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Train the Trainer Das Arbeitshandbuch für Ausbilder und Dozenten von Birkenbihl, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2018
  • Verlag: Redline Verlag
eBook (ePUB)
34,99 €
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Train the Trainer

Michael Birkenbihl liefert in seinem Klassiker der Ausbildungsliteratur wertvolle und wissenschaftlich fundierte Einblicke in die Psychologie, Pädagogik und Praxis der Erwachsenenbildung. Sein Meisterwerk Train the Trainer erscheint nun bereits in 23. Auflage: Es gibt Ausbildern, Dozenten und Schulungsleitern geeignete Werkzeuge an die Hand, um Seminare fesselnd gestalten und erfolgreich umsetzen zu können. Ein aktionsbezogenes Grundlagenwerk für Anfänger, Quereinsteiger und Profis, das mit hunderten praxistauglichen Tipps und Tricks, Rollenspielen und Fallstudien angereichert ist. So kann man einfach und kompakt vom Erfahrungsschatz des Altmeisters der deutschen Trainingsszene profitieren und die eigenen Lehrfähigkeiten perfektionieren. Prof. Dr. Michael Birkenbihl (1921-1993) beschäftigte sich nach dem Studium mit Marktforschung und Werbung, arbeitete zehn Jahre im Außendienst und wurde in langen Jahren Spezialist für moderne Trainingsmethoden. Er gehört zu den Altmeistern der deutschen Trainingsszene; seit 1970 war er selbstständiger Trainer und Unternehmensberater. Dieses Werk war das erste und letzte Werk von Michael Birkenbihl: 1972 erschien die erste Ausgabe als 'kleines Brevier', das sich im Laufe der Zeit zu dem Standardwerk entwickelte. In seinem letzten Lebensjahr überarbeitete er das Buch noch einmal komplett. Seine Tochter Vera F. Birkenbihl betreut und aktualisiert seine Werke auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin auch in Zukunft. Birkenbihl über Fernsehserien Teil 1 - Star Trek

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 451
    Erscheinungsdatum: 08.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962670504
    Verlag: Redline Verlag
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Train the Trainer

1. Kapitel

Vom Individuum und seinem Verhalten

Wir leben in einer Welt, zu deren hervorstechendsten Merkmalen die Kommunikationsschwäche gehört. In guter deutscher Umgangssprache heißt dies: es gelingt dem einzelnen immer weniger, eine fruchtbare Verbindung zu seinen Mitmenschen herzustellen. An diesem Zustand ist nicht etwa die oft bemühte Reizüberflutung durch die Massenmedien schuld, sondern eine Schwäche in der Persönlichkeitsstruktur jedes einzelnen. Denn wenn ich meiner selbst nicht sicher bin und nichts mit mir anzufangen weiß, dann kann ich mich auch nicht für andere engagieren. Da aber gerade das Lehren ohne ein starkes Engagement für die Lernenden undenkbar ist, kann man nicht über Pädagogik reden, ohne deren psychologische Grundlagen erarbeitet zu haben.

Psychologie heißt wörtlich übersetzt "Lehre von der Seele". In der Psychologie unserer Tage handelt es sich praktisch um einen zweiteiligen Fragenkomplex, und zwar: um den Aufbau der Persönlichkeitsstruktur des Menschen und um seine daraus resultierenden Verhaltensweisen gegenüber seinen Mitmenschen. Dem Aufbau der Person widmet sich die sogenannte "Individual-Psychologie". Mit ihr wollen wir uns in diesem Kapitel beschäftigen.

Wir haben uns daran gewöhnt, die menschliche Seele in zwei Abteilungen zu gliedern: das Ober- und das Unterbewußtsein. Obwohl natürlich innerhalb einer Person diese Zweiteilung nicht strikt stattfindet, weil Ober- und Unterbewußtsein sich wechselseitig bedingen, so hat sich doch diese Einteilung für pädagogische Zwecke ausgezeichnet bewährt. Uns geht es ja im Zusammenhang mit diesem Buch und im Hinblick auf seine Zielsetzung nicht darum, mit wissenschaftlicher Akribie spitzfindige Definitionen zu erarbeiten; vielmehr sollen die wesentlichen psychologischen Zusammenhänge so dargestellt werden, daß sie von jedem intelligenten Laien erfaßt und in die Praxis des Berufsalltags übernommen werden können.

Das Oberbewußtsein ist jene Kategorie der menschlichen Persönlichkeit, die vor allem durch die Denkprozesse bedingt wird. Etwas überspitzt und sehr vereinfacht können wir auch formulieren: Das Oberbewußtsein ist mit dem Denken identisch. Und obwohl wir uns alle auf unsere Intelligenz und unser Vermögen zum logischen Denken sehr viel einbilden, spielt das Oberbewußtsein im Ablauf des menschlichen Lebens eine recht bescheidene Rolle. Gesteuert werden wir durch unser Unterbewußtsein. Ihm wollen wir uns zunächst zuwenden, weil es in erster Linie für den charakteristischen Aufbau unserer Persönlichkeit zuständig ist.

Im Unterbewußtsein (oder wie manche Autoren sagen: im Unbewußten) sind die Triebe und Antriebe lokalisiert. Ein Trieb ist psychologisch definiert als ein Bedürfnis, dessen Nichtbefriedigung zum Tode führt. Derartige Bedürfnisse kennt der Mensch drei: Hunger, Durst und Schlaf. Wobei, nebenher bemerkt, der Schlafentzug am schnellsten zum Exitus führt. Die sogenannten Antriebe sind jene Kräfte, die uns treiben, etwas ganz Bestimmtes zu "wollen". Es seien hier nur einige wesentliche hervorgehoben: Selbsterhaltungstrieb, Geschlechtstrieb, Mutter- beziehungsweise Bruttrieb, Machttrieb, Herrschsucht, Habgier. Schließlich entstehen im Unterbewußtsein auch die sogenannten "Aggressionen". Auf sie kommen wir später noch zurück.

Ein ganz wesentlicher Tatbestand sei in diesem Zusammenhang ausdrücklich hervorgehoben, und zwar deshalb, weil er in der Praxis viel zu wenig berücksichtigt wird: Jeder Trieb beziehungsweise Antrieb ist mit Energie besetzt! Man kann den Menschen somit als lebendes Energiepotential betrachten. Und jeder, der einmal Gelegenheit hatte zu beobachten, wie ein Tobsüchtiger von mehreren kräftigen Männern gebändigt werden mußte, oder wer einen epileptischen Anfall bei einem Mitmenschen erlebte, hat eine schwache Vorstellung davon erhalten, wie ungeheuer groß dieses Energiepotential in uns ist! Dieses Potential hat der menschli

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