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Heilpädagogische Konzepte und Methoden Orientierungswissen für die Praxis

  • Erscheinungsdatum: 04.07.2013
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (PDF)
25,99 €
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Heilpädagogische Konzepte und Methoden

Aus der kaum überschaubaren Anzahl an Konzepten und Methoden heilpädagogischer Tätigkeit fußen nur wenige auf einem spezifischen heilpädagogischen Bildungsverständnis. Vor dem Hintergrund dieses pluralen Methodenspektrums gehört es zu den zentralen Herausforderungen der Disziplin, die Einheit von Praxis, Profession und Wissenschaft immer wieder neu auszuweisen. Der erste Teil des Buches stellt sich der Aufgabe der theoretischen und ethischen Grundlegung heilpädagogischer Praxiskonzepte. Diese werden im zweiten Teil konkretisiert: Die Palette reicht dabei von den klassischen Handlungskonzepten wie der Heilpädagogischen Übungsbehandlung bis zu aktuellen personzentrierten und beziehungsorientierten Ansätzen, der Kunsttherapie, der Biographiearbeit, der Syndromanalyse im Kontext heilpädagogischer Diagnostik sowie sexualpädagogischer Konzepte. Prof. Dr. Sabine Schäper lehrt an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Münster. Sie lehrt Heilpädagogische Methodik und Intervention. Prof. Dr. Heinrich Greving lehrt dort Allgemeine und Spezielle Heilpädagogik sowie an der Universität Hamburg Behindertenpädagogik.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 04.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170239128
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 1342 kBytes
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Heilpädagogische Konzepte und Methoden

Vorwort

In einer Zeit, die von einer breiten Inklusionseuphorie in Politik und Praxis geprägt ist und in der die Heilpädagogik als "Sonder"-Disziplin unter Legitimationsdruck gerät, scheint es angezeigt, sich zu vergewissern, welchen Weg sie als Profession und Disziplin weiterhin gehen kann und soll. Die heilpädagogische Theoriebildung im Sinne einer Klärung des eigenständigen Status und Auftrags der Disziplin wurde in den letzten Jahrzehnten unter anderem durch Dieter Gröschke deutlich vertieft und in Auseinandersetzung mit benachbarten Disziplinen geschärft. Dass sein Ansatz einer geisteswissenschaftlichen Fundierung dabei einer unter verschiedenen ist, entspricht aus seiner Sicht gerade der Wissenschaftsstruktur der Heilpädagogik, insofern die Vielfalt theoretischer Ansätze "für eine etablierte und ausdifferenzierte Fachwissenschaft auch üblich und wünschenswert ist" (Gröschke 2009, 244). Sein Verständnis von Heilpädagogik als "spezielle Bildungswissenschaft unter erschwerten Bedingungen" (ebd., 248) weist den Bildungsbegriff als zentralen Referenzbegriff der Disziplin aus, die sich – darin über die schulisch orientierte Sonder- oder Behindertenpädagogik als Erziehungswissenschaft hinausweisend – auf alle Lebensalter bezieht und eine pragmatische, eine Handlungswissenschaft ist, insofern sie sich immer auf das konkrete heilpädagogische Handeln professionell tätiger Pädagoginnen und Pädagogen bezieht (vgl. Gröschke 2008).

In dieser konkreten pädagogischen Praxis heilpädagogisch Tätiger hat sich eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Konzepten und Methoden etabliert. Nur wenige fußen dabei auf einem spezifisch heilpädagogischen Bildungsverständnis. Die Einheit von Praxis, Profession und Wissenschaft immer wieder neu auszuweisen, gehört gerade vor dem Hintergrund pluraler, sich ergänzender methodischer Angebote zu den zentralen Aufgaben der Weiterentwicklung der Heilpädagogik. Dazu möchte der Band, der zur Emeritierung von Dieter Gröschke erscheint, einen Beitrag leisten, indem methodische Konzepte in Verbindung gebracht werden mit theoretischen Basisannahmen zur Zielsetzung und ethischen Basierung heilpädagogischen Handelns. Der Sammelband ist folgerichtig zweigeteilt: Der erste Teil bietet einen Diskurs zur theoretischen und ethischen Grundlegung heilpädagogischen Handelns und heilpädagogischer Praxiskonzepte, die im zweiten Teil konkretisiert werden. Die Palette dieser Praxiskonzepte reicht von dem klassischen Handlungskonzept der Heilpädagogischen Übungsbehandlung (HPÜ) bis hin zu Konzepten, die zentrale Bestimmungsstücke professionellen Handelns in den Blick nehmen – Beziehung, Kreativität – bzw. zentrale pädagogische Leitideen wie etwa Selbstbestimmung methodisch durchdeklinieren.

Die ersten drei Beiträge nehmen Aspekte der Disziplinentwicklung auf, wie sie von Dieter Gröschke in den letzten 25 Jahren thematisiert worden sind, und zeichnen den Weg von der Darlegung heilpädagogischer Praxiskonzepte bis hin zur Entfaltung einer heilpädagogischen Pragmatik nach. Dieser Weg endet (vorläufig) in grundlegenden Erläuterungen zu einer gesellschaftskritischen Sichtweise von Teilhabeoptionen und -chancen von Menschen mit Behinderungen im Lebensbereich Arbeit. Diese Erörterungen bilden eine kohärente (meta-)theoretische und interdisziplinär verankerte Begründung heilpädagogischer Konzepte und Methoden. Einige zentrale in den vergangenen Jahrzehnten entwickelten heilpädagogischen Handlungskonzepte auf die theoretischen Annahmen von Gröschke zurückzuführen und vor dem Hintergrund dieser theoretischen Folie zu differenzieren

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