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Erziehungsschwierigkeiten gemeinsam meistern Informationen und Übungen für gestresste Eltern von Walg, Marco (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag
eBook (PDF)
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Erziehungsschwierigkeiten gemeinsam meistern

Wenn Kinder morgens beim Anziehen trödeln, abends nicht ins Bett gehen wollen, sich bei den Hausaufgaben verweigern oder bei den Mahlzeiten herumalbern und nicht ruhig sitzen bleiben, wird das Familienleben oft beeinträchtigt. Diese Situationen treten nämlich fast täglich auf und prägen den Alltag. Wenn sie nicht zufriedenstellend ablaufen, entstehen schnell Enttäuschung, Ratlosigkeit oder Wut bei Kind und Eltern. Ohne Lösung können sich dauerhafte Machtkämpfe entwickeln.
Dieses Buch ist kein allgemeiner Ratgeber, sondern ein Übungsbuch, das Eltern praktische Lösungsansätze zur Bewältigung von Konfliktsituationen bietet. In sieben Übungskapiteln werden Methoden vermittelt, die in schwierigen Erziehungssituationen helfen und die Erziehungskompetenz verbessern. Jede Familie ist einzigartig, daher braucht sie auch individuelle Lösungen. Dieses Übungsbuch lässt Eltern die Freiheit, ihre eigenen Ziele festzulegen und zu entscheiden, in welchen Situationen und wie intensiv sie mit ihrem Kind üben.
Die Übungen beruhen auf einem wissenschaftlich geprüften Trainingskonzept. Sie steigern die Kompetenz von Eltern durch Vermittlung wirksamer Erziehungsmethoden, verringern Stress und emotionale Belastung im Familienalltag und verbessern die Eltern-Kind-Beziehung.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 159
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840926211
    Verlag: Hogrefe Verlag
    Größe: 5371 kBytes
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Erziehungsschwierigkeiten gemeinsam meistern

Was sagen die Sachverständigen?

Geht es vor Gericht um die Frage einer Kindeswohlgefährdung, wird vom Familiengericht häufig ein sogenanntes "Sachverständigengutachten" zur Prüfung der "Erziehungsfähigkeit" in Auftrag gegeben . Der Begriff der Erziehungsfähigkeit ist vom Gesetzgeber nicht genauer gefasst . Die ernannten Sachverständigen prüfen jedoch in der Regel vier Gesichtspunkte (Kindler et al ., 2006):
- Pflege und Versorgung,
- Bindung,
- Vermittlung von Regeln und Werten,
- Förderung des Kindes .

Die vier Aspekte werden im Folgenden kurz erläutert .

1 . Pflege und Versorgung: Dieser Aspekt bezieht sich auf die Grundversorgung eines Kindes . Es soll gewährleistet sein, dass das Kind nicht hungert und nicht durstet . Das Kind soll an einem angemessenen Wohnort aufwachsen . Es braucht ein Dach über dem Kopf, einen Schlafplatz, Schutz vor Kälte, Nässe, Krankheiten . Eltern müssen medizinische Versorgung und Hygiene gewährleisten .

2 . Bindung: Eltern sollen eine stabile und liebevolle Beziehung zu ihrem Kind aufbauen . Sie sollen ihrem Kind eine unterstützende Vertrauensperson sein . Dazu ist es notwendig, dass die Eltern Zeit mit ihrem Kind verbringen, mit ihm spielen, es bei Aufgaben unterstützen, Hilfe und Ermutigung bei Schwierigkeiten geben, fürsorglich sind . Das Kind sollte darauf vertrauen können, dass die positive Beziehung zu seinen Eltern Bestand hat, also stabil ist und die liebe volle Beziehung auch nach einem Streit fortbesteht .

3 . Vermittlung von Regeln und Werten: Kinder sollen die in ihrer Gesellschaft geltenden Regeln und Werte erlernen . Die Eltern haben die Aufgabe, diese Regeln und Werte zu vermitteln und auf deren Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form vervielfältigt und an Dritte weitergegeben werden. Aus M. Walg & G.W. Lauth: Erziehungsschwierigkeiten gemeinsam meistern (ISBN 9783840926211) © 2014 Hogrefe Verlag, Göttingen. Definition der Erziehung 19 Einhaltung zu achten . Eltern leben beispielsweise vor, wie man sich in Gesellschaft verhält oder Konflikte löst .

4 . Förderung: Dieser Aspekt bezieht sich auf die kognitive oder geis tige Förderung des Kindes . Es soll also die Entwicklung des Kindes gefördert werden . Hierzu sollen Eltern beispielsweise ihren Kindern eine anregungsreiche Umgebung bieten, die viele Lernchancen eröffnet . Die Eltern sollen Vorbild sein und ihrem Kind altersangemessene Fähigkeiten beibringen . Auch die Einhaltung der Schulpflicht gehört zur Förderung . Falls ein Kind in seiner Entwicklung Defizite oder Verzögerungen aufweist, z .B . eine Leseund Rechtschreibschwäche, sollten die Eltern eine entsprechende Förderung ermöglichen . Zur Förderung gehört auch, das Kind in seiner Identitätsentwicklung und später in seinen Selbstständigkeitsbestrebungen, bei der Ablösung vom Elternhaus, zu unterstützen .

Personen gelten als "erziehungsfähig", wenn sie die vier Kriterien der Erziehungsfähigkeit erfüllen . Die Vermittlung von Regeln stellt also nur einen Aspekt der Erziehungsfähigkeit dar und darf nicht mit Erziehung gleichgesetzt werden . Erziehung ist viel mehr!

Wenn sich Ihr Kind also öfter nicht an Regeln hält, heißt das noch lange nicht, dass Sie Ihr Kind nicht erziehen können . Es mag sein, dass dieser Aspekt der Erziehung für Sie und Ihr Kind zeitweise schwerer zu erreichen ist als die anderen Kriterien . Gut, wenn Sie trotzdem an Ihren Zielen festhalten und diese Schwierigkeiten überwinden wollen . Das ist sehr lobenswert und vorbildlich . Betrachten Sie doch einmal alle vier Kriterien der Erziehungsfähigkeit und schauen Sie, welche Aspekte Sie leicht erreichen können, welche Kriterien Sie gut erfüllt haben .

Was sagen Pädagogen und Psychologen?

Im Rahmen der Erziehung sollen Eltern erwünschte Verhaltensweisen ihrer Kinder fördern . Ziel ist es, dass aus Kindern selbstständige, verantwortungsvolle und leistungsfähige

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