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Intros und Extros Wie sie miteinander umgehen und voneinander profitieren von Löhken, Sylvia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.03.2014
  • Verlag: GABAL
eBook (PDF)
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Intros und Extros

Das Thema 'leise Menschen' hat seit Erscheinen des ersten Buches von Dr. Sylvia Löhken eine hohe Aufmerksamkeit. Da sowohl privat als auch im Beruf 'Intros' und 'Extros' in gemischten Teams vorkommen, stellt sich die Frage: Wie können intro- und extrovertierte Menschen so zusammen leben und arbeiten, dass es für beide Persönlichkeitstypen passend und nutzbringend ist? Die Antworten auf diese Frage sind noch weitestgehend unerschlossen. Nach dem Bestseller 'Leise Menschen - starke Wirkung' sind sie das Thema dieses neuen Buchprojektes. Das Buch zeigt vor allem eines: wie Menschen mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten, Neigungen und Eigenschaften zusammenwirken und voneinander profitieren können. Die Praxisbeispiele und ihre Lösungen führen zu mehr Verständnis, Toleranz und Wertschätzung gegenüber 'leisen' und 'nicht so leisen' Menschen in der Selbst- wie in der Fremdwahrnehmung. Dr. Sylvia Löhken ist Expertin für intro- und extrovertierte Menschen. Sie zeigt, was 'Intros' und 'Extros' unterscheidet - und welche Stärken beide Persönlichkeitstypen bei der Verwirklichung ihrer beruflichen und privaten Ziele nutzen können. Mit ihrer Erfahrung als Wissenschaftlerin und als Managerin in einer großen internationalen Organisation kennt sie wichtige Arbeitsumfelder ihrer Kundinnen und Kunden: Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Forschung, Management und Beratung sowie japanische, amerikanische und deutsche Kommunikation. Dr. Sylvia Löhken ist promovierte Linguistin und zertifiziert als Coach und Reiss Profile Master. Das Portal Vortragsredner.de machte sie zur Vortragsrednerin des Jahres 2012. Mit ihrem Buch 'Leise Menschen - starke Wirkung' landete sie aus dem Stand auf den Bestsellerlisten.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 360
    Erscheinungsdatum: 03.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956230325
    Verlag: GABAL
    Größe: 11681 kBytes
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Intros und Extros

2. Vom Ich zum Wir: Wie uns die Gemeinschaft prägt

"Woher soll ich wissen, was ich denke, wenn ich nicht höre, was ich sage?"

Margit Hertlein, Extro, Expertin für humorvolle Kommunikation

In den vorangehenden Abschnitten sind Sie Intro-, Extro- und Zentrovertierten als einzelnen Persönlichkeiten mit bestimmten Merkmalen begegnet. Sie kennen auch die biologischen Unterschiede, die sie zu Intros, Extros und Zentros machen. Doch aus der Einleitung wissen Sie bereits: Der Mensch ist ein sehr viel spannenderes und komplexeres Wesen als nur ein Resultat zufälliger neuronaler Merkmale. Wenn wir uns selbst mit unseren Persönlichkeitsmerkmalen besser verstehen wollen, dann sollten wir auch auf die Gemeinschaften sehen, in denen wir aufwachsen und leben. Denn erst durch das Leben mit anderen kann sich unsere Persönlichkeit entwickeln und ausprägen.

Im Zentrum dieses Kapitels steht deshalb auch die soziale Umgebung:

Die soziale Umgebung

Wie genau angeborene und anerzogene Faktoren für die Entwicklung einer Persönlichkeit zusammenspielen – das ist noch immer ziemlich unklar. Klar ist dafür eines: Die Verbindung ist so eng, dass Psychologen den sozialen Anteil an unserer Persönlichkeit als "zweite Natur" bezeichnen.

Intro- und Extroversion beruhen nur zu 40 bis 50 Prozent auf genetischen Anlagen. 35 Was bedeutet vor diesem Hintergrund unser soziales Umfeld, in dem wir aufwachsen und leben, für unsere intro- und extrovertierten Eigenschaften? Und was bedeutet unsere Verschiedenheit in der Gemeinschaft? Um diese Fragen geht es in diesem Kapitel.

Werfen wir zunächst einen Blick auf das große Ganze: auf den einzelnen Menschen und die Bedeutung "seiner" Horde.
Auch für Intros: die Horde als Prinzip

Jeder Mensch ist von der Wiege bis zum Grab abhängig von sozialen Beziehungen. Als Neugeborene sind wir allein nicht lebensfähig. Menschliche Gehirne sind nach der Geburt noch lange nicht "fertig": Die neuronalen Verbindungen bilden sich erst in der Kommunikation mit den Menschen in unserer Umgebung – und können sich erst dann dauerhaft verankern, wenn sie immer wieder benutzt werden. Dies wiederum passiert nur, wenn andere uns Aufmerksamkeit schenken: wenn wir reichlich Anregungen und Ermutigungen, Warnungen, Hinweise und Bewertungen unserer Umgebung bekommen; und wenn die Menschen um uns herum uns helfen, Regeln, Strukturen und Abläufe in unserem Leben zu entwickeln. Die wichtigsten Währungen in unserer Entwicklung sind Zuwendung und Vertrauen – wir brauchen Zuwendung und können nur gedeihen, wenn wir uns auf andere verlassen können. Unsere soziale Umgebung gibt uns im Idealfall zusammen mit diesen Währungen stabile Verhältnisse (und damit Sicherheit) ebenso wie neue Impulse (und damit Entwicklungsmöglichkeiten).

Unsere soziale Umgebung gibt uns im Idealfall gleichermaßen stabile Verhältnisse und neue Impulse.

Ein Kind entfaltet seine Persönlichkeit auf seine Umgebung hin, und zwar durch die Kommunikation mit ihr: indem es auf allen Sinneskanälen Signale sendet und empfängt. Diese Eindrücke, die es im Austausch mit anderen bekommt, prägen seine Hirnstruktur. Der Einfluss der sozialen Umgebung ist dabei eine Bedingung dafür, dass ein Ich-Bewusstsein entstehen kann. Andere Menschen sind eine Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt ein Gefühl für die eigene Identität bekommen können. In der Entwicklung kommt zuerst das Gefühl für ein soziales Gegenüber, ein "Du", auf. Die erste Äußerung ist deshalb typischerweise auch "Mama!" oder "Papa!", nicht: "Ich!" Erst dan

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