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Übergänge ressourcenorientiert gestalten: Von der KiTa in die Grundschule von Eckerth, Melanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2015
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
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Übergänge ressourcenorientiert gestalten: Von der KiTa in die Grundschule

Der Übergang von der Kindertageseinrichtung (KiTa) in die Grundschule zählt zu den lebens- und bildungsgeschichtlichen Zentralereignissen der Kindheit - und entsprechend groß ist das pädagogische Interesse daran. Der Band konzentriert sich auf die individuellen bzw. kindbezogenen Entwicklungsaufgaben und Schutzfaktoren einer erfolgreichen Übergangsbewältigung. Ausführlich werden Konzepte für die Gestaltung des Übergangs vorgestellt, in deren Mittelpunkt die Kooperation zwischen KiTa, Grundschule, Kindern und Elternhaus steht. Neben der wissenschaftlichen Reflexion, der Diskussion von Forschungsbefunden und empirischen Daten wird vor allem Wert gelegt auf die Präsentation ausgewählter Praxis- und Fallbeispiele sowie auf die Vorstellung zukunftweisender Modellprojekte, etwa im Bereich der Schuleingangsphase.

Prof. Dr. Petra Hanke hat den Lehrstuhl für Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule an der Universität zu Köln. Melanie Eckerth ist dort wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 135
    Erscheinungsdatum: 30.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170242449
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Serie: KinderStärken Bd.8
    Größe: 966 kBytes
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Übergänge ressourcenorientiert gestalten: Von der KiTa in die Grundschule

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Herausforderungen an Kinderstärken im Rahmen der Bewältigung des Übergangs von der KiTa in die Grundschule

Wie in Kapitel 1 bereits deutlich wurde, sind mit dem Übergang von der KiTa in die Grundschule für Kinder wie auch für Eltern (vgl. hierzu Griebel & Niesel, 2011; Hiebl & Niesel, 2012) vielfältige Herausforderungen verbunden, die aktiv bewältigt werden müssen. Diese lassen sich im Sinne des Transitionsansatzes nach Niesel und Griebel als "Entwicklungsaufgaben" (Griebel & Niesl, 2011, S. 118) charakterisieren und sowohl auf einer individuellen Ebene (bezogen auf das einzelne Individuum, welches den Übergang bewältigt) als auch auf einer interaktionalen Ebene (bezogen auf die Beziehungen des Individuums mit seinen Mitmenschen) sowie einer kontextuellen Ebene (bezogen z. B. auf den institutionellen Kontext in KiTa und Grundschule) verorten (vgl. u. a. Dockett & Perry, 2004; Eckerth, Hanke & Hein, 2012; Faust & Roßbach, 2004; Fthenakis, 1999; Griebel & Niesel, 2011). Im Folgenden wird, u. a. unter Einbezug ausgewählter empirischer Befunde, ein Überblick über entsprechende Entwicklungsaufgaben für Kinder gegeben (Kapitel 2.1). Zudem werden in Kapitel 2.2 Befunde zu Vorstellungen von Kindern selbst berichtet, die Einblicke in die kindliche Wahrnehmung der mit dem Übergang in die Schule verbundenen Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben geben können.

Auch wenn im vorliegenden Band primär die Übergangsbewältigung durch Kinder im Fokus steht, ist darauf zu verweisen, dass auch Eltern die Transition von der KiTa in die Grundschule meistern müssen (vgl. Kapitel 1.2) und hierbei mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert werden. Ebenso wie für ihre Kinder lassen sich diese sowohl auf individueller (u. a. Statuswechsel, Umgang mit Emotionen, Entwicklung von Kompetenzen, z. B. bei der Hausaufgabenbegleitung) als auch auf interaktionaler (u. a. Verlust, Erweiterung und Veränderung von Beziehungen) und kontextueller Ebene verorten (u. a. Vereinbarung verschiedener Lebenswelten, Umgang mit den für ihr Kind nun relevanten Anforderungen aus Richtlinien und Lehrplänen). Ausführlich gehen z. B. Hiebel und Niesel (2012) auf die Rolle von und die Entwicklungsaufgaben für Eltern im Übergang von der KiTa und Grundschule ein (vgl. hierzu auch Griebel & Niesel, 2011).
2.1 Entwicklungsaufgaben für Kinder im Übergang von der KiTa in die Grundschule im Sinne des Transitionsansatzes

2.1.1 Entwicklungsaufgaben für Kinder auf individueller Ebene

Eine zentrale individuelle Entwicklungsaufgabe für Kinder im Übergang von der KiTa in die Grundschule besteht darin, einen gewissen Statuswechsel zu bewältigen: "Kindergartenkinder werden Schulkinder" (Griebel & Niesel, 2003, S. 120; vgl. Dockett & Perry, 2004; Hielscher, 2010; Peters, 2012). Hiermit ist u. a. eine Entwicklung des Selbstkonzepts bzw. Selbstbildes der Kinder verbunden, die nun allmählich beginnen, sich selbst als kompetente oder auch weniger kompetente Schulkinder zu sehen und zu erleben. Dabei verändert sich auch die Bezugsgruppe der Kinder, zu der sie ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln müssen. Kinder nehmen dies z.T. so wahr, dass sie nun zu den 'Großen' gehören, also zu den Grundschulkindern, und nicht länger zu den 'kleinen' Kindergartenkindern. Innerhalb der neuen Institution gehören die Schulanfänger dann aber wiederum, im Vergleich zu den Schülerinnen und Schülern in höheren Klassenstufen, zu den Neulingen, während sie kurz zuvor in der KiTa in der Regel noch die Rolle der älteren und erfahreneren Kinder eingenommen haben (vgl. Einarsdóttir, 2011). Der Statuswechsel vom Kindergarten- zum Schulkind kann als komplexer Prozess angesehen werden, der je nach individueller Wahrnehmung und Verarbeitung z. B.

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