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Auf den Spuren des Glücks Das Kontinuum-Konzept im westlichen Alltag - Zum bedürfnisorientierten, respektvollen und gleichwürdigen Umgang mit dem Kind von Eder, Carola (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.12.2012
  • Verlag: tologo Verlag
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Auf den Spuren des Glücks

Ein glückliches und harmonisches Familienleben mit dem Kontinuum-Konzept (The Continuum Concept nach Jean Liedloff). Carola Eder zeigt, wie das auch im westlichen Alltag möglich ist. Ob Stillen, Tragen, Familienbett oder Gefahren, Lernen und Respekt, kaum ein Aspekt des Zusammenlebens mit Kindern bleibt unberührt. Alle Themen werden nicht nur theoretisch sondern auch praktisch beleuchtet. Mit diesen vielen lebendigen und offenen Erfahrungsberichte von Eltern wird die gelungene Umsetzung des Kontinuum-Konzepts (The Continuum Concept) erfahrbar. Diese Buch ermutigt Sie, Ihrer Intuition im Umgang mit Ihren Kindern sicher zu folgen. Ein Eltern-Buch, das sich lohnt. ganzheitliche Betrachtung des Zusammenlebens mit Kindern von Geburt bis Schule viele Erfahrungsberichte von Müttern und Vätern undogmatisch, liebevoll und einfühlsam Das Kontinuum-Konzept Jean Liedloff begeistert mit ihrem Buch 'Auf der Suche nach dem verlorenen Glück' viele Mütter und Väter weltweit. Sie entwickelte aus dem glücklichen und harmonischen Zusammenleben der Ye'kuana und besonders ihrem friedvollem Umgang mit Babys und Kindern das Kontinuum-Konzept.

Carola Eder, 1971 geboren, ist verheiratet, Mutter zweier Kinder und lebt seit kurzem in Österreich. Nachdem sie als Ingenieurin der Feinwerk- und Mikrotechnik in der Wirtschaft gearbeitet hat, entschied sie sich, als Tagesmutter mit Kindern zu arbeiten. Seit der Geburt ihres ersten Kindes lebt sie das Kontinuum-Konzept. Ihre eigenen Fragen und die gleichgesinnter Mütter brachten sie dazu, zum Kontinuum-Konzept zu recherchieren und dieses Buch zu schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 450
    Erscheinungsdatum: 20.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940596437
    Verlag: tologo Verlag
    Größe: 781 kBytes
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Auf den Spuren des Glücks

2
Bedürfnisorientierter Umgang

Die vollständige Erfüllung der Bedürfnisse in einer Entwicklungsstufe ist die Voraussetzung für das "gesunde" Erreichen des nächsten Entwicklungsschrittes.

Im ersten Lebensjahr sollen laut Liedloff die Bedürfnisse des Kindes sofort erfüllt werden. Diese umfassen neben den Grundbedürfnissen wie Nahrung, Wärme und Schlaf vor allem Körperkontakt und Liebe.

In den folgenden Lebensjahren könne das Kind, wenn die Situation es erfordert, für kurze Zeit auch auf die Erfüllung seiner Bedürfnisse warten.

Die Bezugsperson solle ohne Äußerung von Missfallen auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen. Andernfalls vermittele sie dem Kind, nicht willkommen zu sein und kein Recht auf seine Bedürfnisse zu haben.

Eine Mutter, die möglichst sofort auf ihr Kind eingehe und ihm das gäbe, was es bräuchte, gäbe ihm dagegen das Gefühl, willkommen, wertvoll und richtig zu sein. Ein Kind könne erst die nächste Entwicklungsphase "gesund" erreichen, wenn die Bedürfnisse in der davor liegenden vollständig erfüllt worden seien.
Vernachlässigung auch bei naturnah lebenden Völkern

Es wurden und werden nicht nur in Europa oder bei Völkern mit westlichem Lebensstandard die Bedürfnisse von Kindern vernachlässigt, sondern auch bei manchen naturnah lebenden Völkern, zum Beispiel bei den Aloresen.

Laut den Autoren A. Kardiner und C. Dubois zeichnen sich die Menschen auf Alor in Indonesien durch besonders unsoziales Verhalten aus. Sie vertrauen niemandem, betrügen einander und sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Sie sind unsicher und unzuverlässig, fühlen sich fortwährend bedroht und befinden sich in einer beständigen Abwehrhaltung. In ihrer Musik drücken sie immer wieder ihren Hass auf ihre Eltern aus, und sie "dulden Zerstörung und Verfall." [MAN 95, S. 107] Die Beziehungen untereinander, besonders zwischen den Geschlechtern, sind stark geschädigt. Der Vergleich mit westlichen Kindern, die in einem Heim oder in einer destruktiven Familie aufgewachsen sind, liegt nahe. Der Grund hierfür sind die stark vernachlässigten Bedürfnisse der Kinder von Beginn ihres Lebens an. Bei Wissenschaftlern der Völkerkunde ist dieses Volk beispielhaft für die Vernachlässigung seiner Kinder in einer langen Tradition. Jeder Erwachsene fühlt sich von seiner Mutter verlassen. Tatsächlich wird ein Neugeborenes etwa zwei Wochen gestillt und dann sich selbst überlassen. Die Mutter geht auf das Feld, um schwer zu arbeiten, das Kind wird sehr unzulänglich vom Vater oder einem Geschwister versorgt. Die Nahrung besteht tagsüber aus vorgekautem Essen, das eventuell schon mehrere im Mund hatten. Abends, wenn die Mutter zurückkehrt, wird es wieder besser versorgt. Die Kinder leiden sehr unter dem täglichen Verlassenwerden. Sie betteln darum, mitgenommen zu werden und weinen ihren Müttern nach, wenn diese fortgehen. [MAN 95, S. 106 ff.]

Dieses extreme Beispiel zeigt, dass es auch bei naturnah lebenden Völkern Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern geben kann. Die eventuell nachahmenswerten Umgangsformen untereinander bei naturnah lebenden Völkern können daher zwar als Anregung dienen, ersetzen aber nicht unsere eigene Aufgabe, zu entscheiden, was für uns selbst wirklich gut und stimmig ist.
Historischer Rückblick

Unkenntnis über Bedürfnisse in den vergangenen Jahrhunderten

Die Unkenntnis über die Bedürfnisse eines Kindes beziehungsweise das Ausmaß der Bedürfnisse hat in vielen europäischen Ländern, wie auch hier in Deutschla

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