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Mein Baby entdeckt sich und die Welt Kindliche Entwicklung achtsam begleiten nach Emmi Pikler von Aly, Monika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2011
  • Verlag: Kösel
eBook (PDF)
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Mein Baby entdeckt sich und die Welt

Ausgebuchte Pikler-Kurse, heiß begehrte Pikler-Krippen - die Pädagogik der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler erfreut sich wachsender Beliebtheit. Sie steht für die aufmerksame und respektvolle Begleitung des Kindes von Geburt an. In diesem Buch erfahren Sie alles zu den grundlegenden Pikler-Prinzipien für die ersten 18 Monate - hochwertig ausgestattet und mit über 100 Farbfotos.

Monika Aly ist Kinderphysiotherapeutin, systemische Beraterin und Vorsitzende der Pikler Gesellschaft Berlin. Sie bietet laufend Elternberatung und Fortbildungen für Erzieherinnen an, außerdem Coaching und Fallsupervision für Therapeuten und Teams. Monika Aly ist eine der renommiertesten Pikler-Expertinnen Deutschlands.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 14.06.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641560034
    Verlag: Kösel
    Größe: 10241 kBytes
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Mein Baby entdeckt sich und die Welt

" Ausblick bis zum dritten Lebensjahr (S. 119-120)

Eigenständig und geborgen

Auf den vorangegangenen Seiten habe ich dargestellt, wie Eltern und auch Krippenerzieherinnen den Lebensumkreis eines Babys möglichst günstig und entspannt gestalten können. Vertrauen, Regelmäßigkeit, Zuwendung und Autonomie, also der Verzicht auf Erwartungsdruck und vorschnelle Interventionen, stehen im Mittelpunkt. Auf dieser Basis kann das Neugeborene den Weg zum Kleinkind, das sich frei bewegt und spielt, leicht und seinem Temperament entsprechend zurücklegen. Für die Bewertung kindlicher Entwicklungsfortschritte kommt es nicht auf sogenannte Meilensteine wie Sitzen oder Stehen an, sondern darauf, wie ein Kind von einem Entwicklungsschritt zum nächsten gelangt, wie es diesen vorbereitet und wie viele Variationen es in aller Freiheit und Ruhe ausprobiert – je mehr, desto besser.

Wichtig dabei ist nicht das Wann, sondern das Wie und dass das Kind seine Fähigkeiten in den ersten drei Lebensjahren selbst erreicht – zwar in einer günstig eingerichteten Umgebung, aber ohne fremdes (wohlmeinendes) Unter-die-Arme- Greifen. Das gilt für jede erworbene Fähigkeit. In erster Linie ist die Qualität der kindlichen Bewegungsabläufe wichtig, deren flüssige und geschmeidige Harmonie, nicht das erreichte Ziel. Je sicherer ein Kind sein Gleichgewicht austarieren kann, desto feiner kann es die Übergänge zwischen einzelnen Positionen abstimmen, desto runder werden seine Bewegungen, desto eher findet es auch sein inneres Gleichgewicht.

Dieses Ziel erreichen Eltern dann, wenn sie ihrem Baby einen Rahmen schaff en, der ihm Geborgenheit und dezente, wohldosierte Anregungen gibt. Eltern sollten ihrem Kind keine Spiele vorführen, sondern ihm je nach Alter und Aktivität einen ausreichenden, überschaubaren Erfahrungsraum bieten. Hier kann es Interesse, Initiative und Bewegungsfreude, also geistige und körperliche Aktivität, miteinander verbinden.

Haben die Eltern die für die ersten 18 Monate entwickelten Prinzipien als hilfreich erkannt, bedürfen sie kaum des weiteren Rats. Sie wissen am besten, was ihr Kind braucht. Der folgende kurze Ausblick bis zum Ende des dritten Lebensjahrs bildet die Brücke zu dem im Anschluss abgedruckten Entwicklungsbogen, der bis zum Alter von gut drei Jahren reicht. Sammeln, Nachahmen, Rollenspiel Mit dem freien Gehen erstreckt sich der Aktionsradius des Kindes auf die gesamte zugängliche Wohnung. Besonderes Interesse wecken nicht Teddybären, eher schon Handys oder Fernbedienungen, Objekte also, die den Eltern wichtig sind.

Im Zentrum des Spiels stehen jetzt das Sammeln, das Ein- und Ausräumen und das Sortieren – natürlich nach den Ordnungsgesichtspunkten des Kindes, die den Eltern nicht selten eher unverständlich erscheinen. Gegenstände werden verglichen, gestapelt und angeordnet, sei es nach Größe, Gewicht, Oberfl ächenbeschaff enheit oder nach Kriterien, die sich den Erwachsenen nicht erschließen. Gerne bildet das Kind mit Bechern, Autos, Klötzen oder Steinen Reihen. Farben bedeuten ihm viel weniger, als auf Förderung bedachte Erwachsene oftmals denken. Deshalb brauchen auch Bausteine nicht bunt zu sein."

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