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Das Arbeitszeugnis in Recht und Praxis - inkl. Arbeitshilfen online Rechtliche Grundlagen, Textbausteine, Musterzeugnisse, Zeugnisanalyse von Huber, Günter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.10.2019
  • Verlag: Haufe Verlag
eBook (ePUB)
25,99 €
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Das Arbeitszeugnis in Recht und Praxis - inkl. Arbeitshilfen online

Der 'große Huber' - jetzt in der 17. Auflage! Mit diesem Klassiker verfassen Sie als Arbeitgeber schnell aussagekräftige und rechtssichere Arbeitszeugnisse. Und als Arbeitnehmer erfahren Sie zudem, wie Sie Ihr eigenes Zeugnis analysieren können. Inhalte: - Wer Anspruch auf ein Arbeitszeugnis hat, welche Fristen zu beachten sind und welche formalen Anforderungen es gibt - Über 110 Musterzeugnisse zu den verschiedensten Berufen, Branchen und Funktionen - Über 100 Textbausteine zu Kernkompetenzen und Führung - Musterformular für ein komplettes Zeugnis - Neu: Mit allen aktuellen und wichtigen Urteilen der Arbeitsgerichte zu Form und Inhalt und zur Vollstreckung von gerichtlichen Vergleichen - Neu: direkter Link per QR-Code im Buch zu den Online-ToolsArbeitshilfen online: - Alle Musterzeugnisse und Textbausteine - Aktuelle BAG-Urteile - Checklisten

Dr. Günter Huber ist seit 1982 in Freiburg als Rechtsanwalt tätig. Seine Schwerpunkte liegen im Arbeits- und Erbrecht. Er ist Verfasser vieler Publikationen und Artikel.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 255
    Erscheinungsdatum: 10.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648130582
    Verlag: Haufe Verlag
    Größe: 392 kBytes
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Das Arbeitszeugnis in Recht und Praxis - inkl. Arbeitshilfen online

2 Zeugnisinhalt
2.1 Arten des Zeugnisses
Einfaches Zeugnis

Beim einfachen Zeugnis wird lediglich die Art des Dienstverhältnisses und dessen Dauer bestätigt. Aussagen über die Leistung und die Führung sind im einfachen Zeugnis nicht enthalten.

Aufgenommen werden muss die Person des Arbeitnehmers mit Namen und Vornamen. Anschrift und Geburtsdatum sind nur mit Einverständnis des Arbeitnehmers aufzunehmen. Die Art der Beschäftigung ist so vollständig und genau anzugeben, dass sich ein Dritter hierüber ein Bild machen kann.73 Allgemeine Angaben sind dann nicht ausreichend, wenn der Arbeitnehmer mit Sonderaufgaben befasst war.74

Als Dauer der Beschäftigung ist die rechtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses anzugeben, d. h. bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Kündigung wirksam bzw. das Beschäftigungsverhältnis aufgelöst wird. Kürzere Unterbrechungen wie Urlaub, Krankheit usw. sind nicht anzugeben.75

Qualifiziertes Zeugnis

Das qualifizierte Zeugnis enthält außer Angaben über Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses Ausführungen über die Führung und Leistung. Dabei sollen die Führung und Leistung während der gesamten Dauer des Beschäftigungsverhältnisses beurteilt werden.

Wahlrecht

Dem Arbeitnehmer steht das Wahlrecht zu, ob er ein einfaches oder ein qualifiziertes Zeugnis wünscht. Ein ohne seinen Wunsch ausgestelltes qualifiziertes Zeugnis kann er zurückweisen.76 Wurde auf Wunsch des Arbeitnehmers ein qualifiziertes Zeugnis erteilt, kann er nicht nachträglich ein einfaches Zeugnis verlangen.77 Entsprechendes gilt im umgekehrten Fall oder im Fall, dass der Arbeitnehmer es dem Arbeitgeber überlässt, ob ein einfaches oder ein qualifiziertes Zeugnis erteilt wird.78

Der gesamte Wortlaut des Zeugnisses steht zunächst im Ermessen des Arbeitgebers.79 Der Arbeitgeber darf bei gleicher Beurteilungsgrundlage seine im Zwischenzeugnis zum Ausdruck gebrachten Beurteilungen im Schlusszeugnis allerdings nicht ändern.80

Im Zeugnis müssen alle wesentlichen Tatsachen und Bewertungen angegeben werden, die für die Gesamtbeurteilung des Beschäftigten von Bedeutung und für Dritte von Interesse sind.81

Einmalige Vorfälle oder Umstände, die für den Arbeitnehmer und seine Führung und Leistungen nicht charakteristisch sind, dürfen nicht in das Zeugnis aufgenommen werden.

Das außerdienstliche Verhalten des Beschäftigten darf im Zeugnis nur erwähnt werden, wenn es sich dienstlich auswirkt (z. B. Trunk- oder Drogensucht).

Die Formulierung des Arbeitszeugnisses steht im pflichtgemäßen Ermessen des Arbeitgebers. In diesem Rahmen ist der Arbeitgeber in der Wortwahl und der Satzstellung frei. Ihm steht bei der Abfassung des Zeugnisses auch ein Beurteilungsspielraum zu.82 Gebunden ist der Arbeitgeber allerdings grundsätzlich an Beurteilungen in einem bereits ausgestellten Zeugnis. Der Zeugnisaussteller ist bei der Erteilung eines berichtigten Zeugnisses nicht berechtigt, das Verhalten schlechter zu beurteilen als in dem zunächst erteilten Zeugnis. Anderes gilt nur dann, wenn dem Arbeitgeber nachträglich Umstände bekannt geworden sind, die das Verhalten des Arbeitnehmers in einem anderen Licht erscheinen lassen.83

Zwischenzeugnis

Das Zwischenzeugnis entspricht inhaltlich dem Endzeugnis mit dem Unterschied, dass das Beschäftigungsverhältnis weiterhin besteht. An der Erteilung ein

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