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Energieeffizienzklasse A: Nachhaltiger Berufsschulunterricht mithilfe der Themenzentrierten Interaktion von Otterbein, Jutta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2014
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Energieeffizienzklasse A: Nachhaltiger Berufsschulunterricht mithilfe der Themenzentrierten Interaktion

Durch veränderte Betriebsstrukturen, die den gesamten Geschäftsprozess in den Fokus stellen, wird reines Fachwissen immer kurzlebiger und kann somit schnell unattraktiv und unbrauchbar werden. Der Arbeitsmarkt zielt deshalb vielmehr auf Schlüsselqualifikationen ab, die es den Auszubildenden durch die Berufsschulen frühzeitig zu vermitteln gilt. Dabei soll das Individuum in das Zentrum von Lernprozessen gestellt werden, damit es seine Persönlichkeit entwickeln und entfalten kann. Relevant ist jedoch auch, dass die Lernenden den Lerninhalten eine Bedeutung zuschreiben können. Das Lernfeldkonzept soll all dies gewährleisten, damit wieder ein gemeinsamer Konsens in der Berufsausbildung hergestellt werden kann. Damit geht jedoch einher, dass die Lehrpersonen dieser Aufgabenvielfalt gewachsen sein müssen, was eine Herausforderung hinsichtlich der didaktischen Umsetzung darstellt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, kann das Konzept der Themenzentrierten Interaktion nach Ruth Charlotte Cohn als Schlüsselelement einen erheblichen Beitrag leisten. Die vorliegende Studie zeigt die didaktische Umsetzung des Lernfeldkonzepts mithilfe der Themenzentrierten Interaktion auf unterrichtlicher Ebene.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 96
    Erscheinungsdatum: 01.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842846791
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 596 kBytes
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Energieeffizienzklasse A: Nachhaltiger Berufsschulunterricht mithilfe der Themenzentrierten Interaktion

Textprobe: Kapitel 4, Wie muss der Berufsschulunterricht geplant werden, damit er TZI-geleitet ist?: Das vorherige Kapitel hat ausführlich erläutert, dass das Lernfeldkonzept ein Umdenken fordert, das die handlungsorientierte Kompetenzvermittlung ins Zentrum des Unterrichts stellt, sodass berufliche Handlungskompetenz ausgebildet werden kann. Will man als Lehrperson den Unterricht entsprechend planen, so ist die Arbeit in Lehrerteams notwendig. Dieses Kapitel beschäftigt sich somit, neben der Arbeit in Lehrerteams, auch mit der Planung eines TZI-geleiteten Unterrichts. Untermauert wird das Kapitel mit Erfahrungsberichten einiger Lehrer. Anzumerken ist jedoch, dass keine konkreten Vorschläge zur Unterrichtsplanung oder Handlungskonzepte angestellt werden sollen. Die angeführten Gedanken dienen lediglich als Richtlinie, aber keinesfalls als Rezept. 4.1, Die Arbeit in Lehrerteams: Zunächst wird in diesem Abschnitt das veränderte Rollenverständnis erläutert, das die Lernfeldorientierung mit sich bringt. Darüber hinaus soll gezeigt werden, wie sich die Axiome und Postulate auf die Arbeit in Lehrerteams und die anschließende Planung einer Lernsituation auswirken können. 4.1.1, Neues Rollenverständnis: Während der Berufsschulunterricht sich früher noch am Funktions- und Fachprinzip orientierte, steht im heutigen Berufsschulunterricht der Produktions- und Geschäftsprozess im Fokus. Das Ziel, nämlich die Ausbildung eines Berufs, bleibt zwar das gleiche, der Weg hingegen hat sich grundlegend geändert. Durch das Lernfeldcurriculum wachsen damit einerseits der didaktische Handlungsspielraum für die Lehrenden und andererseits das damit verbundene Aufgabenspektrum. Die Lehrpläne weisen nur noch grobe Ziele- und Inhaltsvorgaben auf. Das bedeutet für die Lehrkräfte, dass die Inhalte und Ziele mit Leben gefüllt werden müssen. Um dem gerecht zu werden, müssen sich Lehrerteams bilden, die die Inhalte und Ziele der Lernfelder in Lernsituationen überführen. Das Lernfeldkonzept verlangt zudem einen an beruflichen Handlungen gerichteten Unterricht, was eine Kooperation mit dem Ausbildungsbetrieb als dualen Partner bedingt. Demzufolge muss das berufsschulische Lehrpersonal nicht nur kompetent im Bereich der Didaktik, sondern auch im Bereich der Organisation sein. Mit der Gestaltung und Durchführung eines handlungsorientierten Unterrichts steht nicht mehr die Lehrperson im Mittelpunkt. Vielmehr rücken die Lernenden ins Zentrum des Unterrichtsgeschehens. Die Lehrkraft steht lediglich beratend und unterstützend zur Seite und hilft den Lernenden so wenig wie möglich, aber dennoch so viel wie nötig. Dadurch sollen diese nach dem Hessischen Kultusministerium 'mehr Verantwortung für ihr Lernen übernehmen.' Neben der Überführung von Lernfeldern in Lernsituationen, der Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben sowie einer handlungsorientierten Unterrichtsgestaltung bestimmen Aufgaben wie die Erstellung eines Einsatzplans für die Lehrkräfte, die inhaltlichen Absprachen schriftlicher Arbeiten oder die Evaluation der Lernsituationen den Arbeitsalltag der Lehrerteams. Dass Lehrerteams häufig systematisch zusammenarbeiten, zeigen auch empirische Forschungen. Die Vielzahl an zu bewältigenden Aufgaben macht somit eine positive Arbeitsatmosphäre im Team unabkömmlich. Die Lehrer-Lehrer-Interaktion als soziale Interaktion ist dabei von ganz entscheidender Bedeutung. Minsel meint mit dem Begriff der sozialen Interaktion, '[...] dass die aufeinander bezogenen Handlungen zwischen Subjekten stattfinden, die ein gemeinsames Verständigungssystem besitzen - also zwischen Menschen oder Tieren einer Art.' Bei der Lehrer-Lehrer-Interaktion, bei der eine einheitliche Kodierung die Grundlage ist, kommt es also nicht nur auf die verbale, sondern auch auf die nonverbale Kommunikation an. Beide Kommunikationsvarianten können die anderen Interagierenden in ihrem Verhalten beeinflussen. Dieser Prozess der gegenseitigen Beeinflussung bezeichnet

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