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Killerspiele im Kinderzimmer Was wir über Computer und Gewalt wissen müssen von Feibel, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2014
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
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Killerspiele im Kinderzimmer

Wie gefährlich sind Computerspiele wirklich? Wo fängt Gewalt im Spiel eigentlich an? Was sollten Eltern zum kompetenten Umgang mit Pc-Spielen wissen? - Diese und viele andere Fragen behandelt Thomas Feibel, der seit vielen Jahren als Journalist und Buchautor zum Thema Kinder und Computer publiziert. Anschaulich präsentiert er in diesem Ratgeber für Eltern und Lehrer die gängigsten Computerspiele, unterzieht sie einer differenzierten Bewertung und informiert in einem umfangreichen Glossar über die wichtigsten Begriffe. Viele Tipps und konkrete Beispiele verdeutlichen die große Bedeutung, die der Erziehung - gerade in Hinblick auf Computerspiele - zukommt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 01.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864158834
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 258kBytes
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Killerspiele im Kinderzimmer

L EVEL 2

WARUM COMPUTERSPIELE
HEUTE UNVERMEIDBAR
SIND

KINDER SPIELEN AM COMPUTER. WAS DENN SONST?

Der neue Spielplatz heißt Computer

Kinder und Jugendliche haben den Computer mit seinen vielfältigen Möglichkeit längst als festen Bestandteil ihrer alltäglichen Spielwelt akzeptiert. Das geschieht so selbstverständlich und in einem so atemberaubenden Tempo, dass wir oft nur noch staunend zusehen können. Natürlich wissen wir um die zahlreichen Vorteile des Rechners, sonst hätten wir ja wohl keinen gekauft. Aber was uns dabei erheblich irritiert, ist, wie stark er bei unseren Töchtern und Söhnen im Mittelpunkt steht und mit welch unglaublicher Beflissenheit sie damit umgehen. Bevor wir uns gleich im nächsten Kapitel damit befassen wollen, was sie am PC besonders schätzen, lassen Sie mich zunächst ausholen: Warum scheint heutzutage alles auf den Computer im Kinderzimmer und somit auf Computerspiele hinauszulaufen? Wo lägen eigentlich die Alternativen? Oder anders gefragt: Was sollen Kinder denn sonst machen, als mit dem Computer zu spielen, wenn zum Beispiel ihre Lebensräume immer massiver eingeschränkt werden?
Wo sollen denn Kinder heute noch spielen?

Eine kleine Geschichte aus Berlin-Wilmersdorf. Direkt vor dem Barbarossaspielplatz laufen zwei 7-jährige Jungen mit ihren Inlineskates in einem für Autos gesperrten Bereich der Straße. Beide tragen Helm und Schutzmontur. Auf den Balkon eines benachbarten Hauses tritt eine ältere Frau und schreit: "Hört endlich mit diesem Lärm auf!" Während der dunkelhaarige Junge erstarrt, läuft der blonde weiter und redet seinem Freund gut zu. "Wenn ihr nicht aufhört, gibt es einen Mordsärger!", zetert die Frau weiter. Da bleibt der blonde Junge stehen, verschränkt die Arme und verkündet selbstbewusst: "Wir dürfen hier fahren." - "Nein", widerspricht die Frau, "dürft ihr nicht!" - "Doch", erwidert der Junge, "das hier ist eine Spielstraße." Daraufhin rattert er wieder auf seinen Rädern hin und her. Sein Freund folgt ihm zögerlich.

"Hört sofort damit auf, ihr Rotzlümmel!", kreischt die Alte weiter. "Wir dürfen hier spielen", ruft der blonde Junge unerschrocken, "und Sie können uns gar nichts verbieten!"

"Ich hole die Polizei ..." - "Dann holen Sie doch die Polizei!", erklärt der Junge seelenruhig. Und zu seinem Freund gewandt: "Komm, fahren wir weiter ..." - "Aber ... die da oben", wirft der andere zögerlich ein. "Ach", antwortet der Freund, "die schreit hier immer rum. Hör einfach nicht mehr hin. Wenn wir ihr nicht mehr antworten, hört sie bestimmt gleich auf."
Kein Ort nirgends

Wo können Stadtkinder heute noch unbehelligt spielen? Die Straße ist dazu ein denkbar schlechter Ort: Der Verkehr, der Lärm, die Abgase und überhaupt die ständige Gefahr. Wem das Wohl seines Kindes am Herzen liegt, der bringt es kaum fertig, seine Tochter oder seinen Sohn zum Spielen auf die Straßen zu schicken. Wo sollen Kinder dann nach Schule und Erledigung der Hausaufgaben noch allein hingehen? Im Sommer steht immerhin das Freibad zur Verfügung. Oder das Fahrrad als erste Lektion in Sachen Unabhängigkeit und Mobilität! Und sonst?

Entweder kicken Kinder und Jugendliche in den Riesenkäfigen der Bolzplätze mit einem Ball oder sie ziehen sich auf einen Spielplatz zurück. Ihnen ist natürlich klar, dass sie inzwischen zum Wippen und Schaukeln längst zu alt sind, aber hier meckert wenigstens niemand. Denn oft reagieren Anwohner wie die Dame aus Wilmersdorf - mit Anfeindungen oder Argwohn. Kürzlich wandten sich zum Beispiel ältere Leute vehement gegen einen Frankfurter Spielplatz, weil er ihrer Ansicht nach ein Ort der Sünde und des Werteverfalls sei. Als die zuständigen Behörden mit diesen Nachbarn sprachen, wurde die Forderung laut, wenigstens abends die Parkbänke abzuschrauben, damit sich die jugendlichen Liebespaare nicht darauf vergnügten. Doch welcher Spiel

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