftig qualifizierter einzusetzen, indem sie differenziertere Dokumentationssendungen senden, die auch wissenschaftlich fundiertes Funktionswissen über Erziehung an die Eltern liefern und respektvolles, empathisches und kooperatives Handeln in den Vordergrund stellen. Verpflichtende Elternbildungsangebote erkennt sie als echte, erleichternde Chance für gelassenere, ausgeglichene Eltern, gesündere, glückliche Kinder und eine gesunde, starke Gesellschaft. Sie kommt zu dem gesellschaftlich sehr spannenden, aufsehenerregenden und in Zukunft sicher noch viel diskutierten, denkwürdigen Schluss, dass ein''Elternführerschein' noch viel bedeutender als ein Autoführerschein zum Schutz von Leben und Gesundheit in dieser Gesellschaft ist. Sie belegt verständlich eine offenkundige Notwendigkeit zum Schutz der Rechte der Kinder, welcher sich die Gesellschaft stellen muss. Britta Daniel - Tonn, geboren 1978 in Rinteln, Deutschland. Abitur 1998. Die Autorin ist studierte Diplom Sozialpädagogin, staatlich geprüfte Sozialassistentin, Erlebnispädagogin, Geschäftsinhaberin des AC Outdoor Center Hameln und der Fernsehproduktion hptmedia.tv, Kreativkopf, Querdenkerin & Freidenkerin, Ideengeberin, Futurologin, Netzwerkerin, freie Lebensberaterin, zweieinhalbfache Mutter. Sie arbeitet als freie Journalistin, Reporterin und Autorin vor und hinter der Kamera. Ihr soziales Engagement beruht auf jahrelanger ehrenamtlicher christlicher, politischer und freier Jugendarbeit und in der Lokalpolitik. Sie hat ein Jahr in Frankreich und Spanien gelebt, ist auf dem Jakobsweg gepilgert und hat im Rahmen eines freiwilligen europäischen Jahres dort in einem interkulturellen Team gearbeitet. Sie veröffentlicht pädagogische Fachliteratur. Im Bereich Märchen und Sagen hat sie Deutschlands meistexportiertes Literaturgut, die bekannten Grimms Märchen, aus pädagogischer Ambition heraus gewaltfrei und kinderfreundlich umgeschrieben in Grimms Neue Märchen 2.0: Märchenwelt ® Evolution. Es war einmal...GANZ ANDERS! In ihrer Freizeit ist sie begeisterte Outdoor Sportlerin, zeichnet und malt, singt und liebt Musik und das Leben.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 119
    Erscheinungsdatum: 01.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958502390
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 1330 kBytes
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Elternkurse - Der Führerschein zur entspannten Erziehung: Wie Elternbildung unsere Gesellschaft stark macht

Kapitel 2.2, Elternbildung am Beispiel 'Die Super Nanny': Das Fernsehprogramm dient heute vielen Menschen als wichtiges Medium, um sich über Ereignisse in der Welt zu informieren und sich anhand dieser Informationen zu orientieren. Die Programmacher der verschiedenen Fernsehsender stellen die Wirklichkeit auf unterschiedliche Weise dar und vermitteln dadurch jeweils eigene Vorstellungen davon, wie die Welt und die Menschen sind. Auf diese Art werden sie zu Meinungsmachern und viele Menschen nehmen diese Meinungen, die verbreitet werden, sehr ernst und nutzen sie als Ratgeber in wichtigen Lebenslagen. Die 'Super Nanny' läuft aktuell auf RTL zu einer der besten Sendezeiten, um 20:15 Uhr. Um diese Uhrzeit sitzt in der Regel die gesamte Familie, zumindest aber die Eltern, vor dem Fernseher, um gemeinsam unterhalten zu werden. Anhand dieses sehr guten Programmplatzes zeigt sich, dass diese Sendung eine sehr hohe Akzeptanz bei den Fernsehzuschauern und gute Einschaltquoten haben muss. Seit dem Serienstart im September 2004 bewegt sich die Einschaltquote im Bereich von etwa fünf Millionen Zuschauern. Die RTLII-Sendung 'Die Supermamas' ist mit 2,4 Millionen Zuschauern (Oktober 2004) weit weniger erfolgreich. Auffällig ist auch ein hoher Anteil von Kindern, die sich die Sendung anschauen. Etwa 19% der 3-bis 13-Jährigen sahen im Mai 2005 die 'Super Nanny'. Als mögliche Ursache hierfür könnte gesehen werden, dass Eltern ihren Kindern die Sendung als Bildungssendung mit Warneffekt zeigen, in dem Sinne, dass die Kinder, für den Fall, dass sie ihren Eltern in Zukunft mal wieder nicht gehorchen, mit dem Besuch der 'Super Nanny' rechnen müssen (vgl. ebd., S. 72). Weitere Sendungen, die im Format des Affektfernsehens Elternsein, Familie und Erziehung zum Thema haben, sind 'We are Family! So lebt Deutschland' (PRO 7) und 'Mein Baby' (RTL). Diese haben aber eine weitaus geringere Zuschauerakzeptanz. Der Einfluss, insbesondere der Affektfernsehsendungen, auf die tatsächliche Gestaltung des persönlichen Lebens ist besonders in solchen Familien gegeben, die aus einem bildungsarmen sozialen Umfeld stammen. Die Tatsache, dass diese Sendungen Einfluss auf die Lebensgestaltung haben, wurde in einigen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt (z.B. Theunert/Schorb 1995, vgl. Wahl/Hees 2006, S. 72). Das Fernsehen ist ein ideales Medium, um niederschwellige Angebote an Eltern zu unterbreiten (vgl. ebd., S. 73). Durch den Erfolg der Affektfernsehsendungen der Privatsender sowie der Ratgebersendungen der dritten Programme zum Thema 'Familien und Erziehung' wird deutlich, dass in der Bevölkerung ein Bedarf an Beratung auf diesem Gebiet besteht (vgl. ebd., S. 73). Es bleibt nun die Frage, was es konkret bedeutet, wenn das Fernsehen via 'Super Nanny' und ähnlichen Sendungen als Ratgeber für breite Teile der Bevökerung fungiert. Der Fernsehsender RTL will nach dessen eigenen Angaben 'betroffenen Familien Hilfestellung bieten' und 'Lösungsansätze [...] aufzeigen'. Offizielle Verbände wie der Deutsche Kinderschutzbund und der Paritätische Wohlfahrtsverband bezweifeln diese Motive (vgl. ebd., S.73). Beispielsweise kritisiert der Deutsche Kinderschutzbund in einer Stellungnahme zur 'Super Nanny' vom 7. Oktober 2004, diese arbeite nicht ressourcenorientiert sondern allein defizitorientiert. Außerdem wird kritisiert, dass in einer der ersten Ausstrahlungen des Pilotfilms (19.9.2004, 25.9.2004 und 2.10.2004) zu Beginn der Sendung darauf hingewiesen wurde, die betroffene Familie habe aufgrund von Problemen mit ihrem 6jährigen Sohn bereits das Jugendamt kontaktiert, welches aufgrund von Überlastung aber bislang untätig geblieben sei. Der Kinderschutzbund fordert hierzu, dass eine differenziertere Berichterstattung erfolgen müsse, welche die 'Super Nanny' nicht als 'die Alternative für Familien zum bestehenden Hilfe- und Unterstützungsangebot' darstellt. (vgl. www.kinderschutzbund-nrw.de/StellungnahmeSuperNanny.htm, 28.12.2006). Auch pädagogisc

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