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Schlaf gut, Baby! Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten von Renz-Polster, Herbert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.02.2016
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Schlaf gut, Baby!

Dass es der Schlaf des Babys in sich hat, merken frischgebackene Eltern schnell. Und schon geht es los: Braucht mein Kind ein Schlafprogramm, mehr Regelmäßigkeit, braucht es mehr dies, mehr das? Muss es ins eigene Bettchen oder darf es bei den Eltern unterschlupfen? Der GU-Ratgeber SCHLAF GUT, BABY! öffnet eine ganz neue Perspektive auf den Schlaf von Kindern. Das erfahrene Autorenteam räumt Mythen und Ängste rund um den Kinderschlaf von 0 bis 6 Jahren aus dem Weg und plädiert für eine entwicklungsgerechte, individuelle Wahrnehmung des Kindes - fernab von starren Regeln. Einfühlsam und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Hilfestellungen ermutigen die Autoren dazu, einen eigenen Weg zu suchen, um dem Baby das Schlafen sanft zu erleichtern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 16.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833854781
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 8586 kBytes
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Schlaf gut, Baby!

Von wegen Murmeltiere
WARUM KINDER ANDERS SCHLAFEN

Eindeutig: Schlafen ist so wichtig wie Atmen. Ohne läuft gar nichts. Erst recht nicht bei einem Baby. Und doch ist zwischen Atmen und Schlafen ein himmelweiter Unterschied. Atmen passiert einfach. Aber ein Baby zum Schlafen zu bringen, ist für viele Eltern Schwerstarbeit. Ja, am Schlaf entzünden sich regelmäßig die ersten Konflikte in der jungen, nach Milch duftenden Familie. Und dann heißt es statt "Schlaf, Kindlein, schlaf" schon mal "Go the f..k to sleep!", wie in einem unter Eltern einschlägig bekannten amerikanischen Cartoon.
Schlaf aus Sicht der Evolution

Der angestammte Schlafplatz für kleine Menschengeschöpfe liegt aus gutem Grund nicht einfach irgendwo unterm Himmelszelt. Sondern ganz nah bei einer Bezugsperson, die sie schützt, nährt und wärmt, wenn es kalt und dunkel ist.

Eigentlich lernen Eltern ganz rasch, wie Babys sich den Weg in den Schlaf vorstellen:

Sie wollen satt sein. Verständlich, auch wir Großen schlafen nicht gerne mit knurrendem Magen.
Sie wollen es warm haben. Auch da nicken wir zustimmend. Wir ziehen uns ja auch gern die Decke über die Ohren.
Und sie wollen müde sein. Auch das ist nachvollziehbar. Schon einmal hellwach ins Bett gegangen?
Bis zu diesem Punkt können also alle mitziehen. Aber zu alledem kommt ein Bedürfnis, das wir Erwachsenen erst einmal als Zumutung empfinden: Babys wollen beim Einschlafen auf keinen Fall allein sein.
Das unsichtbare Band

Als würde ein unsichtbares Gummiband angespannt, zieht es ein müdes Baby zum Schlafen auf einmal zu seiner wichtigsten Vertrauensperson. "Es wird nähebedürftig", sagt die Mutter. Sein "Bindungssystem wird aktiviert", konstatiert die Entwicklungspsychologie. Und genau diese Sache mit der Bindung ist dafür verantwortlich, dass das Einschlafen eben nicht nur ein Projekt des Kindes ist. Nein, da stecken auch wir Großen drin, mit Haut und Haaren! Denn auf der anderen Seite des Gummibandes stehen wir. Dieses unsichtbare Gummiband bedarf einer Erklärung, denn praktisch ist es gewiss nicht. Wie viel einfacher wäre es, wenn ein Menschenbaby Sehnsucht nach Alleinsein bekäme, sobald es müde wird!

Blick zurück in die Menschheitsgeschichte

Das Rätsel ist nur zu lösen, wenn wir in die Vergangenheit blicken. In die Geschichte der Menschheit. Denn wie die anderen Lebewesen auch hat sich der Mensch in einem beständigen Wechselspiel mit seiner Umwelt entwickelt. Seine innere und äußere Ausstattung spiegelt die Herausforderungen wider, denen er sich immer wieder gegenübersah. Und die allermeiste Zeit bestanden die nicht darin, einen Papierstau im Drucker zu beheben oder rechtzeitig einen Krippenplatz für den Nachwuchs zu organisieren. Vielmehr waren sie auf das Leben zugeschnitten, das wir Menschen zu 99 Prozent unserer Geschichte gelebt haben: das Leben als Jäger und Sammler. Ein Leben in kleinen Clangruppen, in einer nicht sehr aufgeräumten, den Elementen und Gefahren der Natur ausgesetzten Welt. Diese Welt hat Spuren hinterlassen, die bis heute wirken.

Auch in unserem Schlaf. Der ist tatsächlich eine "seltsame Sache" (Kasten auf ). Nämlich etwas, das selbst wir Großen nicht willentlich steuern können. Der Blick in die Menschheitsgeschichte verrät den Grund: Natürlich durfte der Schlaf kein Koma auf Knopfdruck sein. Schließlich wurde die Welt für den Menschen nicht sicherer, wenn er abends die Augen schloss und damit die Kontrolle über Körper und Sinne abgab. Ganz im Gegenteil, jetzt waren die im Vorteil, die im Dunkeln gut sehen und riechen konnten. Und zu denen hat der Mensch noch nie gehört. Kein Wunder also, dass auf der Brücke in den Schl

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