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Handlungshilfen für Bildungsberater: Wirtschaftlichkeit von Weiterbildung

  • Erscheinungsdatum: 18.01.2008
  • Verlag: wbv Media
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Handlungshilfen für Bildungsberater: Wirtschaftlichkeit von Weiterbildung

Sonja Löffelmann zeigt, wie Bildungsberater dem Unternehmen den wirtschaftlichen Nutzen von Weiterbildung belegen. Der Autor Sonja Löffelmann arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in Nürnberg.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 86
    Erscheinungsdatum: 18.01.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783763945764
    Verlag: wbv Media
    Größe: 1602 kBytes
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Handlungshilfen für Bildungsberater: Wirtschaftlichkeit von Weiterbildung

Alles eine Frage der Kosten (S. 29-30)

Kosten über Kosten

Während also die Nutzenbewertung von Weiterbildung in exakten Zahlen kaum zu bewältigen ist, gestaltet sich die Erfassung der Kosten weniger kompliziert. Die anfallenden Weiterbildungskosten können zunächst in unmittelbare (direkte) und mittelbare (indirekte) Kosten unterschieden werden. Die unmittelbaren Weiterbildungskosten entstehen nur, wenn tatsächlich eine Weiterbildungsmaßnahme durchgeführt wird.

Sie stehen in einem direkten Zusammenhang mit der Maßnahme und führen daher auch direkt zu Aufwendungen und Ausgaben, sodass diese Kosten häufig verkürzt als alleinige Entscheidungsgrundlage verwendet werden (z.B. Dozentenhonorare, Reisekosten etc.). Während sich die unmittelbaren Kosten relativ leicht errechnen lassen, ist die Erfassung der mittelbaren Kosten etwas problematischer (vgl. Stölzl 1996, S. 265).

Die mittelbaren Kosten der Weiterbildung unterscheiden sich von den direkten Kosten im Wesentlichen dadurch, dass sie unabhängig von der Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen als Betriebskosten anfallen. Sie werden den Weiterbildungskosten lediglich zugerechnet. Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass diese Kosten (im Wesentlichen Personalkosten, aber auch Sozialabgaben, Abschreibungen oder die Kostenermittlung besonderer Weiterbildungsformen, wie Anlernen am Arbeitsplatz [ebd., S. 265]) den Charakter von Weiterbildungskosten haben, auch wenn sie ohne Weiterbildungsveranstaltungen in gleicher Höhe anfielen (vgl. Döring et al. 1989, S. 4).

Das Verhältnis von mittelbaren zu unmittelbaren Kosten hängt stark von der Art der Weiterbildungsmaßnahme ab. So entstehen beim Anlernen und Einarbeiten oder autodidaktischen Studium mit Handbüchern am Arbeitsplatz die geringsten direkten und höchsten indirekten Kosten. Bei externen Schulungen in Weiterbildungseinrichtungen oder internen Schulungen mit Dozenten (Inhouse-Schulungen) entstehen dagegen die höchsten direkten Kosten, aber wesentlich geringere mittelbare Kosten (ebd. 1989, S. 4).

Den Angaben der IW-Weiterbildungserhebung zufolge entfielen von den 26,8 Milliarden Euro, die Unternehmen im Jahr 2004 in Weiterbildung investiert haben, rund 17,6 Milliarden Euro auf indirekte Weiterbildungsaufwendungen, beispielsweise durch die Freistellung von Mitarbeitern oder die Nutzung betrieblicher Arbeitszeit (vgl. Werner 2006, S. 12). Da die mittelbaren Kosten etwa zwei Drittel der Gesamtkosten von Weiterbildungsmaßnahmen betragen, können sie bei Wirtschaftlichkeitsüberlegungen nicht unberücksichtigt bleiben (vgl. Döring et al. 1989, S. 6), auch wenn in der Praxis viele Unternehmen kaum eine vollständige Kostenermittlung durchführen (vgl. Stölzl 1996, S. 265).

Wie eine neuere Studie zur Weiterbildung in Unternehmen (vgl. Schmidt 2007) zeigt, hatten viele der dort befragten Unternehmen Schwierigkeiten, Angaben zu ihren Weiterbildungskosten zu machen, was unter anderem daran lag, dass Kosten für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen im Rechnungswesen oft nicht auf gesonderten Konten erfasst werden. Die Angaben beruhen daher meist nur auf groben Schätzungen. Die durchschnittlichen Kosten für Weiterbildung beliefen sich hier im Jahr 2005 auf 1.697 Euro je Teilnehmer bzw. Teilnehmerin (vgl. Schmidt 2007, S. 709). Davon entfielen rund 900 Euro auf indirekte Kosten (hier berücksichtigt: Personalausfallkosten), die restlichen 797 Euro waren direkte Kosten für Lehrveranstaltungen (ebd., S. 710).

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