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Förderung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen am Lebensort Schule: Möglichkeiten und Grenzen von Reckstadt, Theresa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
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Förderung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen am Lebensort Schule: Möglichkeiten und Grenzen

Trotz der aktuellen, durch die Ergebnisse der PISA-Studie ausgelösten Bildungsdebatte, in der die Bedeutung ganzheitlicher Bildung vielfach diskutiert wurde, haben bisher leider nur wenige Ansätze zur Förderung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen in schulpolitische Vorgaben und die schulische Praxis Eingang gefunden. Daher soll in der vorliegenden Arbeit der diesbezüglich bestehende Handlungsbedarf verdeutlicht und begründet werden. Auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Literatur wird mit Hilfe der Fragestellung 'Welche Möglichkeiten und Grenzen bestehen in Bezug auf die Stärkung der Sozialkompetenzen von Kindern und Jugendlichen durch die Institution Schule?' erörtert, welche Bedeutung die Förderung sozialer Kompetenzen für das Individuum und aus gesellschaftlicher Sicht hat und wie diese in der Schule umgesetzt werden kann. Dabei wird insbesondere auf die Möglichkeit der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe näher eingegangen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 59
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958205055
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 5350 kBytes
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Förderung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen am Lebensort Schule: Möglichkeiten und Grenzen

Textprobe: Kapitel 3, Entwicklung sozialer Kompetenzen: Aufbauend auf der Definition des Begriffes 'Soziale Kompetenz' wird nun erörtert, durch welche Einflussfaktoren die Entwicklung sozialer Kompetenzen geprägt ist. Das Wissen darüber ist Voraussetzung, um umfassend beurteilen zu können inwieweit dieser Prozess positiv beeinflussbar ist. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen kann als Teil der Persönlichkeitsentwicklung betrachtet werden, die im Rahmen von Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsprozessen in Wechselwirkung zwischen den genetisch bedingten Anlagen eines Kindes und seiner Umwelt stattfindet. Entscheidend sind dabei die Erfahrungen, die ein Kind in sozialen Interaktionen mit seiner umgebenden Umwelt gewinnt und aufgrund derer es seine eigenen Wahrnehmungsmuster und Handlungsstrategien entwickelt (Schellknecht 2007: 11). 3.1, Die Theorie 'Lernen am Modell' von Albert Bandura: Das Erlernen sozialer Verhaltensweisen lässt sich anhand der sozialen Lerntheorie 'Lernen am Modell' von Bandura und Walters (1973) erklären. Diese besagt, dass Kinder in erster Linie durch Nachahmung von Verhaltensweisen (älterer) Vorbilder lernen, wodurch die Persönlichkeitsentwicklung - mit all ihren dazugehörigen Fähigkeiten und Kompetenzen - stark geprägt wird. Diese Art des Lernens ist für das Hineinwachsen in die jeweilige Gruppe, Familie und Gesellschaft (Sozialisation) von großer Bedeutung (Bandura 1979: 31 und Roth 2006: 19 ff.). Bandura stellte in zahlreichen Experimenten zum Erwerb von sozialem Verhalten bei Kindern verschiedener Altersstufen fest, dass bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein müssen, damit das Verhalten anderer Menschen nachgeahmt und ins eigene Verhaltensrepertoire übernommen wird. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist verhältnismäßig hoch, wenn: - Das Kind die jeweilige Person sympathisch findet, sie respektiert oder gar bewundert, - Aus Sicht des Kindes Ähnlichkeit zwischen ihm und dem Vorbild besteht, auch wenn diese nur in seiner Fantasie existiert, - Das beobachtete Verhalten von anderen belohnt und anerkannt wird oder die Ausführung Freude bereitet , - Das Kind dafür belohnt wird, dass es dem Vorbild aufmerksam zuschaut, - Das Kind aufgrund seines Entwicklungsstandes und seiner Fähigkeiten auch tatsächlich in der Lage ist das beobachtete Verhalten nachzuahmen (Bandura 1979: 33 ff. und Kasten 2008: 25). Badura sieht den Menschen von seiner Natur her als soziales Wesen. Nach ihm besteht der größte Teil menschlichen Lernens aus sozialem Lernen, das tagtäglich nebenbei und unbewusst in verschiedenen sozialen Situationen durch die Beobachtung anderer Menschen stattfindet. Verhaltensweisen, die durch die Beobachtung eines anderen Menschen erworben wurden, werden dauerhaft beibehalten, wenn sich die Ausführung als wirksam für die Erreichung eines bestimmten Ziels und damit als erfolgreich erwiesen hat beziehungsweise wenn sie positiv bekräftig wird. Demnach kann eine durch Nachahmung erworbene Verhaltensweise auch wieder aus dem Verhaltensrepertoire eines Kindes verschwinden, wenn sich diese als wenig erfolgreich entpuppt oder es dafür negativ bekräftigt wird. Dieser Grundsatz gilt auch für aggressives Verhalten: Kinder imitieren aggressives Verhalten besonders dann, wenn es von Vorbildern mit hohem Status ausgeführt wird, sich als erfolgreich erweist und nicht bestraft wird (Kasten 2008: 25 f.). Auf diese Weise werden die ersten Grundsteine für die Entwicklung sozialer Kompetenzen bereits in der Familie gelegt (Roth 2006: 19 ff.). Kinder ahmen das sozial kompetente oder sozial inkompetente Verhalten ihrer Eltern nach, was die Entwicklung ihrer sozialen Kompetenzen stark prägt. So hat der Grad der Ausprägung der sozialen Kompetenzen der Eltern wesentlichen Einfluss darauf, ob sich die Kinder zu sozial kompetenten Persönlichkeiten entwickeln oder nicht. Hier scheint ein Ausgangspunkt für den Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg zu liegen, denn erwiesenermaßen wir

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