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Vermittlung und Beratung in der Praxis Eine Analyse von Dienstleistungsprozessen am Arbeitsmarkt

  • Erscheinungsdatum: 08.11.2011
  • Verlag: wbv Media
eBook (PDF)
32,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Vermittlung und Beratung in der Praxis

'Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt anbieten und sicherstellen' - das ist ein erklärtes Ziel der Arbeitsmarktreformen der vergangenen Jahre. In diesem Band werden die Vermittlungs- und Beratungsleistungen von Agenturen und Grundsicherungsstellen ausführlich und praxisnah analysiert.
Auf der Basis von beobachteten Fallverläufen, Interviews und fallspezifischen Dokumenten werden die folgenden Fragen untersucht: Was sind die relevanten Merkmale der Interaktionsprozesse zwischen Fachkräften und den Kundinnen und Kunden in Vermittlungsgesprächen? Wie ist es um die Kundenorientierung und die Kundeneinbindung bestellt? Wie wichtig ist fordernde Aktivierung im Verhältnis zu Vermittlungs- und Förderaktivitäten? Welche Rolle spielen Eingliederungsvereinbarungen? Was macht gute Beratung aus?
Die Autoren liefern eine vielschichtige Diagnose über das Vermittlungs- und Beratungsgeschehen und zeigen klare Ansatzpunkte auf, um diese Dienstleistungsprozesse zukünftig weiter zu verbessern. Die Anhänge können Sie sich kostenlos unter 'Website zum Titel' herunterladen.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Es widmet sich der empirischen, interdisziplinären und international vergleichenden Erforschung des deutschen Arbeitsmarktes.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 08.11.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783763940486
    Verlag: wbv Media
    Serie: IAB-Bibliothek Bd.330
    Größe: 6883kBytes
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Vermittlung und Beratung in der Praxis

6 Dienstleistungsprozesse für die Zielgruppe U25 (S. 258-259)

6.1 Die Beobachtung der jugendlichen Zielgruppe in zwei Einrichtungen

Im Rahmen der Analyse der Fallbeobachtungen wurde auch eine Sonderauswertung für die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahre (U25) durchgeführt. Diese Zielgruppe war – parallel zu allen Beobachtungen im Ü25-Bereich – in zwei SGB-II-Einrichtungen eigens im gesamten Feldzeitraum beobachtet worden.

Insgesamt wurden dabei 44 Gesprächsbeobachtungen für 18 jugendliche Kundinnen und Kunden erfasst und ausgewertet. In jeder der beiden Einrichtungen waren es neun Fälle (insgesamt acht Männer und zehn Frauen). Eine der Einrichtungen war eine ARGE (im Folgenden U25-A), bei der anderen Einrichtung handelte es sich um einen zugelassenen kommunalen Träger (im Folgenden U25-B).

Neben der Rechtsform der Trägerschaft gab es zwischen den beiden Einrichtungen weitere Unterschiede, die für die Beratung der jugendlichen Kunden von Bedeutung sein können. Bei U25-A waren sowohl männliche als auch weibliche Fachkräfte involviert: Bei vier beobachteten Fällen war die Fachkraft männlich, bei fünf beobachteten Fällen weiblich. Bei der U25-B sind im U25-Bereich ausschließlich weibliche Fachkräfte (Fallmanagerinnen) tätig, sodass auch die beobachteten Beratungsgespräche ausschließlich von weiblichen Fachkräften durchgeführt worden sind.

Auch in Bezug auf das Geschlecht der Kunden unterscheiden sich die beobachteten Fälle in den beiden Einrichtungen. Bei U25-A waren sechs Männer und drei Frauen, bei U25-B waren zwei Männer und sieben Frauen in der Stichprobe. Die Personen decken insgesamt ein Altersspektrum von 17 bis 24 Jahre ab. Von den 18 Kundinnen und Kunden sind elf in Deutschland geboren. Von den sieben nicht in Deutschland Geborenen besitzen drei die deutsche Staatsangehörigkeit, vier nicht.

Keine nennenswerten Unterschiede gibt es in Bezug auf die Zahl der durchgeführten Fallbeobachtungen. An beiden Einrichtungen erstreckten sich die Fallbeobachtungen bei jeweils fünf Fällen auf zwei oder drei Beratungsgespräche je Fall; jeweils nur eine Beobachtung fand in der U25-A bei zwei Fällen, bei der U25-B bei drei Fällen statt. Mehr als drei Beobachtungen gab es in der SGB-II-Einrichtung U25-A bei zwei Fällen, in U25-B bei einem Fall."

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