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Mobilität und Mobilisierung Arbeit im sozioökonomischen, politischen und kulturellen Wandel

  • Erscheinungsdatum: 13.09.2010
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (PDF)
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Mobilität und Mobilisierung

Vom Migranten bis zur Managerin - Mobilität ist eines der Merkmale der Globalisierung geworden. Viele sehen sie als Chance, um ihren Alltag selbstbestimmter zu gestalten. Negative Aspekte wie das Leben in der Illegalität, fehlende Integration oder unsichere Lebensplanung werden hingegen häufig ausgeblendet. Die Autorinnen und Autoren untersuchen den Wandel von Leben und Arbeiten in der globalen Welt und zeigen, wie wichtig die Mobilisierung von lokalen Ressourcen wie familiären Netzwerken ist, um räumliche, soziale sowie geistige Mobilität zu bewältigen.

Irene Götz ist Professorin für Europäische Ethnologie an der LMU München, Barbara Lemberger und Katrin Lehnert promovieren dort. Sanna Schondelmayer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 580 der Universität Jena sowie freiberufliche Trainerin.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 13.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593409863
    Verlag: Campus Verlag
    Serie: Arbeit und Alltag Bd.1
    Größe: 4424kBytes
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Mobilität und Mobilisierung

Volkskundliche Wissensproduktion im Unternehmenskontext (S. 445-446)

Erfahrungen aus einem Lehrforschungsprojekt

Gertraud Koch

Das Studienprojekt zur Kulturgeschichte der betrieblichen Bildung bei der Daimler AG nahm seinen Anfang in einem kleinen Archiv im Werk Sindelfingen, das sich über die Jahre mehr zufällig aufgrund der persönlichen Sammelleidenschaft eines Mitarbeiters entwickelt hatte und schließlich nach fast 30-jähriger Sammeltätigkeit soweit angewachsen war, dass dessen Wert unstrittig und unübersehbar geworden war – für die anderen Mitarbeiter dieser Abteilung wie auch den zuständigen Abteilungsleiter.

Kurz vor Ausscheiden des Sammlers und weiterer ähnlich langjähriger Mitarbeiter drangen, vermittelt über die materielle Präsenz des inzwischen in Archivschränken untergebrachten Sammelgutes und die Frage, wie es denn nun damit weitergehen möge, dann auch die mit den Schriftstücken, Büchern, Fotos, Filmen und Objekten verknüpften gelebten Geschichten ins Bewusstsein. Man hatte angesichts der bevorstehenden Verrentungen die erlebte Geschichte als wesentlichen Zugang zu der gesammelten, materiellen Kultur wahrgenommen.

Hier trafen Gründer und Sammler des Archivs, ein weiterer Mitarbeiter der betrieblichen Bildung, der Abteilungsvertreter und wir Forscherinnen2 uns in unseren Interessen an diesem kleinen, 4,50 Meter Schrankwand umfassenden, feinen, informell entstandenen Archiv. Eine Studentin sammelte im Rahmen ihrer Bachelorarbeit oral histories der Abteilung, und fünf weitere Studentinnen der Zeppelin University ließen sich in einem Studienprojekt auf die zunächst "trocken" erscheinende Archivarbeit ein.

Die auf das Archiv gerichtete Forschungsarbeit war so von Anfang an von der Idee getragen, die Kulturgeschichte der betrieblichen Bildung mit den "Geschichten" dieser Abteilung zu verbinden. Rasch zeichnete sich darüber hinaus ab, dass die Arbeit der Betrieblichen Bildungsabteilung, die wir hier im historischen Verlauf forschend erfuhren, als wesentlicher Beitrag für die Unternehmenskultur im Werk einzustufen war.

Der Titel des Projekts war damit gefunden: "Create Corporate Culture" – ein Anglizismus in Wendung des in internationalen Konzernen üblichen Business-Englisch, gefolgt von einer die Grundierung der Forschung signalisierenden deutschen Formulierung: "Zur Kulturgeschichte der betrieblichen Bildung." Sie verweist auf den Ort, an dem die Alltagskultur des Unternehmens wesentlich mitgeprägt wird.

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