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Angst Wie Kinder sie überwinden von Brouka, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2016
  • Verlag: Beltz
eBook (ePUB)
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Angst

Ängste werden dann gefährlich, wenn Kinder ihnen aus dem Weg gehen. Aus Scham geschieht dies oft im Verborgenen. Mit vielen ergotherapeutischen Beispielen zeigen Julia Brouka und Barbara Schröder, wie Eltern ihren Kindern helfen können, Ängste in Taten und Worte zu verwandeln. Kinderängste reichen von kribbeligem Nervenkitzel bis hin zu Beklemmung und Panik. Wenn Kinder in der Lage sind, mit solchen Gefühlen souverän umzugehen, macht Angst wachsam und erhöht die Konzentration: Das Herz schlägt, die Muskeln spannen sich an, Körper und Geist werden in Sekundenschnelle leistungsfähiger. Wer das Fürchten lernt, entwickelt sich schneller.

Julia Brouka arbeitet als Ergotherapeutin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie im Ruhrgebiet. Gemeinsam mit Barbara Schröder veröffentlichte sie die ergotherapeutische Untersuchung "Unsichere und ängstliche Kinder - Ergotherapie bei Angsthasen".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 01.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783407727466
    Verlag: Beltz
    Größe: 6363kBytes
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Angst

Rückzug oder Flucht nach vorne?

Wie unterschiedlich Menschen sind, zeigt sich auch an ihren Ängsten und den Strategien , die sie entwickelt haben, um damit umzugehen.
Angst unterscheidet uns

Eltern freuen sich, wenn ihre Kinder täglich dazulernen und bedacht handeln. Wenn sie nicht achtlos auf die Straße laufen, nicht den heißen Herd anfassen oder sich gar in tiefes Wasser begeben. Die natürliche Ängstlichkeit von Kindern vor schnellen Fahrzeugen in ihrer Nähe, vor lauten Geräuschen und vor fremden Menschen beruhigt die Eltern in ihrer Sorge um das Kind. Eltern erleben dabei ein entlastendes Gefühl von Sicherheit und Zufriedenheit. Die Kehrseite von Ängsten ist jedoch, dass Kinder nachts nicht schlafen können, weil sie sich vor Dunkelheit fürchten, Tieren nicht zu nahe kommen wollen oder Angst vor Trennungen zeigen. Eltern fällt es manchmal schwer, damit umzugehen, wenn Angst das Kind im Alltag hemmt und einschränkt.

"Das bekommst du zurück, du Blödmann!" Max und Tim, beide sieben Jahre alt, bewerfen einander mit Sand, als Max Mutter sich einen Augenblick von ihnen abwendet. Dass sie das eigentlich nicht dürfen, wissen sie ganz genau und halten sich auch fast immer an diese Regel - aber eben nur fast immer. Vorausgegangen ist, dass Tim seinen Freund "Angsthase" genannt hat, weil Max die Mutprobe, auf den Apfelbaum zu klettern, verweigert hat. Nun bewirft er Tim vor Wut mit Sand.

Was passiert mir gerade? Tu ich das Richtige? Was sollte ich jetzt am besten machen? - Kinder begegnen schon früh in ihrem Leben Situationen, die Verunsicherungen bei ihnen auslösen. Zweifel und Ängste können schnell zu einem Gefühl der Bedrohung werden. Unbemerkt können sie sich in die Gedankenwelt einschleichen, sodass sich das Kind Sachen in seiner Fantasie ausmalt, die in der Realität gar nicht vorkommen. Plötzlich fühlt sich das Kind unsicher und weiß nicht mehr weiter. Es sucht dann schnell die Flucht. Entweder nach vorne durch einen Gegenangriff und mit starkem Willen und Durchsetzungsvermögen oder aber den Weg zurück, indem es sich zurückzieht und sich "unsichtbar" macht. Beides kann von Angst hervorgerufen sein.

Ulrike bekommt zu Hause Besuch von einer Arbeitskollegin. Ihr vier Monate alter Sohn Frederic liegt in der Wiege. Seine Mutter neigt sich leicht darüber und erzählt stolz von ihm. Ganz neugierig schaut er seine Mutter an, beobachtet ihr Gesicht und lauscht interessiert ihrer Stimme. Die Situation ist ruhig und entspannt. Ulrike geht in die Küche und kocht einen Tee für den Besuch. Währenddessen neigt sich die Arbeitskollegin über Frederics Wiege und lächelt ihn an. Doch plötzlich wird aus seinem Lächeln ein lautes Schreien - solche Reaktionen kannte Ulrike noch gar nicht von ihm.

Ängste machen sich auf unterschiedlichste Art und Weise bemerkbar. Manchmal kommen sie von einem auf den anderen Tag. Aber nicht jede Angst bleibt für immer. Die meisten Ängste kommen und gehen im Laufe der kindlichen Entwicklung. Die Neugier der Kinder kann aufkommende Ängste verschwinden lassen und das kindliche Potenzial wecken, sich selbstwirksam in der eigenen Welt zu bewegen. Manche Ängste dagegen sind jedoch stärker, sodass Kinder die Hilfe Erwachsener benötigen, um mit ihnen umgehen zu lernen.

Kein Kind gleicht dem anderen. Die dreijährige Fiona steht auf der Rutsche und traut sich nicht allein runterzurutschen. Traurig schaut sie die Rutsche hinab und verharrt oben auf dem Turm. Fiona wartet so lange dort oben, bis ihre Eltern kommen, sie herunterholen und trösten. Ihr fünfjähriger Bruder David hingegen wird wütend, wenn er sich unsicher fühlt. Er beginnt laut zu schreien und zu toben, um seine Angst zu verbergen. Damit erfährt er auf seine Weise die von ihm gewünschte Aufmerksamkeit. Die angstauslösende Situation ist für David besser einzuschätzen und kontrollierbar, wenn er Zuwendung durch seine Eltern e

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