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Der Umgang mit Teamkonflikten in der Neuen Mittelschule: Empirisch erhobene Präventionsstrategien und Lösungsmethoden von Wahrlich, Gerald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
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Der Umgang mit Teamkonflikten in der Neuen Mittelschule: Empirisch erhobene Präventionsstrategien und Lösungsmethoden

Im Zuge der Reformbestrebungen hinsichtlich des Österreichischen Mittelstufenschulsystems wurden im Schuljahr 2009/2010 erstmals Schulen nach dem Modell `Niederösterreichische Mittelschule geführt. Dieses Modell sieht vor, dass Lehrer gemeinsam unterrichten. Die vorliegende Untersuchung zeigt, wie die betroffenen Lehrer im ersten Jahr der Niederösterreichischen Mittelschule, die in dieser für sie meist neuartigen und herausfordernden Teamsituation, entstandene Konflikte austragen. Dazu wurden mit zehn betroffenen Lehrern fokussiert narrative Interviews geführt und im Sinne der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zusammenfassend analysiert.

Gerald Wahrlich, B.Ed. M.A., wurde 1966 in Wien geboren. Nach seinem Lehramtsstudium für die Sekundarstufe 1 unterrichtete er mehr als 20 Jahre in der österreichischen Pflichtschule und machte dabei umfangreiche Erfahrungen im Teamteaching. Nach seiner Ausbildung zum Mediator untersuchte er im damals neu implementierten Schulversuch 'Neue Niederösterreichische Mittelschule' Konflikte und Konfliktlösungsstrategien von Lehrerinnen/Lehrern im Teamteaching. Seit 2012 arbeitet Gerald Wahrlich an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 117
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842841390
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 483kBytes
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Der Umgang mit Teamkonflikten in der Neuen Mittelschule: Empirisch erhobene Präventionsstrategien und Lösungsmethoden

Textprobe: Kapitel 2.2, Teamarbeit in der Schule: 2.2.1, Arten von Teamwork in der Schule: Der Begriff des Teams wird im Bereich Schule häufig verwendet. Im Bereich der Schüler werden damit Gruppen bezeichnet, die in bestimmten Unterrichtsphasen zusammenarbeiten, etwa zur Durchführung eines Experiments im naturwissenschaftlichen Unterricht oder zur Gestaltung eines Plakats zu einem Thema. Teams werden auch im Sportunterricht gebildet und zum Spielen von Lernspielen. Die Didaktik spricht in diesem Zusammenhang von Gruppenarbeit. Gruppenarbeit von Schülern ist eine von mehreren möglichen Sozialformen der Schüler im Unterricht und ein Fixpunkt in der Lehrerausbildung. Die Definition von Teamwork (siehe Kapitel 2.1.1) trifft weitgehend zu. Einzig das Erreichen einer zeitlichen Mindestdauer ist fraglich, und eine Identität stiftende Wirkung ist durch die Gruppenarbeit von Schülern gewöhnlich nicht gegeben. Echtes Teamwork von Schülern liegt z.B. in Schulsportmannschaften, Instrumentalgruppen und in der Arbeit von Projektgruppen vor, die einige Tage lang mit einer gemeinsamen Aufgabe beschäftigt sind, etwa im Zuge einer Projektwoche. Schulklassen können nicht als echte Teams im Sinne der Definition bezeichnet werden, weil ihnen die geteilten Ziele und die gemeinsame Verantwortung weitgehend fehlen. Im Bereich der Lehrer wird häufig das gesamte Kollegium als Team bezeichnet. Kritisch für das Zutreffen der Definition sind hier fallweise die hohe Anzahl von Lehrern in einer Schule und die geringe gegenseitige Abhängigkeit. Das Lehrerkollegium einer Schule stellt ein nur schwach verbundenes Team dar, der Großteil der beruflichen Arbeitszeit entfällt auf Tätigkeiten ohne echte gegenseitige Abhängigkeit. Mehr gegenseitige Abhängigkeit entsteht in Jahrgangsteams, Fachteams und Projektwochenteams. Jahrgangsteams sind gemeinsam für den Unterricht der Schüler eines Jahrgangs verantwortlich, Fachteams für den Unterricht in einem bestimmten Unterrichtsgegenstand. Projektteams verbindet die Betreuung von Klassen im Laufe von Projektwochen. Dabei sind häufig mehrere Lehrer gleichzeitig mit derselben Schülergruppe beschäftigt (vgl. Hoffellner, 1994a, S. 65f und Mayer, W., 1994, S. 13f). Durch den Einsatz von Begleit-, Stütz-, Förder-, und Integrationslehrern wird das für den Unterricht übliche Schema 'ein Lehrer - eine Klasse - eine Stunde' aufgebrochen. Der Kernbereich der schulischen Arbeit, der Unterricht, wird nicht mehr alleine erledigt, sondern gemeinsam. Der zweite Lehrer ist dem klassenführenden Lehrer allerdings nicht gleichgestellt. Er ist nur für einzelne Schüler verantwortlich und in viele Entscheidungen nicht eingebunden. Er arbeitet ergänzend (vgl. Hoffellner, 1994a, S. 7). Die intensivste Teamarbeit von Lehrern findet im Teamteaching statt. Teamteaching ist eine Unterrichtsform, in der meist zwei, fallweise auch mehr Lehrer Unterricht gemeinsam planen, organisieren, durchführen und reflektieren (vgl. Köck & Ott, 2002, S. 714f). Teamteaching kommt besonders in den Unterrichtsgegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik zur Anwendung, aber auch im Gegenstand Bewegung und Sport, im technischen Werken und in Fächergruppen im Bereichsunterricht, z.B. im naturwissenschaftlichen Bereich oder im offenen Lernen (siehe Kapitel 1.2). Teamteaching erfüllt alle Bedingungen echter Teamarbeit. Wenn im Folgenden über Lehrerteams, Teamarbeit, Teampartner oder Teamlehrer gesprochen wird, ist Team im Sinne von Teamteaching gemeint. 2.2.2, Die Anfänge des Teamteachings: Teamteaching wurde nicht in Österreich erfunden. Die jetzt im Niederösterreichischen Schulwesen praktizierte Form ist beeinflusst durch verschiedene frühere Varianten im Aus- und Inland (vgl. Hoffelner, 1994a, S. 9ff). Erstmals versucht wurde Teamteaching in den USA in den 50er bis 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ursachen für die Einführung waren Lehrermangel, schlechte Ausbildung der Lehrer, der schlechte Ruf des Schulsystems und die

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