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Rupert Murdochs kleines Weißbuch Die Management-Geheimnisse des erfolgreichsten Medienmoguls von La Monica, Paul R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.09.2009
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Rupert Murdochs kleines Weißbuch

Der Australier Rupert Murdoch - umstrittener Vorstandsvorsitzenden der News Corp. - ist eine der widersprüchlichsten Persönlichkeiten im weltweiten Medienzirkus. Über ihn wurde endlos getratscht, spekuliert und kritisiert, aber was bewegt tatsächlich diesen wagemutigen, und meist erfolgreichen, Zeitgenossen? Basierend auf Stellungnahmen von Führungskräften und Konkurrenten der News Corp. sowie auf Interviews mit Wall-Street-Analysten, Investoren und anderen Medienexperten, beantwortet Paul La Monica in diesem Buch einige der faszinierendsten Fragen über Murdoch. Wie konnte er es schaffen, aus einer kleinen australischen Zeitungsgruppe ein weltweites Medienimperium aufzubauen? Dabei geht La Monica insbesondere auf Murdochs Führungsstil und dessen Managementprinzipien ein.

Paul R. La Monica ist Redakteur bei einer der bekanntesten Websites im Bereich Wirtschaftsnachrichten: CNNMoney.com. Er schreibt eine tägliche Kolumne für die Site und trägt regelmäßig zu deren Videoreportagen bei. Zuvor arbeitete er als Redakteur bei dem Magazin Red Herring und als Texter für SmartMoney.com. Heute lebt er in New York City.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 14.09.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862486762
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 775 kBytes
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Rupert Murdochs kleines Weißbuch

KAPITEL 1

Auf- und Ausbau des
Zeitungsgeschäfts

Um wirklich zu verstehen, warum Murdoch so versessen auf die Akquisition des Verlagshauses Dow Jones war, muss man zurück zu den Anfängen der Geschichte von News Corp. gehen. Heute ist das Unternehmen in erster Linie für Fox-TV, Kabelfernsehen und Filmstudios bekannt. Aber News Corp. ist immer ein Zeitungsverlag gewesen und Murdoch hat sich ungeachtet der Äußerungen seiner zahlreichen Kritiker selbst stets als Zeitungsverleger alter Schule gesehen.

Trotz der Tatsache, dass die Umsätze vieler Zeitungsverlage aus Anzeigenverkauf und Zeitungsauflage ständig weiter zurückgehen, weil immer mehr Leser und Marketingmanager auf das Web zurückgreifen, ist das Zeitungsgeschäft für News Corp. nach wie vor von zentraler Bedeutung.

In den ersten drei Quartalen des Fiskaljahres 2008, das im März 2008 endete, trug die Zeitungssparte von News Corp. mit beinahe 18 Prozent zum Konzernumsatz und mit rund 13 Prozent zum Betriebsgewinn bei. Die Bedeutung des Zeitungsgeschäfts für die finanzielle Gesamtsituation von News Corp. ist nun, da Dow Jones in die Konzernergebnisse einfließt, sogar noch gestiegen. Die Akquisition wurde Mitte Dezember 2007 abgeschlossen.

Rupert Murdoch hat nicht den geringsten Hinweis darauf gegeben, dass er sich jemals vom Zeitungsgeschäft trennen würde, obwohl er zugibt, dass die Zeitungsindustrie vor zahlreichen gewaltigen Herausforderungen steht. Oft hat er wehmütig von den alten Zeiten geschwärmt und freimütig eingestanden, dass die größte Herausforderung die Gewinnung junger US-Leser ist, die ihre Nachrichteninformationen zum großen Teil ausschließlich aus dem Internet oder aus Comedy-Nachrichtenshows wie der populären Daily Show with John Stewart und The Colbert Report beziehen.

Murdoch betrachtet sich eindeutig immer noch als Zeitungsmann. Das liegt ihm im Blut, nachdem er in diesem Geschäft aufgewachsen ist und das Zeitungsgeschäft von seinem verstorbenen Vater geerbt hat.

In seiner Rede auf der Medientagung von McGraw-Hill im Februar 2007 beklagte Murdoch die Tatsache, dass "der alte Lebensstil der Zeitungslektüre am Frühstückstisch Geschichte ist" und er fügte hinzu, dass "Zeitungen immer größere Wirtschaftlichkeitsprobleme haben". In einer Rede vor der American Society of Newspaper Editors (Amerikanische Gesellschaft der Zeitungsverleger) im April 2005, illustrierte Murdoch die größten demografischen Probleme, von denen Zeitungsverlage bedroht sind, und gestand ein, der einzige Weg, um als Zeitungsverlag zu überleben, sei die Anpassung an die neuen Gewohnheiten junger Leser.

"Ich bin ein digitaler Immigrant. Ich bin nicht im Web gesurft und habe nie stundenlang vor dem Computer verbracht. Vielmehr bin ich in einer stark zentralisierten Welt aufgewachsen, in der die Nachrichten und Informationen von einigen wenigen Verlegern kontrolliert wurden, die darüber entschieden, was wir wissen sollten und durften. Meine zwei jungen Töchter dagegen werden in der digitalen Welt zu Hause sein. Eine Welt ohne uneingeschränkten Zugang zu Breitbandinternet werden sie nie kennenlernen", sagte er mit Hinweis auf seine beiden Töchter Grace und Chloe aus dritter Ehe, die zu dem Zeitpunkt noch im Kindergartenalter waren.

Die Nachrichtenindustrie hat sich in eine Industrie verwandelt, in der individuelle Blogger und Leser genauso großen, wenn nicht sogar noch größeren Einfluss auf die Nachrichtenberichterstattung haben als Redakteure, Verleger und große Medienkonzerne. Zwischen der heutigen Situation und der Funktionsweise der Medienindustrie Anfang der 50er-Jahre liegen Welten.

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