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Tiergestützte Interventionen: Welche möglichen Auswirkungen können tiergestützte Interventionen auf die Lebensqualität von Kindern mit frühkindlichem Autismus haben und welche Chancen ergeben sich dadurch für Fachkräfte Sozialer Arbeit? von Schnegelberger, Katrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2015
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Tiergestützte Interventionen: Welche möglichen Auswirkungen können tiergestützte Interventionen auf die Lebensqualität von Kindern mit frühkindlichem Autismus haben und welche Chancen ergeben sich dadurch für Fachkräfte Sozialer Arbeit?

Tiergestützte Interventionen werden in anderen Ländern, darunter den Vereinigten Staaten und der Schweiz, schon seit Jahren erfolgreich umgesetzt. Dass Tiere positive Auswirkungen auf Menschen haben können, steht dort außer Frage. Insbesondere Menschen mit besonderem Bedarf, wie beispielsweise Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, Menschen mit Behinderung oder suchtkranke Menschen sollen demnach besonders von tiergestützten Interventionen profitieren. Der Frage, ob dies auch bei Menschen mit Autismus, genauer Kindern mit frühkindlichem Autismus, der Fall ist und welche Auswirkungen auf die Lebensqualität bzw. das Wohlbefinden der Betroffenen möglich sind, wird in diesem Buch nachgegangen. Des Weiteren wird eine Auswahl dessen eingestellt, wie sich Fachkräfte Sozialer Arbeit, die mit der genannten Klientel arbeiten, einbringen können bzw. welche Chancen sich daraus für SozialarbeiterInnen ergeben. Im Rahmen dieses Buches werden zunächst Begriffe geklärt, sowie die Voraussetzungen und Zielgruppen tiergestützter Interventionen besprochen. Wichtig sind im Zuge dessen auch Unterscheidungen zwischen den Arbeitsformen tiergestützter Therapie, Pädagogik, tiergestützter Förderung und Aktivität. Weiterhin werden die Bereiche angesprochen, innerhalb derer Hunde zum Einsatz kommen, die sich im Rahmen tiergestützter Interventionen bereits in vielerlei Hinsicht bewährt haben. Weiter geht es mit Konzepten der Mensch-Tier-Beziehung, die sich mit den Faktoren beschäftigen, die die Beziehung zwischen Mensch und Tier ermöglichen bzw. begründen sollen. Ebenso wichtig in diesem Kontext ist die Kommunikation. Was wird unter Kommunikation verstanden? Wie funktioniert menschliche Kommunikation und welche Unterschiede gibt es zur Kommunikation der Tiere? Weiterhin wird die Frage behandelt, wie eine Kommunikation zwischen Mensch und Tier möglich wird. Nach Klärung der wichtigsten Themenbereiche wird der Fokus auf Autismus gelegt. Hierbei werden Merkmale autistischer Störungen dargestellt sowie frühkindlicher Autismus anhand von Praxisbeispielen besprochen. Anschließend erfolgt die Bezugnahme zur zentralen Fragestellung dieser Literaturstudie. Tiergestützte Interventionen und Autismus werden in Zusammenhang gestellt, bereits vorhandene Forschungsergebnisse dargestellt und mögliche Auswirkungen herausgearbeitet. Zum Schluss folgen einige Überlegungen, die sich daraus für Fachkräfte Sozialer Arbeit ergeben können, bevor im Fazit eine Zusammenfassung sowie ein kurzer Blick in die Zukunft tiergestützter Interventionen folgen. Katrin Schnegelberger, B.A., wurde 1990 in Lauterbach (Hessen) geboren. Ihr Studium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Frankfurt am Main schloss sie im Februar 2014 mit dem Abschluss Bachelor of Arts ab. Bereits während des Studiums interessierte sich die Autorin für Weiterbildungsmöglichkeiten, vor allem im Bereich tiergestützter Interventionen. Ihre praktischen Erfahrungen stützen sich hauptsächlich auf Menschen mit Suchterkrankung sowie Menschen mit Behinderung. Beide Personengruppen werden auch im Rahmen tiergestützter Interventionen berücksichtigt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 87
    Erscheinungsdatum: 01.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842845381
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 1012kBytes
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Tiergestützte Interventionen: Welche möglichen Auswirkungen können tiergestützte Interventionen auf die Lebensqualität von Kindern mit frühkindlichem Autismus haben und welche Chancen ergeben sich dadurch für Fachkräfte Sozialer Arbeit?

