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Cybermobbing: Eine Untersuchung über mögliche Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und deren Umfeld von Bradke, Martina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Cybermobbing: Eine Untersuchung über mögliche Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und deren Umfeld

In Zeiten moderner Kommunikations- und Informationstechnologien steht unsere Gesellschaft vor immer neuen Herausforderungen. Cybermobbing stellt eine dieser Herausforderungen dar, welche erst durch die vermehrte Berichterstattung der Medien Beachtung fand. Zunehmend werden nahezu weltweit tragische Fälle von Kindern und Teenagern bekannt, die den Folgen des Cybermobbings nicht mehr standhalten können. So neu das Problem Cybermobbing auch ist, so wenig erforscht ist es. Das vorliegende Buch soll einen Beitrag dazu leisten, die Lücke bezüglich der Handlungsmöglichkeiten gegen Cybermobbing zu schließen. Vorerst werden Wissensgrundlagen geschaffen, um dem Leser ein Verständnis über die Problematik zu vermitteln. Anschließend werden Möglichkeiten gegen Cybermobbing anzugehen dargestellt und analysiert. Die Analyse soll schlussendlich eine Antwort darüber liefern, welche Perspektiven Kinder, Teenager und Eltern sowie die Schule haben, um Cybermobbing vorzubeugen oder aktiv abzuwehren. Martina Bradke, B.A., wurde 1982 in Stendal geboren. Ihr Studium der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Berlin schloss die Autorin im Jahre 2013 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Arts erfolgreich ab. Bereits während des Studiums sammelte die Autorin umfassende praktische Erfahrungen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die vermehrten Berichterstattungen der Medien über Cybermobbingfälle bewegten die Autorin zur Untersuchung dieser Problematik.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 72
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842842663
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 891kBytes
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Cybermobbing: Eine Untersuchung über mögliche Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und deren Umfeld

Textprobe: Kapitel 4.4, Rollenverteilung beim Cybermobbing: Über die Rollenverteilung bei Cybermobbing einschließlich Täter- und Opfer-Typo-logie gibt es bislang keinen empirischen Beleg über die Richtigkeit bisher wenig erhobener Studien (vgl. Fawzi, 2009, S. 42). Ob folgende Aussagen über die Charakteristik von Cybertätern, Cyberopfern und den Beteiligten die tatsächliche Ursache zum Entstehen eines Cybermobbingprozesses sind, bleibt demnach umstritten. 4.4.1, Cyberopfer: Bei den Cyberopfern handelt es sich heutzutage hauptsächlich um Kinder und Ju-gendliche. Erwachsene können aber ebenfalls von Cybermobbing betroffen sein. Dies kann auch bei Lehrkräften der Fall sein, denn sie waren die Ersten, die sich über Mobbing im Internet beklagten (vgl. Dambach, 2011, S. 66). In der einschlägigen Fachliteratur werden Risikofaktoren genannt, die für die Cha-rakteristik von Cyberopfern von Relevanz sind. Hierfür werden folgende Merkmale benannt, die ebenfalls für Opfer des klassischen Mobbings bedeutend sein können (vgl. Pieschl & Porsch, 2012, S. 28). Häufig sind diese Opfer auch Täter beim traditionellen Mobbing im schulischen Um-feld. Sie besitzen wie die Täter ein hohes Aggressionspotenzial. Zudem sind sie we-niger empathiefähig als Gleichaltrige und haben zahlreiche Probleme mit diesen. Zu-dem werden Problematiken innerhalb der Familie beschrieben. Die Eltern sind häufig sehr bemüht und ängstlich. Daher entwickeln die Kinder ein geringes Selbstvertrau-en. Zusätzlich weisen sie etliche depressive wie psychosomatische Anzeichen auf (vgl. Pieschl & Porsch, 2012, S. 28). Merkmale, die nur für die Charakteristik von Cyberopfern typisch sind, werden fol-gendermaßen beschrieben: Oftmals sind Opfer selber Täter von Cybermobbing (vgl. Pieschl & Porsch, 2012, S. 30). Das bestätigen auch die Ergebnisse der Cyberlife-Studie. Demnach geben mehr als ein Drittel der Täter (36,2 %) an, selbst schon einmal Opfer von Cybermobbing geworden zu sein. Das könnte darauf hinweisen, dass Opfer offensichtlich negative Lerneffekte erzielen und mit den gleichen Mitteln 'zurückschlagen' (vgl. Schneider, Dr. Katzer, & Leest, 2013, S. 99). Sie verfügen über ausgezeichnete Computerkenntnisse und verbringen dementspre-chend viel Zeit mit Internet und diversen Kommunikationstechnologien, bis hin zur Abhängigkeit (vgl. Pieschl & Porsch, 2012, S. 30). In der Cyberlife-Studie wird auch das bestätigt. Bei dem Typus der Cyber-Fixierten wurden fast 40 Prozent der Cybermobbing-Vorfälle gemessen. Während die 'Cyber-Distanzierten''nur' zu 14 Prozent betroffen waren (vgl. Schneider, Dr. Katzer, & Leest, 2013, S. 94). Cyberopfer sind meist mit einem Profil in einem sozialen Netzwerk aktiv, sind dage-gen in Chats eher unpopulär und finden dort nur einen schlechten Anschluss. Sie weisen ein starkes Risikoverhalten im Internet auf. Das äußert sich dadurch, dass extreme Chaträume mit bedenklichen Inhalten und einem manipulativen Verhalten besucht werden, und sich das Verhalten bis hin zum Lügen und dem unvorsichtigen Umgang mit persönlichen Daten erstreckt. (vgl. Pieschl & Porsch, 2012, S. 30). 4.4.2, Cybertäter: Folgende Merkmale zur Charakteristik von Cybertätern sind ebenfalls für die Täter des Mobbings von Bedeutung: Diese Personen besitzen eine hohe Aggressivität, eine positive Haltung gegenüber Gewalt und haben mehr persönliche Gewalterfahrungen. Sie sind weniger empathie-fähig als Personen gleichen Alters und erfahren oft nur geringe Unterstützung durch Gleichaltrige. Häufig kommen die (Cyber-)Täter aus einer gestörten Eltern-Kind- Beziehung und weisen etliche hyperaktive und psychosomatische Anzeichen auf. Ihnen werden außerdem generelle Verhaltensprobleme ähnlich den Schulschwänzern zugewiesen sowie häufiges Konsumieren von Alkohol und Zigaretten (vgl. Pieschl & Porsch, 2012, S. 29). Merkmale, die lediglich für Cybertäter von Relevanz sind, werden wie folgt benannt: Täter von Cybermobbing sind oft selber Opfe

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