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Werte und Normen in der Sozialen Arbeit von Eisenmann, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.09.2012
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
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Werte und Normen in der Sozialen Arbeit

Das Buch beschäftigt sich mit der zentralen Frage nach einem wertorientierten und an Normen ausgerichteten Sozialen Handeln und dessen philosophisch-ethischer Grundlegung. Neben ethischen Wert- und politischen Grundwerte-Konzepten, den sozialen Normen und spezifischen Formen ethischen Handelns im Kontext des Sozialen thematisiert das Buch u.a. die kardinale Forderung nach Herstellung und Bewahrung 'Sozialer Gerechtigkeit' als besondere Herausforderung normenorientierter Sozialer Arbeit. Das Buch liefert nicht nur ein theoretisches Fundament, sondern geht auch praxisorientiert vor, indem klare Bezüge zu verschiedenen Handlungsfeldern und Aufgabenbereichen der Sozialen Arbeit hergestellt werden. Prof. Dr. Dr. habil. Peter Eisenmann lehrte bis zur Emeritierung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 13.09.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170235236
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 7937 kBytes
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Werte und Normen in der Sozialen Arbeit

Einführung

Das Verhältnis der Sozialen Arbeit zu den Werten und Normen, zur Ethik, wird nicht zuletzt durch das Verhältnis der in ihr Handelnden zu ihr und zu sich selbst, zu dem eigenen Anspruch und zu dem der anderen an den Grad der Professionalität und dazu, was man darunter versteht, geprägt. Dies will heißen, dass das Bild, das die Soziale Arbeit über ihre Akteure nach innen wie nach außen vermittelt, seine Prägung durch die dem Sozialen Handeln zugrundeliegenden Wertvorstellungen und Zielsetzungen, aber auch durch notwendige Standards und Normensetzungen erfährt.

Die Entwicklung der Gesellschaften hat gerade in den letzten Jahren seit einer nationalen wie auch internationalen Veränderung der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Lage von Personengruppen, Bevölkerungsteilen und Völkerschaften gezeigt, wie wichtig es ist, die Soziale Arbeit als eine gesellschaftsumfassende soziale Tätigkeit verstehen zu lernen, die nur noch bedingt etwas mit dem klassischen 'Streetworkertum' zu tun hat. Sie hat sich von der Armen- und Gestrandeten-Hilfe zu einem Eckpfeiler des eine Gesellschaft tragenden Gesamtgebäudes entwickelt, der wiederum auf klaren Wertekonzepten und Normenfestlegungen fußt. Hierzu tragen die verschiedenen Formen des Sozialen Handelns, die sich aus der Beschäftigung mit den Grundsätzen unterschiedlicher ethischer Sichtweisen ergeben, bei.

Der Professionalisierungsgrad einer beruflichen Tätigkeit lässt sich auch an der Verinnerlichung des diese bestimmenden und leitenden ethischen Grundverständnisses messen. Es gilt dieses Grundverständnis dort, wo es fehlt, zu wecken und dort, wo es erkennbar ist, zu vertiefen. Dabei soll nicht unterstellt werden, dass jede Person, die in der Sozialen Arbeit tätig werden will oder bereits tätig ist, nicht über eine gewisse ethische Grundhaltung verfügt, ihr nicht bereits bestimmte Werte wichtiger sind als andere oder noch kein praktikables Normenverständnis vorhanden ist. Jeder Mensch verfügt über irgendwelche Vorstellungen, die sein Handeln lenken und bestimmen. Dadurch aber, dass er mit ähnlichen oder anderen Vorstellungen entweder seiner Klienten oder aber der Kollegen konfrontiert wird, ist es unerlässlich, sich mit diesen und weiteren ethischen Konzepten, mit Werten und Normen auseinander zu setzen.

Es muss von vorneherein darauf hingewiesen werden, dass es weder eine spezifische Ethik der Sozialen Arbeit, noch spezifische sich auf das Soziale Handeln beziehende Werte und Normen gibt. Dadurch dass die Soziale Arbeit eine Human- oder Menschenrechts-Profession ist, kann sie sich all die ethischen Grundsätze, wie auch die Werte- und Normensetzungen, die für das menschliche Zusammenleben in einer Gesellschaft, für die zwischenmenschliche Beziehungen Gültigkeit besitzen, für ihr eigenes Verständnis und Handeln nutzbar machen.

Dieses Buch will den Versuch unternehmen, bei einer Klärung der Fragen nach einem wertorientierten und an Normen ausgerichteten Sozialen Handeln und dessen philosophisch-ethische Grundlagen behilflich zu sein; es setzt sich zum Ziel, sowohl für die Studierenden wie auch für die Praktizierenden der Sozialen Arbeit und der Pflegeberufe das Bewusstsein für ein ethisch motiviertes Handeln zu schärfen. Selbstverständlich wendet es sich auch an jene Personen, die in verschiedenster Form durch Soziales Handeln in den Umgang mit Menschen, sei es im pädagogischen Bereich oder in der Personalführung involviert sind. Das heißt, dass es den Blick öffnen will für den Umgang mit unterschiedlichen Grundsätzen und Wertvorstellungen, Leitideen, Maßstäben oder Idealen ebenso wie mit Normierungen, Richtlinien oder gesetzlichen Vorgaben. Dabei geht es weniger darum, Handlungsanweisungen oder Handreichungen auszuarbeiten, die dann ja doch in jedem Einzelfall angepasst werden müssten - auch wenn immer wieder exemplarische Verdeutlichungen vorgenommen werden. Es sucht eigentlich die Konfrontation des Sozi

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