'Textprobe: Kapitel 15, Tiergestützte Interventionen mit Hunden: Hunde werden bereits einige Zeit im Rahmen tiergestützter Interventionen eingesetzt, was allein schon die Vielfalt der Möglichkeiten des Einsatzes von Hunden zeigt. Hunde sind als Rudeltiere sehr sozial und anpassungsfähig und daher sehr gut geeignet, um mit Menschen zusammenzuleben und -arbeiten zu können. Der Hund 'versucht innerhalb kurzer Zeit die individuelle körpereigene Sprache eines Menschen zu erkennen und folgt somit dessen Bedürfnissen (Kommandos)'. Dies vermittelt dem Menschen das Gefühl, verstanden zu werden und bestätigt ihn in seinem Handeln, was eine gute Grundlage für eine pädagogische oder therapeutische Intervention darstellt. Dazu ist allerdings notwendig, dass der Hund gut sozialisiert und erzogen ist. Daher ist es von Vorteil, wenn ein Hund schon in den ersten Lebenswochen engen Kontakt zu Menschen hat, da diese Zeit für das weitere Leben prägend ist. Täglicher Kontakt zum Menschen ermöglicht dem Hund zudem das Verhalten vom Menschen einzuschätzen und nonverbale Signale verstehen zu lernen. Für eine gute Sozialisation ist außerdem wichtig, dass der Kontakt zu anderen Hunden gegeben ist. Der Mensch hat gegenüber dem Hund die Position des 'Leittiers' und muss sich daher entsprechend konsequent verhalten sowie eine artgerechte Haltung gewährleisten können. Für tiergestütze Interventionen sind bestimmte Charakterzüge wie z. B. ein sanftes Wesen, Anhänglichkeit oder Kontakfreudigkeit des Hundes von Vorteil, weshalb oft Mischlinge zum Einsatz kommen, die mehrere Eigenschaften miteinander vereinen. Die richtige Körpergröße ist wichtig, damit z. B. Menschen im Rollstuhl ihren Hund ohne weiteres berühren können. Die Begrifflichkeiten von Hunden im Rahmen tiergestützter Interventionen scheinen jedoch nicht geklärt zu sein, obwohl es den Einsatz von Hunden zahlreich und in den unterschiedlichsten Formen gibt. Während Rosenbaum/Willems-Hansch (2010) die Therapiebegleithunde, Behindertenbegleithunde, Blindenführhunde, Rettungs- sowie Anzeigehunde unter den Begriff 'Servicehunde' zusammenfassen, bezeichnet Otterstedt (2001) die Blindenführhunde, Behindertenbegleithunde, Meldehunde, Hunde in der tiergestützten Therapie, Besuchsdienst- und Heim-Hunde als 'Assistenzhunde'. Da der Rettungshund als Einziger nicht im Rahmen von tiergestützten Interventionen eingesetzt wird, sondern für die Suche nach verletzten, verschütteten oder vermissten Personen dient, wird auf diesen nicht näher eingegangen. Vernooij/Schneider (2013) nennen den Einsatz von Hunden 'Serviceleistungen' und teilen diese in die Begriffe Servicehunde, Blindenführhunde, Behindertenbegleithunde, Signalhunde und Epilepsiehunde auf. Dem Therapie- und Sozialhund wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Um dieser Uneinigkeit zu entgehen, werden hier nun 'eigene' Oberbegriffe verwendet, die sinnvoll erscheinen, um eine gewisse Übersichtlichkeit gewährleisten zu können. Dazu wird mit den Service- und Assistenzhunden begonnen, die für den Menschen 'Dienstleistungen' im Alltag erbringen. Darauf folgen die Therapie- und Sozialhunde, die eine unterstützende Rolle hinsichtlich des Wohlbefindens von Menschen einnehmen. Zuletzt werden schließlich die Warn- und Signalhunde dargestellt, die bei kranken Menschen eingesetzt werden. 16, Service- und Assistenzhunde: Unter den Begriffen Service- und Assistenzhunde werden in diesem Abschnitt all diejenigen Hunde zusammengefasst, die bestimmten Menschen Hilfestellungen im Alltag geben. Diese werden zunächst danach ausgewählt, bei welcher Person sie eingesetzt werden sollen, wovon wiederum abhängig gemacht wird, wie das Wesen des Hundes, die körperliche Statur und Belastbarkeit beschaffen sein sollte. Da sie dem Menschen 'Dienstleistungen' erbringen, ist eine Ausbildung von einem professionellen Hundetrainer unumgänglich. Diese wird speziell auf die Behinderungsart bzw. Einschr

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