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Mythos Change Verändern verändern von Reineck, Uwe (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2015
  • Verlag: Beltz
eBook (ePUB)
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Mythos Change

- Kritischer Blick auf die bisherige Change-Entwicklung - Neue Ansätze, Methoden und Veränderungsdesigns Change-Prozesse sind schwierig, vor allem wenn sie tatsächlich etwas verändern und nicht nur den Zeitgeist bei Laune halten sollen. Meist scheitern sie in Unternehmen grandios. Woran liegt das? Die Autoren räumen auf mit einigen überzogenen Illusionen der Change-Industrie und vielen hyperaktiven Akteuren. Das Buch stellt die Veränderungsarbeit in Organisationen vom Kopf wieder auf die Füße, liefert beinharte Kritik, aber auch neue umsetzbare Veränderungsdesigns und gibt Ausblicke auf zukünftige Organisationsformen. Einer der Ansätze ist Passagement, um Übergänge in einen neuen, noch nicht bekannten Zustand zu gestalten: anfangen, weitermachen, anfangen ... Bildreich und ironiegeladen nehmen die Autoren die allgegenwärtige Change-Euphorie in Unternehmen treffsicher aufs Korn. Sie kritisieren messerscharf Rituale und Dogmen der Change-Beraterszene und geben pragmatische Impulse für eine Organisationsentwicklung mit Menschenverstand und Augenmaß, die gelingen kann. Beide Autoren sind erfahrene Unternehmens-kulturschaffende und zeigen ihr reiches Repertoire an veränderten Veränderungsmethoden. Sie wissen genau, wovon sie schreiben, weil sie alles selbst erlebt haben und selbst tun, was sie empfehlen. Aus dem Inhalt - In Change-Gewittern - Zeitgeister in Organisationen - Archäologie der Veränderungsruinen - Latenzen suchen: Unter Prozessen - da liegt der Strand - Spaßguerillia für Kulturschaffende: Vom Prozessbegleiter zum Impulsgeber - Sysiphos hört Rolling Stones: Wirklich lernende Organisationen - Zukünftige Ex-Trends

Uwe Reineck, Diplom-Psychologe, seit 1991 Coach, Ausbilder von Trainern und Beratern sowie Unternehmenskulturschaffender in vielen großen Unternehmen. Er ist Mitbegründer der MAICONSULTING Managementberatung und Akademie in Heidelberg. Mitautor vom "Handbuch Führungskompetenzen trainieren". Homepage: www.maiconsulting.de.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 235
    Erscheinungsdatum: 15.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783407294197
    Verlag: Beltz
    Größe: 9544kBytes
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Mythos Change

In Change-Gewittern

"Wo das Niveau niedrig ist, braucht es Tiefschläge, um auf die Nase zu treffen."

(Unbekannter Boxer)
Welt, Wandel und die arme Organisation

Natürlich wissen es alle schon seit längerer Zeit: Wer etwas herstellt oder verkauft, ein Produkt oder eine Dienstleistung, muss sich in Märkten und Wettbewerben bewähren, deren Dynamiken man sich vor einigen Dekaden noch nicht einmal vorstellen wollte oder konnte. Unternehmen müssen sich solchen Situationen stellen, aber - in modifizierter Weise - ebenso öffentliche Verwaltungen und soziale Einrichtungen. Gewachsene Verhältnisse und Vorgehensweisen stehen zunehmend auf dem Prüfstand und unter einem andauernden Anpassungsdruck, der einen Veränderungsdruck zeitigt und in seiner Heftigkeit lange suchen müsste, um vergleichbare Vorbilder zu finden.

Auch in ihrer Binnenstruktur sind Unternehmen komplexer geworden. Internationalisierung, Standardisierung, Diversity, Innovation, Kultur, Kostenreduktion, Mitarbeiterzufriedenheit oder Wachstum sind keine neuen Schlagwörter, aber immer noch die Überschriften schlagender Argumentationslinien der getriebenen Veränderungstreiber. Man muss etwas tun. Es wird etwas getan. Meistens planvoll, manchmal ratlos versucht man, wechselnden Lagen und Herausforderungen zu begegnen. Radikales Downsizing folgt bisweilen auf hektischen Kapazitätsaufbau - oder umgekehrt -, und das in immer kürzeren Zeitabständen. Wandel allenthalben, bewusst oder nicht gewollt oder ungesteuert. Die meisten Aktivitäten betreffen die eigene Organisation: die Strukturen, die Prozesse, die Abläufe, die Kultur, die Menschen, die Haltungen. Was könnte man auch sonst tun?

Organisationen: Sind sie noch klein, mag man sie. Groß geworden, beginnen sie aber ihr Eigenleben und werden kompliziert. Die meisten würden sie abschaffen, würden sie eine Alternative kennen. Wer beklagt sie nicht, wenn er kann? Ineffektiv, intransparent, entmündigend! Die Vorwürfe sind immer die gleichen. Sie scheinen ihre Insassen einfach nicht glücklich zu machen, und jeder kennt Ideen, die sie bessern würden. Die lernende Organisation hat sich zwar bemüht mit dem Lernen, aber das Klassenziel nicht erreicht. Die lernende Organisation ist sitzen geblieben. Wurde sie überschätzt? Bleibt sie doof?

Fragt man ihre Insassen, sind große Organisationen jedenfalls immer irgendwie in der Krise. Immer zu langsam, immer zu träge, immer hinterher. Erfolgreich, sagt man, wären sie, wenn ihnen Passung gelänge. Wenn sie das liefern würden, was ihre relevanten Umwelten benötigen, wären alle zufrieden. Aber wie bestimmt man die Relevanz der Umwelt? Wer kann verbindlich sagen: Das ist wichtig und das lass sein? Oft scheint es, als gäbe es für jedes Unternehmensmitglied eine eigene Umwelt. Wie kann sie da passen? Da doch jeder denken muss: Ganz anders müsste es sein!

Ach, Organisationen sind eigentlich ganz anders, sie kommen nur nicht dazu. Sie waren eigentlich immer schöner gedacht, als sie real daherkommen. Und dann beschreiben und verkünden sie selbst noch die Ideale, an denen sie regelmäßig scheitern: gute Führung, kurze Entscheidungswege, passende Kultur, produktive Zusammenarbeit, attraktive Visionen, dialogische Entscheidungen, lernende Organisation sein, delegierte Verantwortung, nachhaltiges Wirtschaften, dynamische Fehlerkultur, zufriedene Mitarbeiter, starke Innovationskraft, echte Wertschätzung, interne und externe Vernetzung, dialogische Kundenorientierung.

Die Anforderungen an alle, die steuern sollen, sind paradox: Strukturen und Prozesse sollen stabil Output produzieren und sich gleichzeitig flexibel anpassen. Die Antwort auf die Frage, wer das alles richten soll, ist: der Change. Kein Unternehmen ohne ihn.
Change-Geschichte und der lange Marsch der Blumenkinder

Es begann in den 1990er-Jahren. Tom Peters und ein Team von

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