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Die 10 größten Lernlustkiller Wie unsere Kinder mehr Spaß an der Schule haben von Wimmer, Jutta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2015
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die 10 größten Lernlustkiller

Schon in der Grundschule, spätestens mit dem Wechsel auf eine weiterführende Schule verlieren Kinder häufig die Lust am Lernen. Das liegt zum Beispiel daran, dass Noten zu sehr im Mittelpunkt stehen, zu viel oder unnötiger Stoff unterrichtet wird und das Lernen oft nur auf die nächste Klassenarbeit ausgerichtet ist. Jutta Wimmer weiß, worauf es wirklich ankommt: Eltern können viel dazu beitragen, dass ihre Kinder wieder an sich glauben und freiwillig lernen.

Jutta Wimmer, geb.1964, ist Diplom-Pädagogin und Expertin für Lernen, Bildung und Potenzialentfaltung. Sie war 20 Jahre lang Dozentin für die Fächer Pädagogik, Heilpädagogik und Psychologie. Heute arbeitet sie als Coach in eigener Praxis und bietet kabarettistische Vorträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 02.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641136710
    Verlag: Kösel
    Größe: 376 kBytes
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Die 10 größten Lernlustkiller

WENN DIE LERNLUST SCHWINDET

Kennen Sie dieses unbeschreiblich tolle Gefühl, wenn Ihr Kind mittags aus der Schule kommt, sich ohne Aufforderung an die Hausaufgaben setzt, sie voll motiviert in einem Rutsch erledigt und hinterher auch noch freiwillig die Lateinvokabeln wiederholt? - Ich auch nicht. Deshalb habe ich dieses Buch geschrieben.

DER ERNST DES LEBENS

In den ersten beiden Grundschuljahren fragte ich meinen Sohn, wenn er mittags von der Schule kam, häufig, wie es denn gewesen sei. "Toll!", strahlte er jedes Mal. Was denn so toll gewesen sei, wollte ich wissen. Und täglich glich seine Antwort der vom Vortag: Mit glänzenden Augen erzählte er mir, was er wieder Neues gelernt hatte, von dem Riesenspaß, der super Action und all dem Spannenden, das die Schule ihm täglich bot - in den P-A-U-S-E-N . Nach dem Unterricht selbst befragt, winkte er oft ab. Die Schule war für ihn trotz guter Noten eher Nebensache und Zeitverschwendung. Alles andere als lustig! Er hatte sie in die Kiste "Notwendiges Übel" gepackt. Und diesen Ort hat sie bis heute nur hin und wieder verlassen. Der schwerfällige "Ernst des Lebens" konnte nicht konkurrieren mit dem pulsierenden Leben außerhalb des Unterrichts, das die Schule für 20 Minuten am Tag zuließ. Nein, "Schule" hatte niemals eine reelle Chance gegen all die Lernerfahrungen in der großen Pause. Und so wie meinem Sohn geht es vielen Kindern.

In den ersten Lebensjahren sind die Kinder zutiefst beglückt von jeder neuen Lernerfahrung und lechzen geradezu danach, in die Schule zu kommen! Eine Einrichtung, die verspricht, dass sie täglich Neues entdecken und lernen können.

Es dauert aber keine zwei, drei Jahre, dann ist bei vielen die Lernfreude bereits deutlich gedämpft. So wie bei Max, der seine Mutter schon in der 2. Klasse fragte, wie viele Jahre er denn in die Schule gehen müsse. Die Mutter erklärte ihm, das käme auf die Schule an, die er besuchen würde - neun, zehn oder zwölf Jahre. Max' Antwort: "Dann gehe ich auf jeden Fall in die Hauptschule, da bin ich schneller fertig!" Spätestens wenn es die ersten Noten gibt, gehen viele Kinder mit mulmigen Gefühlen zur Schule. Manche sogar mit Angst. Nachmittags fließen die ersten Tränen, und nicht wenige Kinder klagen über Einschlafstörungen, Bauchschmerzen und Übelkeit. Die unbändige Lernlust ist plötzlich wie verflogen. Sicher nicht bei allen. Aber die Lustkurve sinkt deutlich. Die "Guten" laufen mit im System, doch auch von ihnen kommen zunehmend Klagen. Sind die Schüler dann an weiterführenden Schulen, tragen sie neben ihren Schulbüchern bereits einen dicken Lernfrust mit im Schulranzen herum.

Was ist da passiert? Wie kommt es, dass Kinder, die ihren ersten Schultag mit Begeisterung antreten, sich schon bald dem Lernen verweigern? Im Laufe der Jahre habe ich viele Schüler dazu befragt. Herausgekommen ist eine Liste der 10 größten Lernlustkiller.

LERNLUST UND LERNERFOLG SIND UNTRENNBAR VERBUNDEN

Derzeit gibt es kein größeres Problem in unserem Bildungssystem als das der Motivation. Die Mehrheit der Schüler an weiterführenden Schulen hat "keinen Bock" auf Lernen. Sie ist "voll genervt", hasst es, den ganzen Vormittag lang "zugelabert" zu werden, findet den größten Teil des Unterrichts langweilig und den Stoff häufig "überflüssig". Wenn Unterricht ausfällt, schwappt eine Begeisterungswelle durch das Klassenzimmer. Mittags sind die Jugendlichen froh, wenn sie das Schulhaus so schnell wie möglich verlassen können. Lernen macht meist wenig bis gar keine Freude. Zumindest nicht in der Schule. "Lust" ist ein Begriff, den wir im Zusammenhang mit Schule kaum hören oder lesen - "Leistung" schon. Lehrern und Schulbehörden kommt es in erster Linie darauf an, dass Schüler etwas leisten. Viele Eltern dagegen bedauern, dass ihre Sprösslinge immer seltener einfach nur Kind sein können. Sie sind oft zerrissen zwischen dem Schuldruck und dem Wunsch, dass sich ihre Kinder entfalten

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