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Von der Lehrperson zur Lehrerpersönlichkeit

  • Erscheinungsdatum: 11.12.2015
  • Verlag: Studienverlag
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Von der Lehrperson zur Lehrerpersönlichkeit

Im Band 6 der Reihe 'Pädagogik für Niederösterreich' begeben sich die Autoren auf die Spur der 'Lehrerpersönlichkeit'. Im modernen Schulalltag stehen LehrerInnen vor einer Reihe von Herausforderungen: Problemlösung im Alltag, Strukturreformen, Vernetzung und Kooperation, Kreativität und Innovation, Inklusion, Weiterbildung und die allezeit präsente Forderung nach weitreichenden Kompetenzen. - Ist das Idealbild einer solchen Lehrerpersönlichkeit überhaupt erreichbar? - Wie können die Lehrenden die Schwierigkeiten, die dieses Idealbild mitbringt, meistern? - Wie von der 'Lehrperson' zur 'Lehrerpersönlichkeit' werden? Die Autoren des Bandes gehen den Menschen hinter den Methoden und Systemen auf den Grund: In 40 spannenden, informativen und anregenden Aufsätzen setzen sich nationale und internationale SpezialistInnen des Themas mit den Herausforderungen an die Lehrerpersönlichkeiten von heute auseinander, sprechen von ihren Erfahrungen und präsentieren innovative Ansätze und Lösungsvorschläge.

Der Herausgeber Erwin Rauscher, Univ.-Prof. HR MMag. DDr., geboren 1950 in Mauthausen, ist Rektor der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich und außerordentliches Mitglied am Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung der Universität Klagenfurt. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Unterrichts- und Schulorganisationsentwicklung, in der Verhaltenskultur und Schuldemokratie sowie in der Zukunft der LehrerInnenausbildung. Seit 2007 ist er Herausgeber der Reihe 'Pädagogik für Niederösterreich'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 396
    Erscheinungsdatum: 11.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783706558082
    Verlag: Studienverlag
    Größe: 10064 kBytes
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Von der Lehrperson zur Lehrerpersönlichkeit

Christine Schörg

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NETZE
SPINNEN

Aspekte (im)materieller Vernetzungsszenarien

Denn das bloße Anblicken einer Sache kann uns nicht fördern. Jedes Ansehen geht über in Betrachten, jedes Betrachten in ein Sinnen, jedes Sinnen in ein Verknüpfen, und so kann man sagen, dass wir schon bei jedem aufmerksamen Blick in die Welt theoretisieren. Dieses aber mit Bewusstsein, mit Selbsterkenntnis, mit Freiheit, um uns eines gewagten Wortes zu bedienen, mit Ironie zu tun und vorzunehmen, eine solche Gewandtheit ist nötig, wenn die Abstraktion, vor der wir uns fürchten, unschädlich, und das Erfahrungsresultat, das wir hoffen, recht lebendig und nützlich werden soll. 1

Wenn im Text bewusst verschiedene Lesewege - auch eine Abkürzung - und damit verschieden intensive Herangehensweisen angelegt sind, so ist die Betrachtung doch verbunden mit der Hoffnung, dass die im Goethe-Zitat angedeutete Vertiefung stattfinden kann; und müssen Text und Bild hier auch naturgemäß mit zwei Dimensionen das Auslangen finden, so bleibt es als immanente Aufgabe dem Leser/der Leserin überlassen, alle anderen Dimensionen über diesen Zugang zu eröffnen und zu erschließen, so wie Transferleistungen in jedem Lese- und Verständnisprozess erforderlich sind. 2 Genau um diesen Aspekt des Fehlenden, um das Negativ, um das Dazwischen, um die Pause, die Stille wird es auch gehen; um das, was im Japanischen "Ma" genannt wird, um den Raum zwischen den Dingen, der ihnen erst ihre Bedeutung gibt und gleichzeitig Freiraum wie Chancen bietet - die japanische Ästhetik ist geprägt von dieser reinen Leere. Das nicht explizit Genannte, nicht Vorhandene, Ausgesparte, weiße Feld kann dann als Projektionsfläche dienen; in der indirekten Mitteilung sollen sich Bedeutungsspielräume eröffnen, und wo immer sich dem geneigten Rezipienten Transfergedanken aufdrängen, seien sie willkommen. 3

"Wie soll man das also lesen?" 4 Dieser in seiner Konzeption nichtlineare Text kann, wie auf diesen Seiten sich präsentierend, "Zeile für Zeile" konsumiert werden, die Betrachtung der Struktur eröffnet allerdings Lesevarianten, die hier kurz erläutert werden sollen: Die Textbausteine sind in einem Radnetz an den Schnittstellen zwischen den Radialfäden (bzw. Speichen, mit den Buchstaben A bis E bezeichnet) und der Spirale (die Themenkreise 1 bis 4 abbildend) angeordnet; die Mitte, das Zentrum stellt den Themenmittelpunkt dar.
A Geschichten 5

zu erzählen, Geschichten zu lauschen, das macht auch den Menschen zum Menschen. Sie kommen aus der Mythologie, aus anderen Zeiten; sie begleiten Artefakte, insbesondere Bilder; sie werden von Menschen beigesteuert; wir erinnern uns, wir erfinden sie. Sie entführen uns - "... Und mich ergreift ein längst entwöhntes Sehnen ..." 6 - und sind geeignet, uns Zugang zu Themen zu verschaffen.
B, C Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung

unter der Betrachtung von zwei Aspekten, die ineinandergreifen, werden entlang der beiden Radialen B und C angeordnet.
D Menschen als Akteure

in ihrem Handlungsfeld und bei ihrem Wirken zu beobachten, erscheint lohnend. Wie sie sich unter bestimmten Umständen und Einflüssen verhalten, wie sie agieren, also eingreifen und verändern oder abwarten, was sie motiviert, das soll in den Passagen der Radiale D jeweils Gegenstand der Betrachtung sein.
E In Kürze

Schnelle Formen der Information sind nicht nur unter dem Diktat der Zeitknappheit manchmal die richtige Variante, sich mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen. Die Verfolgung dieser Radiale bietet einen schnellen Weg durch alle Themenkreise zum Themenzentrum.
1 / Annähern

neugierig sein, näher kommen, beobachten, nachfragen, etwas anderes kennenlernen wollen, sich auf etwas Neues einlassen, sich damit vertraut machen und damit Verantwortung übernehmen, Grenzen überschreite

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