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Kinder lernen Sprache(n) von Adler, Yvonne (eBook)

  • Erschienen: 19.05.2011
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (ePUB)
23,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kinder lernen Sprache(n)

Dieses Buch wendet sich an Erzieherinnen, die Sprachförderung in den Kindergartenalltag einbeziehen wollen. Es vermittelt grundlegende Kenntnisse über den Erwerb der Sprache durch die Kinder, wobei sich ein Kapitel mit dem Zweitspracherwerb der deutschen Sprache befasst. Strategien der Kinder und Lehrverhalten von Erwachsenen werden auf den unterschiedlichen Sprachebenen betrachtet. Auf der Grundlage aktueller Ergebnisse zum Spracherwerb, werden Möglichkeiten zur Feststellung sprachlicher Fähigkeiten und zur Förderung der Sprachentwicklung gezeigt. Es wird auf besondere Stolpersteine aufmerksam gemacht und anhand vielfältiger Praxisbeispiele aufgezeigt, wie die Kinder auf ihrem Weg zur Sprache oder auch Zweitsprache unterstützt werden können.

Dr. Yvonne Adler ist Privatdozentin für Sprachbehindertenpädagogik. Sie arbeitet im Bereich der frühen Sprachförderung, bildet Erzieherinnen weiter und fördert Kinder im Alltag der Kindertagesstätte, daneben hält sie Seminare an der Universität Leipzig.

Produktinformationen

    Größe: 10434kBytes
    Herausgeber: Kohlhammer
    Untertitel: Alltagsorientierte Sprachförderung in der Kindertagesstätte
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 240
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783170278080
    Erschienen: 19.05.2011
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Kinder lernen Sprache(n)

2
Ziele und Inhalte früher Sprachförderung

2.1 Frühe Sprachförderung

Wenn von früher Förderung gesprochen wird, so richten sich diese Angebote häufig an Familien mit behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern. In das System der Frühförderung werden alle so genannten Risikokinder einbezogen. Diese Risiken können auf biologischer, mentaler, psychischer, emotionaler als auch sozialer Ebene auftreten.
" Frühe Hilfen richten sich in der Regel an Kinder der Altersgruppe von 0 Jahren bis zum Schuleintritt. Sie umfassen sowohl Unterstützungsleistungen für das Kind selbst als auch für sein soziales Umfeld, dabei sowohl die Familie als auch die gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen betreffend. Frühe Hilfen sind offen für alle Formen der Entwicklungsbeeinträchtigung" (Orthmann/Bless, 2009, 16).
Häufig setzt Förderung bei bereits aufgetretenen und diagnostizierten Entwicklungsverzögerungen oder -störungen ein. Diese Art von Förderung sind im Sinne Baumgartners (2006) Maßnahmen, die sich systematisch "..., d.h. gezielt, planvoll und strukturiert auf ein definiertes Ziel" (273) richten. " Sprachförderung verwendet lehrbare und trainierbare Maßnahmen" (Baumgartner, 2006, 273). Sie setzen eine entsprechende Diagnose voraus und werden von Fachleuten in speziellen Einrichtungen durchgeführt. Diese Art der Intervention richtet sich nicht nur auf den rehabilitativen Bereich, sondern mehr und mehr auch auf die Prävention von Störungen.
"Die präventive Ausrichtung der Frühförderung , die sowohl vom Gesetzgeber als auch vom pädagogischen Verständnis her gewünscht und öffentlich finanziert wird, richtet sich an Kinder, bei denen negative einflussnehmende Faktoren auf die spätere kindliche Entwicklung erkennbar sind, sodass ein Entwicklungsrisiko besteht" (Kauschke, Siegmüller, 2005, 287).
Neben dieser institutionalisierten Frühförderung sollte es aber eine Förderung geben, die alle Kinder betrifft und sie in ihrer Entwicklung unterstützt. Reich (2008) unterscheidet zwischen einer Sprachförderung im weiten Sinne als einer Förderung für alle und einer Sprachförderung im engen Sinne, die auf den Ausgleich von weniger entwickelten Fähigkeiten gerichtet ist. Es ist zu fordern, dass alle Kinder sowohl eine optimale Förderung ihrer Fähigkeiten erhalten als auch eine spezifische Förderung, wenn die Gefahr einer Entwicklungsbeeinträchtigung besteht. Beide Arten der Förderung sollten sich ergänzen. Eine Unterstützung der Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten (allgemeine sprachliche Förderung) weitet gleichzeitig den Blick auf die Sprache und ermöglicht das frühere Erkennen von Entwicklungsauffälligkeiten. Besondere Begabungen, aber auch Verzögerungen können rechtzeitig bemerkt und entsprechende spezifische Fördermaßnahmen gezielt initiiert werden.

Der allgemeinen Förderung der sprachlichen Entwicklung kommt in den Konzeptionen zur Bildung und Erziehung in Kindertagesstätten aller Bundesländer ein hoher Stellenwert zu. Allgemeine sprachliche Förderung bedeutet dabei nicht, dass ohne genaue Kenntnisse der Spracherwerbsprozesse und nur oberflächlich und unspezifisch mit den Kindern gearbeitet wird. Im Gegenteil, eine allgemeine Sprachförderung beinhaltet die gezielte Förderung aller sprachlichen Kompetenzen der Kinder entsprechend ihres Entwicklungsstandes. Der Spracherwerb vollzieht sich im Rahmen der Interaktionen des Kindes mit seiner Umwelt. In seiner engen Vernetzung mit der Gesamtheit der Reifungs- und Entwicklungsbedingungen und -vorgänge des Kindes geschieht er eingebettet in diese. Dem Kind kommt dabei eine hohe Eigenaktivität und Dynamik zu.

Frühe Sprachförderung soll hier als eine Unterstützung dieses Prozesses verstanden werden.

Frühe Sprachförderung unterstützt die Kinder beim Erwerb der Erst- oder auch Zweitsprache in ihrem Alltag. Dabei spielen solche Institutionen wie Kindertagesstätten eine besondere B

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