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Geht's auch ohne Schule? Auf den Spuren der Freilerner Im Buch: Erfahrungsberichte von 15 Freilerner-Familien zwischen Schweden und Neuseeland von Lindmayer, Lini (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2016
  • Verlag: Edition Riedenburg E.U.
eBook (ePUB)
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Geht's auch ohne Schule? Auf den Spuren der Freilerner

So ganz OHNE SCHULE - wie geht das eigentlich? Die Begriffe 'Homeschooling' und 'Unschooling' haben längst Einzug in den heimischen Sprachgebrauch gehalten. Doch was genau steckt dahinter und wie sieht die schulfreie Praxis im Alltag aus? Lini Lindmayer schreibt aus Erfahrung. Als Mama von fünf Kindern, die weder einen Kindergarten noch eine Schule besuchen, weiß sie, was nötig ist, damit das freie Lernen Spaß macht und keine Langeweile aufkommt. Sie beschreibt eingängig, warum Beurteilungen und Prüfungen die Freude am Forschen und Entdecken verleiden und welche negativen Auswirkungen frühkindlicher Förderwahn und schulische Zwangsbildung haben können. Bebilderte Praxisbeispiele zeigen, wie das Lernen ohne fremde Lehrer dauerhaft und im eigenen Tempo der Kinder gelingen kann. Dabei werden auch Herausforderungen wie die Angst vor Isolation oder länderspezifische Hürden in Österreich, Deutschland und der Schweiz thematisiert. Authentische Erfahrungsberichte von 15 Freilerner-Familien - zwischen Schweden und Neuseeland - geben zudem einen bunten Einblick in den Alltag ohne Schule und machen Lust auf wildes, freies Lernen. Ein Buch für alle kritischen SchülerInnen, Eltern und PädagogInnen, die (noch einmal) in die spannende Welt des Lernens und Entdeckens eintauchen und auf den Spuren der Freilerner wandeln möchten. Lini Lindmayer wurde 1984 geboren. Die fünffache Mutter ist Autorin, Bloggerin und Familienbegleiterin zu den Themen authentisches Elternsein, windelfrei sowie natürliches Aufwachsen und Lernen. Sie beschäftigt sich mit allen Aspekten des freien, unabhängigen und selbstbestimmten Lebens. In ihren außergewöhnlichen Publikationen zeigt sie auf, dass es viele verschiedene Möglichkeiten und Wege gibt - und dass erst all diese Wege die Vielfalt unseres Lebens ausmachen. Wenn Lini nicht gerade unterwegs ist, lebt sie mit ihrer Familie in einem kleinen Haus mit großem Selbstversorgergarten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 268
    Erscheinungsdatum: 15.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783903085398
    Verlag: Edition Riedenburg E.U.
    Größe: 3148 kBytes
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Geht's auch ohne Schule? Auf den Spuren der Freilerner

FASZINATION LERNPROZESS

W as würden Sie meinen, was dieses Kind hier macht? Spielen? Entdecken? Erfahren? Lernen? Lernen beginnt mit der Geburt. Zusammenhänge, Bewegungsmuster, Verhaltensweisen, Sprache - all das erforscht ein Baby durch Beobachten und Ausprobieren. Unermüdlich, sofern es weder Eingriff noch Animation erfährt. Es erfährt seine Umwelt mit allen Sinnen.

Ganz gleich, wie oft bei einem Baby beispielsweise sein Versuch misslingt, sich auf den Bauch zu drehen, es probiert dennoch immer weiter. Vielleicht mit wütendem Weinen oder wimmernden Lauten, aber es gibt nicht auf. Man kann es noch so oft hochnehmen und quasi der Situation entreißen, sobald es wieder frei beweglich auf einer Decke liegt, startet es die nächsten Versuche. Ein Baby weiß - vielleicht durch Beobachtung oder einem inneren Instinkt folgend -, dass es da noch mehr geben muss als lediglich die Rückenlage. Und welche Freude, wenn seine Versuche erst einmal gelingen - ohne Hilfestellung. Wenn es sein Umdrehen endlich geschafft hat und immer geübter darin wird. Ruhe? Gibt es nach diesem Erfolgserlebnis dennoch nicht. Das Baby probiert weiter. Unermüdlich und voller Staunen.

Oder nehmen wir die ersten verbalen Mitteilungs- und Nachahmungsversuche. Diese beginnen lange, bevor das Baby seine ersten Worte sprechen kann. Es plappert und singt vor sich hin, ahmt Laute und Mimik nach, probiert die Möglichkeiten seiner Stimme aus, testet, was es mit seiner Zunge alles anstellen kann, und versucht sich in Nachahmung der wahrgenommenen Geräusche und Laute. Es gibt nicht etwa auf, wenn die ersten Worte, die es spricht, noch vollkommen verdreht und verkehrt herauskommen. Sondern übt weiter. Unermüdlich. So lange, bis es passt. Und darüber hinaus, aus Freude am Ausprobieren und Entdecken.

Es gäbe viele Bereiche, die man an dieser Stelle anführen könnte und die den natürlichen Prozess des Lernens - der ohne Eingreifen und Animation vor sich geht - klar ersichtlich machen. Denn egal in welche Bereiche des Lernens und Entdeckens man einen Blick wirft, das fortwährende Streben nach Entwicklung ist überall zu erkennen. Noch deutlicher lässt sich erkennen - wie beispielsweise der Film Babys (franz. Dokumentarfilm 2010 von Thomas Balmès) zeigt -, dass dieses Streben rund um den Globus bei allen Babys vorhanden ist, unabhängig von Kultur, Lebensumfeld und Tagesprogramm, und das in nahezu gleichem Tempo. Trotz intensiver Förderung auf der einen Seite und einfachem Dabeisein im Alltag auf der anderen Seite.

Ganz im Gegenteil könnte man - gerade dem oben genannten Film zufolge - beinahe davon ausgehen, dass sich jene Babys schneller entwickeln und sicherer im Umgang mit ihren Fähigkeiten sind, welche weder Eingriffe noch Förderung erfahren. Es sind jene Babys, die sich alleine (ohne Eingriffe) und individuell entwickeln können. Die nicht ständig irgendetwas gezeigt oder vorgeführt bekommen.

Dieser Eindruck wird durch Aussagen und Forderungen etlicher Pädagogen noch verstärkt, welche dafür plädieren, die ständige Förderung für Kinder zu reduzieren oder gar zu unterlassen, weil dies - wie die Erfahrung gezeigt hat - lediglich dazu führt, dass die Kinder aufhören sich selbst zu beschäftigen und sich schwer damit tun eine Beschäftigung zu finden, wenn die Animation einmal ausbleibt.

Lassen diese Beobachtungen nicht den Schluss zu, dass Lernen ein an und für sich von Belehrung und Förderung unabhängiger, aber äußerst sensibler, leicht störbarer Prozess ist?
Führen sie nicht zu der Erkenntnis, dass es weder Belehrung, Förderung noch Animation sind, welche das Baby zum Lernen bringen, sondern ein natürliches Streben nach Entwicklung und Wissenserwerb?
Ein Streben, welches in der Natur des Menschen liegt und jedem (heranwachsenden) Individuum innewohnt?
Absurd klingt dann aber die angeblich so notwendige Förderung, Beschäftigung und Animation des Kindes. Und absurd sogar di

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