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Digitale Arbeit Eine soziologische Einführung von Papsdorf, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.11.2019
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (PDF)
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Digitale Arbeit

Allerorts ist von der Digitalisierung der Arbeitswelt die Rede. Doch wie vollzieht sie sich eigentlich? Welche Bereiche erfasst sie? Und welche Folgen haben die neuen Technologien für Menschen und Organisationen? In dieser Einführung nimmt der Autor sowohl grundlegende Entwicklungen wie die Entgrenzung und Rationalisierung der Arbeit als auch hochaktuelle Phänomene wie die Sharing Economy, Crowdwork oder Data Economy in den Blick. Christian Papsdorf ist Juniorprofessor für Techniksoziologie an der TU Chemnitz.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 198
    Erscheinungsdatum: 20.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593442716
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 3068 kBytes
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Digitale Arbeit

1Einleitung Arbeit und Technik sind seit jeher eng miteinander verbunden. So sind bestimmte Technologien notwendig, um spezifische Produkte herzustellen oder Dienstleistungen zu erbringen. Darüber hinaus sind Prozesse der Technisierung mit den Zielen der Arbeitsersparnis, Effektivitätssteigerung und Prozesskontrolle verknüpft. Der Einsatz von Technik zielt folglich auch darauf ab, menschliche Arbeit zu ersetzen und zu verändern (Pfeiffer 2018: 321). Während bis in die 1970er Jahre Technik primär eingesetzt wurde, um Limitationen der körperlichen Leistungsfähigkeit von Menschen zu überwinden, wird ihr spätestens seit der Einführung des Computers eine neue Rolle zuteil: Mit der digitalen Technik haben sich nahezu alle Dimensionen gesellschaftlicher Arbeit gewandelt. Wenngleich der Prozess in unterschiedlichen Organisationen, Branchen und Ländern sehr unterschiedlich verläuft, haben sich die Qualifikationsanforderungen, Arbeitsinhalte, Kooperationsformen, Belastungen, Entlohnungsstrukturen und auch die Arbeitsmittel flächendeckend verändert. Nicht zuletzt stellen Algorithmen und Roboter die arbeitenden Menschen vor grundlegende Herausforderungen, etwa wenn sie Tätigkeiten übernehmen, die bisher ausschließlich von Menschen ausgeführt wurden (Voß 2018a). Wenn von der Digitalisierung der Arbeitswelt die Rede ist, handelt es sich also längst nicht mehr um ein Nischenphänomen, das nur in bestimmten Branchen bedeutsam ist. Ganz im Gegenteil avancierte die Digitalisierung zum zentralen Veränderungsmotor moderner Arbeit. Diese Tatsache bildet auch den Anlass für das vorliegende Einführungsbuch. Studierende, aber auch Absolventinnen und Absolventen sehen sich mit einer Arbeitswelt konfrontiert, in der beispielsweise 83 Prozent aller Beschäftigten im gesamten Dienstleistungssektor von der Digitalisierung betroffen sind (Verdi 2017: 20). Gleichwohl fehlt bis heute ein Buch, das wesentliche Spielarten, Voraussetzungen und Konsequenzen digitaler Arbeit zum Gegenstand hat. Dies mag mit zwei Besonderheiten der Digitalisierung der Arbeitswelt in Zusammenhang stehen. Erstens handelt es sich inzwischen um einen äußerst vielgestaltigen Prozess, der sowohl Produktions- als auch Dienstleistungsarbeit umfasst, von dem gleichermaßen Angestellte und Selbständige betroffen sind und der gleichzeitig alte Ungleichheiten beseitigt und neue entstehen lässt und deshalb in seiner Gänze schwer zu umreißen ist. Zweitens ist das Thema verhältnismäßig jung und von einer großen Dynamik geprägt. Folglich liegen für bestimmte Aspekte nur in sehr begrenztem Umfang wissenschaftliche Untersuchungen vor. Derartige Limitationen werden an den entsprechenden Stellen als solche transparent gemacht, sollen jedoch kein Hindernis für dieses Einführungsbuch darstellen. Gleichwohl handelt es sich nicht um ein klassisches Einführungsbuch, das von der Fachgemeinschaft geteiltes und mehr oder minder anerkanntes Wissen referieren kann. Stattdessen versucht es sich an einer Strukturierung des Gegenstandes, die einen Überblick über die hochgradig unterschiedlichen Einzelprozesse und -phänomene ermöglichen soll. Das vorliegende Buch widmet sich daher vor allem grundlegenden Strukturen und Folgen digitaler Arbeit, wie sie für moderne westliche Länder typisch sind, und abstrahiert von allzu kleinteiligen Phänomenen und Entwicklungen. Darüber hinaus kann angesichts des begrenzten Umfangs nicht allen Facetten der Digitalisierung der Arbeit Rechnung getragen werden. Es werden diejenigen Aspekte behandelt, die aufgrund ihrer Verbreitung den Arbeitsmarkt stark prägen, die als charakteristisch für digitale Arbeit gelten können oder denen großes Transformationspotenzial für die nahe Zukunft zugeschrieben wird. Statistiken und dergleichen werden eher sparsam eingesetzt, da diese angesichts der großen Dynamik schon bei der Drucklegung veraltet wären. Das Buch richtet sich in erster Linie an Studierende der Sozialwissenschaften, ist aber so g

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