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Nikolaus Andresen (1884 - 1915) und seine Zeit Eine historische Biographie von Meier, Frank (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Nikolaus Andresen (1884 - 1915) und seine Zeit

Nikolaus Andresen (1884-1915) und seine Zeit. Eine historische Biographie Dieses Buch zeichnet das Leben meines Großonkels Nikolaus Andresen nach, der in Ulsnis an der Schlei als Sohn des Dorfschullehrers Franz Andresen aufgewachsen ist, in Flensburg sein Abitur ablegte und vor dem Ersten Weltkrieg an den Universitäten Tübingen, Kiel und Berlin Geschichte und Germanistik für das Höhere Lehramt studierte. Nach seiner einjährigen Dienstzeit als Rekrut kam er 1913 als Studienassessor an die Husumer Gelehrtenschule. Als im August 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, meldete er sich freiwillig und wurde Offiziersstellvertreter in der 2. Kompanie im I. Bataillon des 84. Infanterie-Regiments von Manstein (Schleswigsches). Er machte den Vormarsch bis zur Marne und den Stellungskrieg im Westen mit und fiel 1915 bei einem Angriff an der Spitze seiner Kompanie in Ostpolen. Seine eindrücklichen Briefe, darunter viele aus der Kriegszeit, werden hier mit anderen Kriegserinnerungen seines Regiments verglichen. Auf diese Weise entsteht eine spannende, detailgetreue historische Biographie. Dr. Frank Meier, geb. 1959 in Flensburg, studierte an der Universität Konstanz Geschichtswissenschaften und Biologie, promovierte 1989 in mittelalterlicher Stadtgeschichte bei Prof. Dr. Helmut Maurer, war Studienrat an der Friederike-Rösler-Schule in Balingen, Akademischer Rat für Geschichte und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten und ist seit 2006 Professor für Geschichte und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Von ihm stammen mehrere Fach- und Sachbücher sowie zahlreiche Aufsätze zur mittelalterlichen und neueren Geschichte sowie zur Geschichtsdidaktik.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 308
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783746005249
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 471 kBytes
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Nikolaus Andresen (1884 - 1915) und seine Zeit

Einleitung

Meine Großtante mütterlicherseits, Anna Amalie Andresen (27. Juli 1890 - 15. Okt. 1975), erzählte mir als Kind immer wieder in eindrucksvoller Weise von dem Leben der Familie Andresen und dem Schicksal ihres ältesten Bruders Nikolaus. Sie weckte gleichsam schon früh den Wunsch in mir, die Familientradition fortzuführen und, wie mein Großonkel, Geschichte für das gymnasiale Lehramt zu studieren. So wie Nikolaus Andresen vor dem Ersten Weltkrieg das Studium der Philologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen begann, sollten auch mich meine Schritte aus der norddeutschen Heimat in den Süden lenken, um an der Universität Konstanz das Studium der Geschichtswissenschaften und Biologie zu ergreifen.

Diese historische Biographie zeichnet das Leben von Nikolaus Franz Christian Andresen (28. Jan. 1884 - 18. Sept. 1915) nach und ordnet es in einen geschichtlichen Zusammenhang ein. Als Grundlage dient vor allem das für die Hinterbliebenen und Nachfahren bestimmte Werk seines jüngsten Bruders Theodor Franz Andresen (25. Apr. 1894 - 27. Jan. 1949) aus dem Familienarchiv Andresen. Dieses 1932 erschienene, 147 Seiten umfassende Typoskript mit dem Titel "Dem Gedächtnis meines Bruders Nikolaus Andresen" umfasst im ersten Teil die Kapitel "Kindheit und Heimat", "Der Schüler", "Der Student", "Der Soldat", "Der Lehrer", "Krieg und Tod", gibt im zweiten Teil Auszüge aus den hinterlassenen Briefen der Schüler-, Studenten- und Soldatenzeit von Nikolaus

Andresen wieder und zitiert im dritten Teil aus seinen im Nachlass gefundenen Gedichten. 1 Theodor Andresen verfasste ebenfalls eine dreibändige Chronik seiner Familie, in der er ebenfalls auf das Leben seines ältesten Bruders eingeht und einige seiner Briefe auszugsweise übernommen hat. 2 Mein Großvater übertrug ferner 1936 viele Kriegsbriefe von Nikolaus Andresen in gotischer Frakturschrift in ein eigenes Werk. 3 Mein Bruder, der Archäologe Dirk Meier, hat zwar jüngst bereits die meisten von Theodor Andresen edierten Kriegsbriefe und Feldpostkarten in einem kurzen Zeitschriftenartikel veröffentlicht, diese jedoch nur sehr grob in einen allgemeinen historischen Zusammenhang eingeordnet und vor allem nicht mit Erinnerungen anderer Soldaten des Regiments verglichen, wie es in dieser Monographie geschieht. 4

Die in Auszügen herangezogenen persönlichen Erinnerungen meines Großvaters Theodor Andresen sollen den Zugang zur Persönlichkeit seines gefallenen Bruders erleichtern und diese familiären Egodokumente erstmalig in einen konkreten historischen Zusammenhang eingebettet werden. Dabei wird der Schwerpunkt der historischen Analyse auf der Kriegszeit bis zum Tod von Nikolaus Andresen am 18. Sept. 1915 liegen.

Kriegsbriefen und Regimentserinnerungen kommt deswegen eine große Bedeutung zu, weil die Originaldokumente der preußischen Armee - im Ersten Weltkrieg bestand das Heer aus den Armeen der deutschen Länder - beim amerikanischen Luftangriff auf Potsdam im Frühjahr 1945 verbrannt sind. Immerhin stehen uns die gedruckten Bände des Reichsarchivs zur Verfügung. Dieses amtliche deutsche Werk über den Landkrieg wurde zwischen 1924 und 1935 (Bd. 1 - 9) vom Reichsarchiv, zwischen 1935 und 1938 (Bd. 10 - 11) vom Oberkommando des Heeres und ab 1939 (Bd. 12 - 14) von der Kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt des Heeres herausgegeben. 5 Als weitere wichtige Reihe erschien im Auftrag des Reichsarchivs zwischen Anfang 1921 und Oktober 1933 die Reihe "Schlachten des Weltkrieges". 6 Weitaus wichtiger für eine historische Verortung der Kriegsbriefe von Nikolaus Andresen sind jedoch die von Oberstleutnant a. D. Hülsemann in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts herausgegebenen Erinnerungen des Infanterie-Regiments von Manstein (Schleswigsches) Nr. 84 (1914 - 1918). 7 Darin wird der Unteroffizier d. R. und spätere Leutnant d. R. Nikolaus Andresen mehrfach erwähnt, was in meiner Familie bislang unbekannt war.a

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