text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Leben mit hochsensiblen Kindern Einfühlsame Unterstützung für Ihr Kind von Marletta-Hart, Susan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2013
  • Verlag: Aurum Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Leben mit hochsensiblen Kindern

Ist mein Kind hochsensibel? Vielen Eltern stellt sich diese Frage. Susan Marletta-Hart gibt klare, einfühlsame, gut lesbare und trotzdem wissenschaftlich fundierte Antworten. Etwa 20 Prozent aller Kinder sind hochsensibel, normalerweiseohne Wissen der Eltern und Erzieher. Ihnen sind Stress, Lärm und grelles Licht oft zu viel, sie spüren regelmäßig das Bedürfnis allein zu sein, haben ein intensives Gefühlsleben, eine reiche Fantasie und lebhafte Träume. Sie werden leicht von der Stimmung, die andere ausstrahlen, beeinflusst. Was bedeutet das für meine praktische Erziehung? Susan Marletta-Hart erklärt, was Hochsensibilität ist, wie Sie sie bei Ihrem Kind erkennen und zeigt an praktischen Beispielen, wie Sie Ihr Kind unterstützen können, aus dieser vermeintlichen Schwierigkeiteine besondere Gabe zu machen.

Susan Marletta-Hart schrieb 2003 das Buch 'Leben mit Hochsensibilität' (Übers. 2009, Aurum), das unmittelbar zum Bestseller wurde und inzwischen ein Dauerseller ist. Marletta-Hart gilt als Autorität auf dem Gebiet der Hochsensibilität. Neben dem Verfassen von Büchern gibt sie Kurse, Vorträge, Workshops und coacht hochsensible Menschen online.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 30.08.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899016109
    Verlag: Aurum Verlag
    Größe: 1202kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Leben mit hochsensiblen Kindern

1 Hochsensibilität - auf den Spuren eines Phänomens

Modellierton

Im großen Atelier

liege ich: eine Handvoll Ton

Verlassen von den Händen, die mich kneteten

langsam kommt Kälte in mir hoch

Die Gefahren um mich herum, krauses Holz

wenn ich falle, piekst es mich gemein

Könnte Ton erröten, würde ich Farbe annehmen

wenn ich an das denke, was ich einmal werden soll

Das Modell einer Büste

eine Ehrerbietung für jemanden, der unsterblich werden soll

Dieses kleine Gedicht schrieb ich als Fünfzehnjährige. Erst Jahre später, als ich mehr über Hochsensibilität wusste, begann ich, meine eigene Metapher zu verstehen. Wie treffend stellte doch die Handvoll Ton, an der allerlei nicht dazugehörendes Material wie Hobelspäne hängen, meinen Kampf mit auf mich einströmenden Gedanken, Gefühlen, Geräuschen und anderen Reizen dar. Das Gedicht handelte also von Hochsensibilität! So fühlte ich mich damals, und so fühle ich mich eigentlich noch immer . Ständig bleibt an mir zu viel hängen; Dinge, die nicht zu mir gehören, die eine ganz andere Qualität haben, die Fremdmaterial sind. Und gleichzeitig möchte dieselbe Handvoll Ton gerne mitwirken am Zustandekommen von etwas Schönem, einer Skulptur, einem Werk, das Bedeutung hat und tröstet. Das ist das Spannungsfeld, in dem sich jede hochsensible Person, jedes hochsensible Kind bewegt.
1.1 Das Besondere an hochsensiblen Kindern

Hochsensibilität ist eine vererbte Eigenschaft mit vielen Gesichtern. Die meisten Erwachsenen, die zu mir kommen, wirkten als Kinder auf ihre Eltern schüchtern, introvertiert oder überempfindlich. Manche Eltern fanden ein solches Kind pflegeleichter und machten sich keine weiteren Gedanken. Andere Klienten berichten hingegen, dass ihre Eltern sie als schwierig, unruhig und als Problemkind bezeichnet hatten.

Eingeführt wurde die Bezeichnung von der Psychologin Elaine N. Aron. Nach einer medizinischen Behandlung, auf die sie besonders stark reagierte, nannte die Krankenpflegerin sie "hochsensibel". Diese Bezeichnung - damals noch kein Fachbegriff - faszinierte sie so sehr, dass sie sich entschloss, das Phänomen näher zu erforschen und seinen Ursachen auf die Spur zu kommen. Sie entwarf Fragebögen und untersuchte Versuchspersonen auf verschiedene Art, um die Merkmale von Hochsensibilität herauszufinden. Zunächst dachte sie an die Charaktereigenschaft Introversion, doch je mehr sie dies mit ihrer anwachsenden Eigenschaftsliste sensibler Menschen verglich, desto mehr zeigte sich interessanterweise, dass Sensibilität und Introversion nicht unbedingt Hand in Hand gehen. Es gibt auch sehr sensible Menschen, etwa 30 Prozent um genauer zu sein, die sich nicht nur als sehr sensibel empfinden, sondern auch als extravertiert . Das führte zu Arons Entdeckung, dass Sensibilität in einem gesunden Charakter eine eigenständige Eigenschaft ist.

Die Bezeichnung "Hochsensibilität" definiert Empfindsamkeit mehr von innen, während Carl Gustav Jungs Intro- und Extraversion eher Etiketten sind, die einer Persönlichkeit von außen aufgedrückt werden. In anderen Worten: Introversion beschreibt Symptome, während Hochsensibilität die Ursache erklärt. Laut Aron haben Hochsensible ein empfindlicheres Nervensystem, wodurch sie innere und äußere Reize gründlicher verarbeiten. Sie sind empfindlicher gegenüber Emotionen wie Schmerz und Freude und werden leichter überwältigt von Geräuschen, Gerüchen und visuellen und taktilen Reizen aus ihrer Umgebung. Sie benötigen im Allgemeinen mehr Ruhe und Verarbeitungszeit. 1 /spa

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen