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Carlo Ancelotti. Die Autobiografie von Ancelotti, Carlo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2016
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Carlo Ancelotti. Die Autobiografie

Seit 2016 ist er Trainer beim FC Bayern München – Carlo Ancelotti: Beliebt bei seinen Spielern, erfolgreich auf all seinen Stationen von Juventus über Chelsea bis zu Madrid. In dieser anekdotenreichen und einsichtsvollen Autobiografie schildert er seinen Werdegang aus der italienischen Provinz in die Top-Vereine der italienischen Liga, wo er es als Spieler bis in die Nationalmannschaft schaffte. Als Trainer blieb er seiner Philosophie stets treu: den Kontakt zu seinen Spielern zu halten und sein System an die Mannschaft anzupassen, nicht umgekehrt. Der Erfolg und seine große Beliebtheit geben ihm Recht.

Carlo Ancelotti, 1959 in Reggiolo in der Emilia Romagna geboren, wurde nach einer großartigen Karriere als Spieler zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten Trainer des Profi-Fußballs und gewann mit seinen Teams mehrfach die wichtigen internationalen Titel. 2009 zog es ihn nach London zu Chelsea, 2013 nach Madrid, wo er mit Real das spanische Double gewann. Seit Juli 2016 ist er Cheftrainer beim FC Bayern München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 01.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492975056
    Verlag: Piper
    Größe: 4323kBytes
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Carlo Ancelotti. Die Autobiografie

Vorwort zur deutschen Ausgabe

von Alessandro Alciato

15. April 2016 in Parma. Der Abend fing gut an. Es war warm, draußen kämpften die letzten Sonnenstrahlen gegen die Dämmerung an, doch bald würde die Nacht hereinbrechen. Man trug kurze Ärmel, der Frühling zeigte sich von seiner schönsten Seite, fast als wäre er dort zu Hause. Er brachte die Seelen ebenso zum Strahlen wie die Natur.

Der Opa im Haus setzte die Brille auf, denn auch so lässt sich Glück in menschliche Bahnen lenken. Sein Enkel sah ihn an und lächelte. Das Lächeln von Kindern fällt immer strahlend aus, auch wenn es im Falle des Enkels noch ein zahnloses war.

Währenddessen aß der Opa, und wenn der Opa sich zu Tisch setzt, dann kann draußen eine Bombe hochgehen, er würde es nicht bemerken. Der Enkel aber machte urplötzlich ein hochkonzentriertes Gesicht.

Der Opa zog die Augenbrauen hoch.

Der Enkel schaute unschuldig drein.

Der Opa richtete seinen Blick auf die Hand des Enkels, als wolle er sich dessen, was er gerade gesehen hatte, noch einmal versichern.

Denn in der kleinen Hand des Enkels befand sich nichts anderes als das Mobiltelefon des Opas.

Der Opa nahm's gelassen. "Scheiße!", schrie er auf Deutsch, denn Sprachkenntnisse zu haben ist immer gut, vor allem in schwierigen Situationen.

Aus der Küche kam ein fragendes "Hat dir das Essen nicht geschmeckt?".

Doch mit dem Essen hatte das Ganze nichts zu tun. Alessandro, der Enkel, spielte mit Opa Carlos Telefon. Genauer gesagt hatte er die Tastatur blockiert, nachdem er wohl versucht hatte, Beethovens Neunte darauf nachzuspielen. Zumindest klickte er seit mehreren Minuten auf der Tastatur herum. Pech. Denn dabei ging so einiges verloren. Das Telefon verabschiedete sich in ein besseres Leben und nahm die zahllosen SMS mit, die der Opa bekommen hatte. Opa Carlo. Carlo Ancelotti. Die beiden Deutschen Sami Khedira und Toni Kroos waren die Ersten, die ihm geschrieben hatten, nachdem vermeldet worden war, dass Carlo der neue Trainer des FC Bayern München werden würde: "Du hast die absolut richtige Entscheidung getroffen. Bayern ist eine Religion. Herzlichen Glückwunsch." Danach waren die anderen eingetrudelt, angefangen bei Cristiano Ronaldo. Seine Spieler mochten ihn immer: Denn seine Spezialität ist es, nicht nur die Muskeln zu trainieren, sondern auch die Herzen. Eine Nachricht aber konnte der Enkel nicht löschen, die von Florentino Pérez. Das hatte einen einfachen Grund: Die Nachricht war nie abgeschickt worden. Der Präsident von Real Madrid hatte, nachdem er jenen Trainer vor die Tür gesetzt hatte, der die legendäre "Décima", den zehnten Europapokal, nach Madrid geholt hatte, jeden Kontakt zu ebendiesem Trainer abgebrochen. Nicht ein Telefonat. Nicht eine Mail. Nicht eine SMS, wie Jungverliebte sie sich manchmal schicken, einfach um zu signalisieren: "Hey, es gibt mich noch." Pérez hat eine absolute Kommunikationssperre mit Ancelotti durchgezogen, der sich allerdings an diese Art von Launen längst gewöhnt hat. Das ist immer so: Wenn er irgendwo neu hinkommt, rümpfen die Leute die Nase. Und wenn er weggeht, würden die Spieler am liebsten eine öffentliche Demonstration veranstalten. In Spanien war das nicht anders.

Te jamón . Das waren die ersten Worte, die Carlo Ancelotti in Madrid gelernt hat. Kaum ausgesprochen, haben ihn auch schon alle schräg angeguckt oder sich über ihn lustig gemacht mit diesem leicht snobistischen Grinsen, das ein netter Kerl wie er überhaupt nicht verdient hat: "Ach, wieder so ein armseliger Tropf von Italiener, der nicht richtig Spanisch kann! Nein, mein Guter, te amo heißt das, ich liebe dich." Dabei hatte Carletto, dem man in Madrid mittlerweile den Spitznamen "Don Carlos" gegeben hat, gar keinen Fehler gemacht. Aber wie üblich ist er darauf nicht groß herumgeritten. Denn er hatte keineswegs die Absicht, in aller Öffentlichkeit einen Seelenstriptease hinzulege

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